Fußball : Phonyong macht den Deckel drauf

Fußball-Kreisliga A: Mit 2:1 (1:0) setzte sich im Spitzenspiel Tabellenführer Kevelaerer SV gegen den SV Rindern durch.

"Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey, hey". So hallte es nach der Partie über den Kunstrasenplatz des Kevelaerer SV aus dem Munde der Gastgeber, die sich nach dem Schlusspfiff zu einem Kreis zusammengefunden hatten und lauthals feierten. Niedergeschlagene Gesichter dagegen bei den Aktiven und mitgereisten Fans des SV Rindern, die nun drei Punkte hinter dem Gastgeber und mittlerweile nur noch aufgrund des besseren Torverhältnisses mit dem punktgleichen TSV Weeze den zweiten Platz in der Kreisliga belegen.

Es war in Kevelaer alles für ein Spitzenspiel angerichtet. Rund 250 Zuschauer bildeten eine würdige Kulisse, und das Wetter spielte auch mit. Bereits nach 120 Sekunden hatten die Gastgeber ihre erste Chance. Doch Rinderns Keeper Andy Kaus parierte den Distanzschuss von Andrea Quarta. Nach knapp zehn Minuten dann die erste Möglichkeit für den Gast, doch KSV-Schlussmann Julian Falk blockte den Schuss von René Timmer. In der Folge hatte der SV Rindern mehr Spielanteile und kam auch das eine oder andere Mal in den gegnerischen Strafraum. Doch echte Torchancen konnte sich die Mannschaft von Trainer Joris Ernst nicht erarbeiten.

  • Lokalsport : Rindern und Kevelaer im Gleichschritt
  • Lokalsport : Rindern und Kevelaer im Gleichschritt
  • Lokalsport : Kevelaer siegt im Spitzenspiel

Nach rund einer halben Stunde wurde der Kevelaerer SV dann offensiver. In der 37. Minute musste Rinderns Keeper Kaus gleich mit zwei Glanzparaden in Folge das Unentschieden für sein Team retten. Doch in Minute 41 war auch er machtlos. Nach einem Schuss von David Brinkhaus konnte Kaus den Ball nicht festhalten. Der freistehende Radek Vykydal nahm das Geschenk der Rinderner Hintermannschaft gerne an und netzte zum 1:0 für den KSV ein. "Macht sofort das 2:0", forderte Kevelaers Trainer Ferhat Ökce sein Team lautstark von der Seitenlinie aus nachzulegen. Doch der Wunsch des Coaches blieb zunächst unerfüllt.

Nach dem Wiederanpfiff übernahmen die Gäste zunächst wieder die Initiative. Die Platzherren standen nun tiefer und warteten auf Kontermöglichkeiten. Zwar konnten die "Zebras" nun einige Eckstöße erzwingen. Doch von diesen Standardsituationen ging keine wirkliche Gefahr für das Kevelaerer Gehäuse aus. Der Gast spielte weiter gefällig bis zur Strafraumgrenze. Doch es fehlte am Ende einfach das Überraschungsmoment, um die sichere Abwehr der Gastgeber in Verlegenheit zu bringen. Die Gastgeber blieben durch Konter gefährlich und einen solchen schloss der nur zwei Minuten zuvor eingewechselte Wutthichat Phonyong in der 83. Minute zum vorentscheidenden 2:0 ab.

"Köpfe hoch, hier geht noch was", feuerte Joris Enst, Trainer der Gäste, seine Spieler dennoch immer wieder an. Und als Konstantin Nagel 120 Sekunden vor dem offiziellen Spielende den Anschlusstreffer erzielte, keimte im Lager der Gäste noch einmal etwas Hoffnung auf. Doch alle Versuche, in der vierminütigen Nachspielzeit noch den Ausgleich zu erzielen, blieben vergebens.

"Ich denke aufgrund der klareren Chancen geht der Sieg heute für uns in Ordnung. Ein Kompliment an mein Team, das fast alle Vorgaben auf dem Platz auch umgesetzt hat", war KSV-Coach Ökce nach der Partie zufrieden. Sein Gegenüber Joris Ernst zeigte sich als fairer Verlierer. "Unter dem Strich hat Kevelaer verdient gewonnen."

(RP)