Niederrheinliga: SV Walbeck und Viktoria Winnekendonk starten mit Niederlagen

Frauen-Niederrheinliga : Walbeck und Wido starten mit Niederlagen

In der Frauen-Niederrheinliga spielten die zwei Gelderländer Teams gegen jeweils starke Gegner zwar ordentlich. Nach 90 Minuten standen aber sowohl Walbeck als auch Winnekendonk ohne Punkte da.

Jeweils mit einer Niederlage starteten die beiden Niederrheinligisten SV Walbeck und Neuling Viktoria Winnekendonk in die neue Saison. Beide Teams hatten zum Auftakt starke Gegner, gegen die man spielerisch gut mithielt. Vor allem Aufsteiger Winnekendonk schrammte nur knapp an einer Überraschung bei den hoch gehandelten Frauen vom VfR Warbeyen vorbei.

SV Walbeck – SGS Essen III 0:4 (0:0) Wenn ein Ergebnis nicht zum Spielverlauf passt, dann kann diese Begegnung dafür als Musterbeispiel angeführt werden. Was beide Teams vor guter Kulisse am Walbecker Bergsteg boten, war Frauenfußball auf ganz hohem Niveau. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatten die Walbeckerinnen die klareren Chancen auf ihrer Seite. In der 13.Minute schoss Lena Jansen freistehend aus spitzem Winkel den Ball knapp am Tor vorbei. Louisa Pastoors scheiterte bei einem Alleingang an Essens Torhüterin, schoss dann den zweiten Ball übers Tor. Die Gäste spielten nach wie vor stark, doch die Heimelf hatte vor allem in der Schlussphase der ersten Hälfte in einigen Szenen den Führungstreffer auf dem Fuß.

Kurz nach der Pause war Walbeck nach einem Essener Alleingang im Glück. Die Partie wurde offener, entwickelte sich aber nach und nach zu Gunsten der SGS, die vor allem bei Kontern gefährlich waren. Doch war bei Walbecks Torhüterin Viola Koblenz meist Endstation. Die Walbecker Angriffe waren nicht mehr so zwingend. Bis fünf Minuten vor Spielschluss hielt die Heimelf dem Druck stand, einen Konter über rechts schlossen die Essenerinnen mit dem Führungstor ab. Dann ging alles ganz schnell, Walbeck machte hinten auf, Essen nutzte die Räume, traf noch dreimal. Das 4:0 fiel nach einem direkt verwandelten Freistoß in der letzen Minute. Trotz der am Ende noch deutlichen Niederlage, die sicher um zwei Tore zu hoch ausfiel, sah Trainer Dieter Blomm auch Positives: „Hätten wir in der ersten Hälfte ein Tor vorgelegt, wäre es sicher enger geworden. Es war lange ein Null-null-Spiel, am Ende ließen aber doch die Kräfte etwas nach.“

SV Walbeck: Koblenz – Patyk, Finger, Pastoors (82. Peschges), Jansen (62. Haan), Grusa, Aengenvoort, Schmidt, Juntermanns, Cox, Drewes (45. Hegger)

VfR Warbeyen – Viktoria Winnekendonk 4:3 (0:1) Fast hätte es zum Einstand in die Niederrheinliga einen echten Paukenschlag gegeben. Dem Niederrheinliga-Debütanten aus Winnekendonk wurde beim Kreisderby in Warbeyen allenfalls eine Außenseiterchance zugesprochen, doch führte die Mannschaft durch ein Tor von Samira Berns zur Pause mit 1:0 (45.). „Wir waren spielerisch und läuferisch mehr als gleichwertig und hatten mehr Abschlüsse, auch wenn wir Glück bei einem Lattenschuss hatten“, kommentierte Trainer Uli Berns die ersten 45 Minuten.

Nach einer mehr als strittigen Elfmeterentscheidung glich der Gastgeber nach der Pause glücklich aus (56.). Dansiha Bruins traf nach dem Elfer auch zum 2:1 für Warbeyen. Doch die Viktoria, die nie aufgab, blieb dran. In der 71. Minute erzielte Vivian Tepaß den Ausgleich. Erneut schoss Bruins die Gastgeberinnen in der 80. Minute in Führung, ehe Shirin Timmermann auf 4:2 (90.) erhöhte. Das Elfmetertor von Vivian Tepaß in der Nachspielzeit zum 4:3-Endstand war nur noch Ergebniskosmetik. Trotz der Niederlage hinterließ die Viktoria, die am Ende doch ihrem hohen läuferischen Einsatz Tribut zollen musste, bei den vielen mitgereisten Fans einen starken Eindruck. „Ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf gerecht geworden. Ich bin aber positiv überrascht, dieses Spiel macht Hoffnungen für die kommenden Spiele“, sagte Wido-Trainer Uli Berns.

Winnekendonk: Waerder – Thyssen, Derricks, Böhm (90. Weyers), Tepaß, Selina Berns (83. Greshake), Luyven, Jansen (73. Merz), Rankers, Samira Berns, Heilen.

Tore: 0:1 Samira Berns (45+4), 2:2 Tepaß (71.), 4:3 (90+2) Tepass.

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