Pokal: Viktoria Winnekendonk schlägt SV Walbeck

Frauenfußball : Viktoria Winnekendonk ist bereit für die Wachablösung

Erste Runde um den Frauenfußball-Kreispokal: Landesligist feiert nach Toren von Selina Berns (2) und ihrer Schwester Samira ein 3:0 (1:0) gegen den Niederrheinligisten SV Walbeck.

Der SV Walbeck ist seit einer gefühlten Ewigkeit die Nummer eins im Fußball-Kreis in Sachen Frauenfußball. Doch die gewohnten Kräfteverhältnisse geraten aktuell ins Wanken. Viktoria Winnekendonk ist in der Landesliga das Maß aller Dinge und führt ungeschlagen die Tabelle an. Hingegen muss sich die Elf vom Bergsteg in der laufenden Niederrheinliga-Saison im Kampf um den Klassenerhalt zur Decke strecken. Daher kommt der 3:0-Erfolg der Viktoria im Pokal-Derby gar nicht einmal so überraschend.

Es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt, da brannte es schon lichterloh im Walbecker Strafraum, als Paulina Heilen nach einer Ecke den Ball an die Querlatte schoss. Eindeutig die besseren offensiven Akzente, auch bei weiteren Standards, setzte der Spitzenreiter der Landesliga, ein Klassenunterschied war in dieser Partie nicht erkennbar. Mit langen Bällen versuchte die Heimelf, ihre schnellen Sturmreihen in Szene zu setzen. Endstation war aber meist bei Walbecks aufmerksamer Torhüterin Viola Koblenz. Die Gäste aus Walbeck fanden kaum einmal eine Lücke in der gegnerischen Abwehr. Nach einem Angriff über die linke Seite hatte dann Selina Berns (41.) freie Schussbahn zur 1:0-Pausenführung.

Auch nach dem Wechsel hatten die Angriffe der Viktoria eine höhere Qualität, Samira Berns setzte sich in der 70. Minute an der Strafraumgrenze durch und erzielte das 2:0. Acht Minuten später fiel dann die Entscheidung, eingeleitet durch Samira Berns, die ihre Schwester Selina gut in Szene setzte und die mit ihrem zweiten Treffer das 3:0 erzielte. Es war am Ende ein verdienter Sieg, den Walbeckerinnen fehlte einfach die Durchschlagskraft, um sich gegen die engagierte Viktoria durchzusetzen.

Walbecks Trainer Thomas Kuhnen war enttäuscht: „Bei uns kam zu wenig aus dem Spiel heraus, vor allem vor der Pause hat Winnekendonk mehr Druck gemacht.“ Erfreut war dagegen sein Winnekendonker Kollege Uli Berns: „Meine Mannschaft hat die Vorgaben gut umgesetzt und verdient gewonnen.“

Viktoria Winnekendonk: Waerder – Thyssen Hiltrop, (88. Schmidtmann) Kanders, Selina Berns, Luyven, Rankers (70. Minhorst), Samira Berns, Heilen, Cuppok, Claus (85. Stein).

SV Walbeck: Koblenz – Patyk (81. Pastoors), Hegger, Sturme, Merkens (61. Wellmans), Grusa, Aengenvoort, Peschges, Juntermanns, Linßen, Drewes.

Für beide Teams geht es am Sonntag in der Meisterschaft weiter. Niederrheinligist SV Walbeck hat ab 13 Uhr am Bergsteg den Tabellenzweiten MSV Duisburg II zu Gast. Landesligist Viktoria Winnekendonk hat ebenfalls Heimrecht und empfängt ab 13 Uhr die DJK Barlo.

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