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Niederrheinpokal: SV Straelen verliert Pokalfinale gegen Wuppertaler SV

Fußball-Niederrheinpokal : SV Straelen verliert auch das dritte Pokalfinale

Der Regionalligist hat in der Arena des MSV Duisburg im Endspiel des Niederrheinpokals gegen den Wuppertaler SV mit 1:2 das Nachsehen. Die Mannschaft drängt dabei in der Schlussphase vergeblich auf den Ausgleich.

Der Fußball-Regionalligist SV Straelen ist zum dritten Mal im Finale des Niederrheinpokals gescheitert. Nach den Niederlagen 1998 (0:2 nach Verlängerung gegen RW Oberhausen) und 2002 (2:4 gegen RW Essen) hatte die Mannschaft von Trainer Benedict Weeks am Samstag in der Arena des MSV Duisburg gegen den Wuppertaler SV mit 1:2 (0:1) das Nachsehen. Der Traum vom Einzug in den DFB-Pokal und einer lukrativen Einnahme von wenigstens 150.000 Euro ist für den Klub damit geplatzt. In kämpferischer Hinsicht musste der SVS sich sicherlich keinen Vorwurf machen. Er versuchte bis zum Schluss alles, um den Ausgleich zu schaffen und eine Verlängerung zu erzwingen. Nach dem Abpfiff ließen sich einige Spieler enttäuscht auf den Rasen fallen, die meisten Akteure verschwanden schnell in den Katakomben.

Der Straelener Coach Benedict Weeks hatte bei der Aufstellung für eine Überraschung gesorgt. Timo Mehlich, der seit seiner Verpflichtung im Winter erst sieben Partien für den SVS bestritten hatte und dabei fünfmal eingewechselt worden war, spielte im defensiven Mittelfeld neben Jannis Kübler. Zudem agierte der SV Straelen bei der Defensivarbeit mit einer Fünferkette. Rechtsverteidiger Ole Päffgen rückte dann in die Abwehrmitte ein, während Kino Delorge, der ansonsten den offensiveren Part auf der rechten Seite spielte, Päffgens Position übernahm.

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In der Anfangsphase war beiden Mannschaften anzumerken, dass sie großen Respekt voreinander hatten. Sie waren beim Spielaufbau auf Sicherheit bedacht, um dem Gegner ja nicht durch Fehler die Chance zum Konter zu ermöglichen. Der Wuppertaler SV, den einige Fans außerhalb der Arena mit Sprechgesängen und Hupkonzerten unterstützten, hatte die erste Gelegenheit nach sechs Minuten. Kevin Hagemann hatte den Straelener Keeper Robin Udegbe bereits umspielt, sein Schuss aus spitzem Winkel wurde aber von Jannik Stevens abgeblockt. Der Wuppertaler SV verstärkte nach zehn Minuten zwar seine Offensivbemühungen, schaffte es aber nicht, die Straelener Defensivabteilung in größere Verlegenheit zu bringen.

Im Spiel nach vorne lief beim SV Straelen in einer intensiven und von vielen Zweikämpfen geprägten ersten Halbzeit ebenfalls lange Zeit nicht viel. Es fehlte zu oft die Präzision beim letzten Pass. Die erste gefährliche Aktion des Regionalligisten gab es erst in der 32. Minute, als Kaito Mizuta nach einem Doppelpass mit Cagatay Kader den Schuss aus acht Metern knapp verzog – das hätte die Führung sein müssen.

Der SV Straelen schien die Begegnung anschließend besser in den Griff zu bekommen. Doch ausgerechnet in der bis dahin besten Straelener Phase schlug der Wuppertaler SV zu. Semir Saric (38.) staubte nach einem von der SVS-Abwehr abgeblockten Schuss aus wenigen Metern zum 1:0 ab. Große Aufregung auf der Straelener Bank gab es vier Minuten später, als Stürmer Cagatay Kader nach einer Flanke von Ole Päffgen zu Fall gekommen war. Der SVS forderte einen Elfmeter, den Schiedsrichter Sven Waschitzki (Duisburg) aber nicht gab. Das Team ging nach einer ersten Halbzeit mit viel Kampf, aber wenigen Höhepunkten mit einem Rückstand in die Kabine.

Die Hoffnungen des SV Straelen, der Partie in Hälfte zwei schnell eine Wende geben zu können, erhielten sofort einen Dämpfer. Die Mannschaft war erstmals in der Partie etwas weiter aufgerückt – und wurde nach einem Ballverlust im Mittelfeld klassisch ausgekontert. Kevin Hagemann erzielte in der 47. Minute nach einem Traumpass von Marco Königs den zweiten Treffer des WSV. Benedict Weeks reagierte und verstärkte in der 56. Minute durch die Einwechslung von Malek Fakhro als zweitem Stürmer sowie Aram Abdelkarim die Offensive. Zugleich musste auch der verletzte Kapitän Ferry de Regt vom Platz.

Der SV Straelen hatte anschließend mehr vom Spiel. Kaito Mizuta (58.) hatte die erste Chance, seine Mannschaft schnell zurück ins Spiel zu bringen, was Cagatay Kader dann gelang. Der Stürmer erzielte in der 66. Minute mit einem sehenswerten Kopfball den Anschlusstreffer für den SVS, der anschließend dominierte, sich aber nur noch eine gute Gelegenheit durch Kaito Mizuta erspielte. Am Ende schickte Benedict Weeks auch den langen Abwehrchef Adli Lachheb noch mit in die Offensive. Kevin Weggen verfehlte in der Nachspielzeit mit einem Freistoß noch knapp das Tor – es reichte nicht mehr zum Ausgleich.

„Es ist bitter, dass wir kurz nach der Halbzeit direkt einen Konter zum 0:2 hinnehmen mussten“, sagte Weeks nach dem Abpfiff: „Nach dem Anschlusstreffer hatten wir Hoffnung, es war auch noch genügend Zeit auf der Uhr. Wir haben es aber nicht verstanden, uns klare Chancen zu erarbeiten. Und wenn wir Möglichkeiten hatten, ging der Ball drüber oder vorbei. Wir alle sind selbstverständlich enttäuscht.“