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Niederrheinligisten haben mit dem Abstiegskampf nichts mehr zu tun

Fußball : Sorgenfrei aus der langen Winterpause

Der SV Walbeck und Viktoria Winnekendonk liegen im Soll und gehen zuversichtlich an die nächsten Aufgaben heran.

Im Gegensatz zu den Männern hatten die Frauen in der Fußball-Niederrheinliga eine echte Winterpause. Diese dauerte fast drei Monate und endet am kommenden Sonntag mit dem Start ins neue Spieljahr. Die lange Zeit haben die Spielerinnen des SV Walbeck und von Viktoria Winnekendonk genutzt, um sich entsprechend zu regenerieren und für die kommenden Aufgaben neu aufzustellen. Gleich das erste Spiel im neuen Jahr ist für den SV Walbeck eine Herausforderung, hat man doch Tabellenführer MSV Duisburg II zu Gast am Bergsteg. Für die Winnekendonkerinnen führt die Reise zu Eintracht Solingen.

SV Walbeck – MSV Duisburg II (So., 11 Uhr). In der laufenden Saison steht in Dieter Blomm ein neuer Trainer an der Walbecker Seitenlinie. Jahrelang war die Elf vom Bergsteg vom Erfolg verwöhnt und gehörte zu den Spitzenteams der Niederrheinliga – aktuell muss der neue Mann den Umbruch gestalten. Ein Prozess, der nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen ist. Bewährte Stammkräfte stehen nicht mehr zur Verfügung, junge Spielerinnen müssen ins Team integriert werden.

„Ich bin mit der Hinrunde ingesamt zufrieden, auch wenn ich mir ein paar Punkte mehr gewünscht hätte. Aber wir sind im Soll und auf einem guten Weg“, sagt Blomm. Bei sieben Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz können die Walbeckerinnen relativ gelassen an die kommenden Aufgaben herangehen. Mit der Vorbereitung auf die Rückrunde ist Dieter Blomm zufrieden. Da auf der Anlage am Bergsteg fleißig gearbeitet wird, durfte seine Mannschaft gelegentlich bei den Nachbarvereinen SV Lüllingen und VfL Pont trainieren. „Und wir haben einige Vorbereitungsspiele mit durchweg guten Ergebnissen bestritten.“

Das ist hoffentlich ein gutes Omen für den Start am Sonntag, wenn die Zweitvertretung vom MSV Duisburg als Tabellenführer ihre Visitenkarte abgibt. Ein wenig können die Walbeckerinnen auf ihre Heimstärke hoffen. In der Hinserie durfte nur die SGS Essen III den Bergsteg als Sieger verlassen. Im Hinspiel zeigten die Spargeldörflerinnen trotz der 0:2-Niederlage eine gute Leistung gegen die Zebras. „Spielstarke Mannschaften liegen uns eigentlich ganz gut. Gegen Duisburg wollen wir aus einer sicheren Abwehr heraus einige Nadelstiche nach vorne setzen. Wir werden uns nicht verstecken“, kündigt Blomm an. Personell sieht’s recht gut aus, die Verletztenliste hat sich in der Winterpause gelichtet. Nur Louisa Pastoors und Nadine Schmidt sind angeschlagen. Nadine Schmidt hat sich in einem Vorbereitungsspiel den Fuß gebrochen.

Eintracht Solingen – Viktoria Winnekendonk (So., 13 Uhr). Mit einer ungewöhnlichen Bilanz ist der Aufsteiger aus Winnekendonk ins Abenteuer Niederrheinliga gestartet. Mit sieben Siegen und einem Remis ist das Team die stärkste Heimelf, auswärts allerdings holte die Mannschaft von Trainer Uli Berns nicht einen einzigen Zähler. „Es ist an der Zeit, dass wir uns in der Fremde steigern“, sagt der Viktoria-Coach. Als Tabellenfünfter ist der Neuling praktisch schon aller Abstiegssorgen ledig. Herzstück der Mannschaft ist die starke Offensive mit 45 Toren in 13 Spielen, nur Tabellenführer MSV Duisburg II war da erfolgreicher. Gleich drei Spielerinnen sind unter den Top-Ten-Schützinnen, Samira Berns führt mit 15 Toren die Liste an, Paulina Heilen und Vivian Tepaß trafen jeweils neunmal.

Mit der Vorbereitung ist Trainer Berns im Großen und Ganzen zufrieden. „Wir hatten zwar nicht so starke Gegner in den Vorbereitungsspielen, aber Trainingsbeteiligung und Motivation sind nach wie vor hoch.“ Sein Team erhält jetzt erstmal reichlich Gelegenheit, die maue Auswärtsbilanz aufzupolieren. Fünf Spiele in Folge geht es im neuen Jahr auf Reisen. „Ich gehe mal davon aus, dass wir da die ersten Punkte auf des Gegners Platz holen“, ist Berns zuversichtlich. Ob das schon am Sonntag in Solingen gelingt, bleibt abzuwarten. Im Hinspiel sprang ein 3:1 heraus, aber das war halt auf eigenem Terrain. Personell hat die Viktoria alles an Bord. In Jule Bousart kam in der Winterpause noch eine Spielerin vom Kevelaerer SV, die sich in der Vorbereitung schon gut integriert hat.