Fußball: Neustart: SV Sevelen rückt eng zusammen

Fußball : Neustart: SV Sevelen rückt eng zusammen

Fußball-Bezirksliga: Am Koetherdyck haben sich Spieler, Trainer und Vorstand ausgesprochen. Jetzt soll der erste Heimsieg her.

Ausgeglichenheit ist das Markenzeichen der Fußball-Bezirksliga. Das jüngste Beispiel lieferte das 2:2-Unentschieden des Viertletzten FC Aldekerk beim Tabellenzweiten GSV Geldern, das alles andere als glücklich für den Gast war. Bereits heute Abend steht am Walbecker Bergsteg das Derby gegen die Sportfreunde aus Broekhuysen im Fokus.

SV Walbeck - Sportfreunde Broekhuysen (heute, 19.30 Uhr). Heute Abend zieht der heilige St. Martin durch das Spargeldorf. Die Fußballer werden dem Mann des Teilens nicht unbedingt nacheifern. Die Gäste werden kaum den Nothelfer für den Vorletzten SV Walbeck spielen. Für die abstiegsbedrohten Walbecker wäre eine Punkteteilung fast schon zu wenig. Auch die Sportfreunde möchten nach Möglichkeit den Platz als Sieger verlassen, um sich vor der Winterpause noch deutlicher von der Abstiegszone abzusetzen. Am vergangenen Sonntag gingen beide Mannschaften leer aus, waren aber mit den gezeigten Leistungen jeweils nicht unzufrieden. Beim Spiel unter Flutlicht und auf Asche werden sicherlich die kämpferischen Momente überwiegen. Beim SV Walbeck ist die Stimmung trotz der misslichen Lage noch gut. "Wir wollen wieder unbequem sein, eine Leistung wie in Goch bieten und hoffentlich auch mal wieder erfolgreich sein", kündigt Trainer Jörg Hegmans an. "In Walbeck auf der Asche sind andere Tugenden gefragt. Es wird auf alle Fälle eine schwierige Aufgabe", sagt Broekhuysens Spielertrainer Sebastian Clarke.

FC Aldekerk - Hülser SV (So., 15.30 Uhr). Mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen haben sich die Aldekerker ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft. Vor allem in der zweiten Hälfte zeigte der FC im Gelderlandstadion ein Spiel, das Hoffnung macht. "Die letzten Spiele haben uns auf jeden Fall Auftrieb gegeben. Wir müssen gegen Hüls versuchen, über 90 Minuten unsere Stärken auszuspielen", meint Aldekerks Trainer Marc Kerjes. Die Hülser, die sich am vergangenen Sonntag mit 5:2 gegen Schlusslicht MSV Moers durchsetzten, dürften keine zu große Hürde für die Heimelf sein.

SGE Bedburg-Hau - GSV Geldern (So., 15 Uhr). Am vergangenen Sonntag behauptete sich der Gastgeber etwas glücklich mit 1:0 gegen den TSV Wachtendonk-Wankum. Mit einem weiteren Dreier kann sich die Mannschaft eventuell sogar auf den zweiten Platz verbessern, da der GSV Geldern parallel gegen Aldekerk zwei Punkte einbüßte. "Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit", sagt GSV-Trainer Peter Streutgens, der mit seiner Mannschaft eine Woche später in Wachtendonk ran muss. Doch zunächst steht das Spiel in Bedburg im Fokus, wo sich die Gelderner keine Blöße geben dürfen. "Es muss alles passen, wenn wir in Bedburg dreifach punkten wollen."

SV Sevelen - FC Moers-Meerfeld (So., 14.30 Uhr). Trainer Thorsten Fronhoffs ist derzeit nicht zu beneiden um seinen Job als Sevelener Übungsleiter. Vorläufiger Höhepunkt der Negativserie war die 1:6- beim GSV Moers, als das Auftreten seines Teams fast an Arbeitsverweigerung grenzte. In dieser Woche gab es viele Gespräche zwischen Spielern, Vorstand und Trainer - ab sofort will man zusammenrücken und neu durchstarten. Moers-Meerfeld heißt der Gegner, gegen den endlich der erste Heimsieg unter Dach und Fach gebracht werden soll. "Meerfeld ist sicher ein starker Gegner. Ich hoffe aber, dass die Mannschaft eine Reaktion zeigt. Ich glaube an meine Jungs", zeigt sich Thorsten Fronhoffs optimistisch.

SV Budberg - DJK Twisteden (So., 15 Uhr). Als Aufsteiger spielt die DJK Twisteden bislang eine ausgezeichnete Rolle. "Wir sind bislang mit dem Saisonverlauf zufrieden, wollen aber noch einige Punkte sammeln, um dann beruhigt in die Winterpause gehen zu können", sagt DJK-Coach Andreas Holla. Nach der Nullnummer gegen die Reserve des 1. FC Kleve dürfte sicher auch in Budberg etwas zu holen sein.

TSV Wachtendonk-Wankum - 1. FC Kleve II (So., 14.30 Uhr). Die ersten Erkenntnisse hat Wachtendonks neuer Sportchef Stephan Houben nach der ersten Trainingswoche gewonnen: "Ich werde sicher das eine oder andere taktisch ändern, bin aber noch in der Findungsphase." Die nächsten Einsichten sollte das Duell mit den Rot-Blauen aus Kleve liefern. Nach der etwas unglücklichen Niederlage in Bedburg möchte der TSV sofort zurück in die Erfolgsspur. Im Siegfall ist der Sprung auf Platz zwei möglich, falls der GSV Geldern nicht in Bedburg gewinnt. Stephan Houben warnt allerdings: "In dieser Liga gibt's keine leichten Gegner, jeder kann jeden schlagen."

(ksch)
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