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Tischtennis: Oberliga zu stark für Walbecker Teams

Tischtennis : Oberliga zu stark für Walbecker Teams

Tischtennis: Beide SVW-Teams erreichten nur den zehnten Tabellenplatz. Zusammen kassierten sie 30 Niederlagen.

Dass es für beide Walbecker Tischtennis-Oberligateams durch die Ligenreduzierung schwerer werden würde als noch vergangene Saison stand bereits vor der Spielzeit fest. Dass aber für beide Walbecker Teams der Ligaverbleib nicht erreicht werden konnte, damit hatte man vor der Saison nicht unbedingt gerechnet - zumindest nicht bei den Frauen. Dies ist ein herber Schlag für die beiden Oberligisten, die aber in der kommenden Saison wieder angreifen wollen.

Männer: Das größte Problem des Teams um Christian Peil war das große Verletzungspech. "Wir haben sehr selten - wenn überhaupt - mit der Stammbesetzung gespielt. Außer zu Beginn waren nie alle 100 Prozent fit", sagt der Mannschaftsführer, der selbst knapp vier Monate an seiner Verletzung laborierte. Zudem erlitt Walbecks Nummer eins, Kestutis Zeimys einen Autounfall und Henrik Cobbers verletzte sich beim Skifahren. "Zudem hatten wir überdurchschnittlich viele krankheitsbedingte Ausfälle", sagt Peil. Jedoch betont er: "Es wäre womöglich mehr dringewesen, wenn wir in guter Form gewesen wären." Ob es dann für den Klassenverbleib gereicht hätte, sei dennoch fraglich. "Wir wussten von Beginn an, dass es für uns eng werden würde", sagt Peil. "Da aus drei Oberligen zwei gemacht wurden, trafen wir in dieser Saison nicht nur auf viele neue Gesichter, sondern auch auf sehr starke Mannschaften." Zu stark für die Walbecker, die in der vergangenen Spielzeit noch als Vierter abgeschnitten hatten.

Dabei startete das SVW-Team gut in die neue Oberligasaion. In den ersten sechs Spielen holten sie fünf Punkte. "Das war mehr als erwartet", sagt der Mannschaftsführer. Doch nach dem sechsten Spieltag kam in der gesamten restlichen Saison lediglich noch ein einziger Punkt dazu. "Es war eine kollektiv schlechte Teamleistung", sagt Peil. "Henrik Cobbers war der einzige, der eine positive Rückrundenbilanz von 5:4 aufweisen kann."

Personell wird das Team wohl auch in der kommenden Saison zusammenbleiben. Nur Markus Rock hört auf. Dafür wird Oliver Schauer wieder zur Mannschaft stoßen, der in der gerade abgelaufenen Saison bei der Zweiten ausgeholfen hatte.

Frauen: Die einzige, die sich in der Oberliga wirklich behaupten konnte, war Franziska Holla. Mit 38:18 Siegen in ihren Einzeln hat sie ihre Stärke deutlichgemacht. Jedoch konnten Marina Holla, Verena Horsten und Hannelore Hebinck das Niveau nicht mittragen. "Wir anderen waren einfach zu schlecht", sagt Mannschaftsführerin Hannelore Hebinck selbstkritisch. "Franziska hingegen hat sehr stark und sehr konstant gespielt - bis auf einen Durchhänger zwischendurch. Hätten wir nicht unten dringestanden, hätte sie sicherlich auch noch mehr Spiele gewonnen." So holte Franziska Holla allein in der Rückrunde 19 Einzelsiege, während die anderen drei zusammen insgesamt 16 Siege einfuhren.

Einen Knackpunkt während der Saison habe es aber nicht gegeben. "Uns hat bereits die erste Partie gegen Bonn die Augen geöffnet", erinnert sich Hebinck. "Da haben wir gemerkt, dass wir absolut keine Chance haben." Und so ging es dann auch weiter. "Unsere Gegner waren konstant zu stark für uns", sagt die Mannschaftsführerin. "Dennoch bin ich vor allem froh, dass die Stimmung im Team bis zum Schluss positiv war. Wir haben bis zum Ende gekämpft."

Für die kommende Saison gibt Hebinck den direkten Wiederaufstieg als Ziel aus. Der ist dann jedoch in die für 2015/16 geplante neue NRW-Liga, die zwischen der Verbands- und Oberliga eingeführt werden soll. Personell werden sich die Walbecker Frauen sehr wahrscheinlich anders aufstellen, da alle drei Mannschaften in der Verbandsliga antreten werden. Lucca Mattheus wird wohl in die erste Mannschaft wechseln, dafür würde Hebinck in die Zweite gehen. Die Planungsphase ist aber noch nicht abgeschlossen. Zudem sind weitere Verschiebungen gut möglich.

(RP)