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Oberliga: Der SV Straelen trifft auf den SC Velbert

Straelen : Beim SVS tobt der Konkurrenzkampf

Heute, um 13.30 Uhr, empfängt der Fußball-Oberligist SV Straelen den abstiegsgefährdeten SC Velbert. Voraussichtlich feiern Konstantin Möllering und Kai Hatano ihre Debüts. Im Hinspiel hatte der Klassenprimus keinerlei Mühe.

Wer dieser Tage das Gespräch mit Inka Grings sucht, der dürfte eine gewisse innere Unruhe zur Kenntnis nehmen. Die Übungsleiterin des Fußball-Oberligisten SV Straelen will, dass es endlich wieder um Zählbares geht. Nach Monaten der winterlichen Unterbrechung und einem Wochenende, das vom Sturmtief „Sabine“ geprägt war, können die Grün-Gelben nun dort ansetzen, wo sie vor Weihnachten aufgehört haben: bei der Mission Wiederaufstieg in die Regionalliga. „Wir wollen, dass es endlich wieder losgeht“, sagt Inka Grings. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur bevorstehenden Begegnung mit dem SC Velbert.

Wie stark ist der Straelener Gastgeber einzuschätzen? Die Mannschaft von Trainerin Inka Grings scheint auf einem guten Weg zu sein. Die Kicker von der Römerstraße überwinterten unangefochten an der Tabellenspitze, zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Verfolger aus Monheim. Zudem bewies der SVS in der Vorbereitung, perspektivisch zu Höherem berufen zu sein. So besiegte der Spitzenreiter der fünfthöchsten deutschen Spielklasse den Regionalligisten Borussia Mönchengladbach II mit 4:1. „Wir fühlen uns gut, die Jungs haben unter der Woche sehr aggressiv und sehr willig trainiert. Alle legen hundertprozentige Leidenschaft an den Tag“, sagt Übungsleiterin Grings.

Wie steht es um die sportliche Situation der Gäste? Bei den Velberten rumorte es in der Winterpause mächtig. Die Hinrunde schlossen die Rot-Weißen bloß auf Tabellenplatz 15 ab. Der Verein hatte sich in der Folge vom bisherigen Cheftrainer Patrick Knieps getrennt, bis Sommer betreut nun Andreas Berkenkamp interimsweise das Team. Er hat eine Menge Arbeit vor sich: Bis dato konnte Velbert nicht beweisen, konstant obertauglichen Fußball spielen zu können. Die drei letzten Begegnungen vor der Winterpause verloren die Kicker aus dem Niederbergischen – und das gegen die direkte Konkurrenz. Dennoch warnt Inka Grings: „Velbert hat gegen uns nichts zu verlieren und dürfte daher befreit aufspielen. Das macht es für uns durchaus gefährlich. Ein undankbarer Auftakt ist das.“

Wie verlief das Hinspiel? In der Hinrunde gelang der Straelener Mannschaft ein verdienter 6:1-Kantersieg. Aram Abdelkarim und Shun Terada trafen doppelt, Meguru Odagaki sowie Fatmir Ferati steuerten jeweils ein Tor bei. Defensiv war der SCV völlig überfordert, offensiv ging nur wenig. „Im Hinspiel war es tatsächlich eine recht deutliche Angelegenheit“, sagt Inka Grings.

Wie ist die personelle Situation beim SVS? Die Cheftrainerin kann beinahe aus dem Vollen schöpfen. „Alle sind fit, die Auswahl ist groß“, erklärt die zweifache Europameisterin. So ist es gar denkbar, dass mit Konstantin Möllering und Kai Hatano zwei Neuverpflichtungen ihr Debüt feiern. Über den Japaner Hatano sagt Grings: „Er hat sich sehr gut in unsere Mannschaft eingefügt. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man in einem fremden Land die Sprache nicht spricht.“

Passen muss an diesem Wochenende allerdings Tobias Peitz, der von Germania Ratingen gen Römerstraße gewechselt ist. Inka Grings zu Folge plage sich der 21-jährige Mittelfeldspieler mit Knieproblemen herum. Klar ist allerdings auch: Im Winter ist der Kader in der Breite und der Spitze verbessert worden. So herrscht extremer Konkurrenzkampf beim SVS. „Gerade im Offensivbereich geht es sehr heiß zu, da habe ich viele Optionen. Es wird für den ein oder anderen sicher schwierig, an seine Einsatzminuten zu kommen. Dennoch befürworte ich das. So merken manche auch, dass sie mehr machen müssen“, sagt Grings.

Wie fällt die Prognose aus? Der SV Straelen wird gegen Velbert gewinnen – und zwar deutlich. Auf dem Weg in die Regionalliga ist das Pflicht. Womöglich wird der Blick auf den Aufstellungsbogen spannender als die Partie selbst.