Leichtathletik: Noch mehr Starter in der Stadt

Leichtathletik: Noch mehr Starter in der Stadt

1164 Athleten sorgten für einen Teilnehmerrekord bei der 10. Auflage des Gelderner Citylaufs.

Zu einem Punkt während des Citylaufs in Geldern machte der Moderator Ferdi van Heukelum eine treffende Bemerkung. "Viele Leute glauben, der Volkslauf ist gerade dabei, auszusterben. Diese Leute liegen aber falsch", so van Heukelum. Untermauert wird seine Aussage nicht nur durch den Melderekord beim Sonsbecker Brunnenlauf zuletzt, sondern auch durch die vielen Teilnehmer beim 10. Gelderner Citylauf. So viele Leute wie nie waren bei der Jubiläumsausgabe der Laufveranstaltung dabei. Schon im Vorfeld war klar, dass bei 1064 Voranmeldungen ein neuer Rekord aufgestellt werden würde. Am Samstag kamen dann noch 100 Nachmelder dazu und übertrafen somit erneut die Erwartungen der Organisatoren. "Wir sind locker über 1100-Marke gekommen, das ist schon eine gute Hausnummer", freute sich der GSV-Abteilungsleiter Helmut van Weegen.

Freude am Streckenrand hatten die Zuschauer auch beim Walkinglauf, der in diesem Jahr zum ersten Mal im Programm war. Foto: Thomas Binn

Einen großen Teil dieser hohen Teilnehmerzahl machten auch in diesem Jahr wieder die Schüler aus. Über ein oder zwei Kilometer liefen die jungen Athleten über den Asphalt in Geldern. Start und Ziel befanden sich mitten im Stadtkern auf dem Marktplatz. Unter großem Jubel gaben die Sportler auf den letzten Metern noch einmal alles, um eine gute Zeit zu laufen. Zuvor waren schon die Bambini über 444 Meter gestartet. Dabei gab es für die Kleinen auch etwas zu gewinnen. Der Kindergarten und die Grundschule mit der prozentual zur Kinderzahl größten Gruppe erhielten einen Preis über 50 Euro.

Die Strecke über zwei Kilometer wurde nicht nur für Schüler angeboten, sondern ist auch Grundlage für einen Hobbylauf mit Teamwertung. Hier konnten die Gewinner aus dem vergangenen Jahr ihren Titel verteidigen, der Favorit von der Pokolm GmbH platzierte sich ganz vorne.

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Auch dieses Mal reisten Athleten wieder von weit her an. "Das macht so Straßenläufe auch aus, dass man über den Tellerrand hinausgucken kann", betonte van Weegen. Auch Niederländer sind stets vertreten. Zwar machen diese nur einen kleinen Teil der Läuferschaft aus, dafür sind sie meistens ganz vorne mit dabei. Sowie Evert Dirksen, der schnellste Mann über die fünf Kilometer. Schon nach dem ersten Kilometer hatte er einen kleinen Vorsprung auf seine Konkurrenten, diesen baute er den Rest des Rennens noch weiter aus und siegte in 16:47 Minuten. Hinter dem Mann vom VAV Veenendaal kamen Melchior van de Pol (AV Apeldoorn/NL) und Lahcen Otmani (GSV Geldern) ins Ziel. Bei den Frauen war Kathrin Willems (TuS Xanten) mit 20:22 Minuten nicht zu schlagen. Auf den Rängen zwei und drei landeten Marlien van Beek (langstraat) und Annika van Hüüt (LG Alpen). Bei den Walkern die zum ersten Mal auch über fünf Kilometer starteten, überquerte ein großer Teil geschlossen die Ziellinie.

Zum Schluss drehten die Läufer über zehn Kilometer ihre Runden. Patrick Stroben lief hier ein einsames Rennen an der Spitze und kam mit starken 36:10 Minuten ins Ziel. "Ich bin momentan noch in der Marathonvorbereitung, der Lauf heute war ein letzter Härtetest", sagte der Mann vom TuS Oedt. Diesen Härtetest hat Stroben bestanden, hinter ihm kam der Zweite erst eine gute Minute später ins Ziel. Das war Christoph Schulte-Werflinghoff vom Gastgeber Geldern, der erst im Endspurt den Weezer Uwe Jonkmanns schlug. Der Drittplatzierte dürfte aber allemal zufrieden sein, schließlich lief er in Geldern persönliche Bestzeit.

Die schnellste Frau war Nina Pellens mit 42:40 Minuten. "Ich bin auf jeden Fall zufrieden", freute sich die Läuferin des SV Straelen. Auch sie lag über das gesamte Rennen klar vorne, in der letzten Runde machte die Zweitplatzierte Erika Schoofs (TSV Weeze) aber noch mal einige Meter auf Pellens gut. Auf Rang drei landete Ulrike Zeitz vom Kevelaerer SV.

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