Fußball-Niederrheinpokal Der SV Straelen kommt glanzlos weiter

Straelen · Der Oberligist hat in der ersten Runde einen 3:0-Sieg beim Bezirksligisten GSV Moers geschafft. Trainer Sunny Acar ist vom Auftritt seiner Mannschaft enttäuscht.

Takumi Yanagisawa erzielt in dieser Szene das 2:0 für den SV Straelen.

Takumi Yanagisawa erzielt in dieser Szene das 2:0 für den SV Straelen.

Foto: Heinz Spütz

Für den Fußball-Oberligisten SV Straelen gab es am Dienstagabend in der ersten Runde des Niederrheinpokals in der Partie beim zwei Klassen tiefer spielenden Bezirksligisten GSV Moers viel zu verlieren – doch die Überraschung blieb aus. Die Mannschaft von Trainer Sunay Acar machte mit einem 3:0 (0:0)-Arbeitssieg den Einzug in die zweite Runde perfekt.

Acar war mit seinem Team überhaupt nicht zufrieden. „Das war schlecht, das war einfach nur schlecht. So kann man sich nicht präsentieren. Wir haben ohne Willen und ohne Biss gespielt. So etwas geht ganz einfach nicht“, sagte der merklich angesäuerte Straelener Trainer, während die GSV-Spieler völlig zu Recht mit einem Bierchen in der Hand auf die eigene Leistung anstießen.

Im Vergleich zur Meisterschaftspartie gegen den Mülheimer FC veränderte Acar die Startelf auf fünf Positionen, um, wie er sagte, anderen Spielern die Chance zu geben, sich für weitere Aufgaben zu empfehlen und den Konkurrenzkampf anzukurbeln. Die Begegnung nahm von Beginn an den erwarteten Verlauf. Die Gäste waren die klar spielbestimmende Mannschaft, der Bezirksligist verteidigte mit zwei Abwehrreihen sehr diszipliniert und leidenschaftlich.

Der eher pomadige Auftritt des Oberligisten konnte den GSV nicht in Bedrängnis bringen. In der 41. Minute bekam der Moerser Yoummsi Fotso nach einer Flanke den Ball im Strafraum an die Hand – der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Tom Hirsch lief an, doch der 19-jährige Moerser Torwart Deniz Aktas parierte den Schuss. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff setzte Markus Müller einen Kopfball auf die Oberkante der Latte – es ging torlos in die Kabine.

Acar wechselte dreimal, der Druck auf die Moer­ser Abwehr wurde größer, weil der SV Straelen den Ball nun schneller durch die eigenen Reihen laufen ließ. Der eingewechselte Pedro Cejas drang in der 53. Minute in den Strafraum ein und passte zum mitgelaufenen Tom Hirsch, der seinen Fehler aus der ersten Halbzeit ausmerzte und die Führung erzielte. Wie bereits beim ersten Treffer bediente der Argentinier Pedro Cejas nach 72 Minuten Mal Isaak Kang, doch der Koreaner traf frei stehend den Ball nicht richtig. Zehn Minuten später fiel die Entscheidung: Takumi Yanagisawa erhöhte auf 2:0. Wieder hatte Cejas die Vorarbeit geleistet. Der Neuzugang von der SV Hönnepel-Niedermörmter sorgte dann selbst mit seinem Tor zum 3:0 für den Endstand (90.).

„Wir hatten eine Handvoll Akteure mit dem Gardemaß von 1,90 Meter und mehr auf dem Platz und im Training Kopfball-Varianten nach hohen Bällen einstudiert. Nichts ist passiert. Mit Ausnahme von Pedro Cejas hat sich kein Spieler empfohlen“, so Acar.

Das Pokalspiel kann nicht unbedingt ein Maßstab für die Leistungsfähigkeit der neuen Straelener Mannschaft sein, hat aber dennoch deutlich gemacht, dass sie noch ein gutes Stück davon entfernt ist, ein schlagkräftiges Team zu sein, das, wie es der eigene Anspruch ist, in der Oberliga eine gute Rolle spielen kann. Das liegt weniger an die Qualität des Kaders, sondern eher daran, dass die Zeit zu kurz war, um eine eingespielte Mannschaft zu formen, in der die Automatismen und Abläufe stimmen. „Ein paar Wochen brauchen wir noch“, sagte Sunay Acar dann auch.

Bereits am morgigen Freitag, 19.30 Uhr, ist der SV Straelen wieder in der Meisterschaft gefordert. Mit einer ähnlichen Leistung wie gegen den GSV Moers wird für die Mannschaft bei Germania Ratingen 04/19 kein Blumentopf zu gewinnen sein.

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