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Fußball: Oberligist SV Straelen mustert Nico Wehner aus

Fußball : Oberligist SV Straelen mustert Nico Wehner aus

Für den Neuzugang vom Oberliga-Rivalen Germania Ratingen ist im 24 Mann starken Kader kein Platz mehr.

Der Stachel der Enttäuschung sitzt tief bei Nico Wehner. Fußball-Oberligist SV Straelen hatte den 21-jährigen Mittelfeldspieler vom künftigen Oberliga-Rivalen Germania Ratingen bereits Anfang Juni als ersten Neuzugang für die kommende Saison gemeldet - im Doppelpack mit Drilon Istrefi vom TSV Meerbusch. Noch am 16. Juli hatte Stadionsprecher Norbert Peters den jungen Mann vor dem Testspiel gegen Fortuna Köln offiziell dem Publikum an der Römerstraße vorgestellt.

Und jetzt das: Zwei Wochen vor dem Saisonstart hat der SV Straelen Wehner bereits wieder den Laufpass gegeben, bevor dieser ein Pflichtspiel im grün-gelben Dress bestreiten durfte. "Ich war sprachlos, als mir der sportliche Leiter Kato Sürün die Entscheidung des Vereins mitgeteilt hat. Ich hatte bis dahin die komplette Vorbereitung mitgemacht, habe keine Trainingseinheit versäumt und mir daher nichts vorzuwerfen", sagt Nico Wehner. Der 21-Jährige, der in der Jugend unter anderen für die VV Venlo und Fortuna Düsseldorf im Einsatz war, hatte sich bereits beim SV Straelen angemeldet, allerdings noch keinen Amateurvertrag unterschrieben. "Da mussten nur noch Kleinigkeiten geklärt werden", versichert er.

Die fehlende Unterschrift wird ihm aktuell allerdings zum Verhängnis. Die meisten Clubs haben inzwischen ihre personellen Planungen abgeschlossen. Und Nico Wehner hat nur noch bis zum 31. August Zeit, einen neuen Verein zu finden. Selbst im günstigsten Fall droht dem jungen Kicker eine Sperre bis zum 1. November.

Die Verantwortlichen des Vereins begründen die harte Entscheidung mit sportlichen Argumenten. "Ich habe mit Nico Wehner in aller Ruhe gesprochen. Auf seiner Position haben wir beispielsweise in Aram Abdelkarim, Philipp Brouwers, Jannik Stevens, Rene Jansen oder Drilon Istrefi Spieler, gegen die er im Konkurrenzkampf keine Chance hat. Das haben wir ihm offen und ehrlich mitgeteilt", sagt Kato Sürün.

Damit steht der Oberliga-Kader des SV Straelen jetzt endgültig fest: Der Aufsteiger nimmt das "Abenteuer Oberliga" mit drei Torhütern und 21 Feldspielern in Angriff. Nach den Rückschlägen beim Turnier um den Burgpokal von TuRa Brüggen (1:4 und 0:1 gegen Union Nettetal und ASV Süchteln) tritt die Mannschaft morgen ab 19.30 Uhr beim 1. FC Mönchengladbach an.

(him)