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Regionalliga:1. FC Köln II empfängt SV Straelen

Fußball : Wenn Straelener Eichhörnchen auf Kölner Mini-Geißböcke treffen

(him) Fußball-Regionalliga: 1. FC Köln II – SV Straelen (Samstag, 14 Uhr). Es dauert zwar noch etwas, bis der Weihnachtsmann kommt. Doch Khaled Daftari bekommt garantiert schon am Samstag leuchtende Augen.

Der Co-Trainer des Regionalligisten SV Straelen ist glühender Fan des 1. FC Köln – und die Grün-Gelben treffen im Franz-Kremer-Stadion am Geißbockheim auf dessen „U 23“-Auswahl. „Der FC ist mein Herzensverein. Aber ich möchte hier in jedem Fall mit dem SV Straelen erfolgreich sein“, versichert Daftari. Sein Chef ist sich da übrigens gar nicht so sicher. „Ich guck erst einmal ganz genau hin, ob sich Khaled auf die richtige Bank setzt“, sagt Trainer Marcus John.

Doch Spaß beiseite – drei Tage nach dem bitteren Pokal-Aus beim Oberliga-Spitzenreiter VfB Homberg ist der SV Straelen bereits wieder in der Meisterschaft gefordert. „Abhaken“ ist nach dem 2:4 oberste Pflicht der Grün-Gelben. „An diesem Ergebnis lässt sich ohnehin nichts mehr ändern. Wir sollten mitnehmen, dass wir eine starke erste Halbzeit gezeigt haben. Und dass wir Oberliga-Meister geworden sind, nachdem wir in Homberg verloren hatten“, erklärt John.

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Rund um die Römerstraße gibt’s auch eigentlich überhaupt keinen Grund zur Unruhe. Schließlich ist der SV Straelen mit acht Punkten aus sechs Spielen aus den Startlöchern gekommen und kann damit als Aufsteiger eine glänzende Bilanz vorweisen. Das gilt nicht unbedingt für die „kleinen“ Geißböcke, die aktuell mit vier Zählern den vorletzten Platz belegen.

„Das hat aber nichts zu sagen. Wer sich etwas näher mit der Kölner Mannschaft beschäftigt, wird schnell feststellen, dass wir nicht als Favorit dorthin fahren“, sagt der Straelener Trainer. Recht hat er. So etwas wie der Leitwolf des Kölner U 23-Rudels ist der 33-jährige Riman Prokoph. Der Stürmer hat zu seiner besten Zeit 15 Bundesliga-Einsätze für den VfL Bochum bestritten. Im Mittelfeld läuft der 20-jährige Chris Führich rum, der in der vergangenen Kölner Trauerspiel-Saison immerhin schon zweimal Bundesliga-Luft geschnuppert hat. „Und ein Talent wie Lucas Schmidt haben die Kölner bestimmt nicht von RB Leipzig geholt, wenn der Verein mit ihm keine Pläne hätte“, ergänzt John.

Beim SV Straelen dürfte Neuzugang Florian Schikowski, der in Homberg auf der Spielmacher-Position zu überzeugen wusste, sein Debüt in der Meisterschaft feiern. An der Verletztenliste hat sich nichts geändert. Torhüter David Buchholz ist in dieser Woche erfolgreich am Meniskus operiert worden und fällt vier bis sechs Wochen aus. Auch Ahmad Jafari (Leistenverletzung) und Meguru Odagaki (Innenbandriss) müssen weiterhin pausieren. Das Ziel des Neulings: Mindestens ein Punkt. John: „Ich halte viel von der Eichhörnchen-Methode.“