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Nachwuchs des Schwimm-Clubs Delphin Geldern gewinnt Landesmeisterschaft

Schwimmen : Der große Triumph der kleinen Delphine

Sechs Schwimmerinnen und Schwimmer haben in Wuppertal für einen der größten Erfolge in der Geschichte des SC Delphin Geldern gesorgt. Die Mannschaft des Trainer-Duos Jörg Löcker und Anne Klaessen ist Landesmeister.

„Deutscher Mannschaftswettbewerb Schwimmen der Jugend“ (DMSJ). Hinter diesem Wettkampf mit der Bandwurm-Bezeichnung verbirgt sich einer der größten Erfolge in der Geschichte des Schwimm-Clubs Delphin Geldern. Die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit des Vereins hat sich einmal mehr bezahlt gemacht. Die besten Schwimmer der Jahrgänge 2012 und 2013 im Land Nordrhein-Westfalen kommen aus Geldern. Die Mannschaft der Altersklasse Jugend E des SC Delphin hat am Wochenende in der Wuppertaler Schwimmoper die Landesmeisterschaft gewonnen.

Bei diesen Titelkämpfen ist neben der Schnelligkeit auch die Vielseitigkeit der jungen Schwimmerinnen und Schwimmer gefragt. Auf dem Programm standen fünf Staffelwettbewerbe: Jeweils 4 mal 50 Meter Freistil, Brust, Rücken und Lagen sowie eine 4 mal 25 Meter Delphin-Staffel. In der Addition aller Zeiten hatte der Nachwuchs des SC Delphin klar die Nase vorn. Nach den fünf Wettbewerben belief sich die Gelderner Gesamtzeit auf exakt 12:28,69 Minuten – mit satten 25 Sekunden Rückstand folgte die SG Essen in der Mannschaftswertung auf Platz zwei.

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So ganz überraschend kommt der große Triumph allerdings nicht. Denn bereits in den Wettkämpfen auf Bezirksebene hatte sich abgezeichnet, dass die Gelderner Auswahl zum engsten Favoritenkreis gehört. Schon im Vorfeld hatte der SC Delphin die mit Abstand schnellste Gesamtzeit erzielt – angesichts der großen Startgemeinschaften aus Essen, Dortmund, Neuss, Münster, Gladbeck/Recklinghausen und Bayer Uerdingen/Dormagen/Wuppertal eine riesige Überraschung. Auf Bezirksebene hatte der Gelderner Vorsprung auf die SG Essen „nur“ 17 Sekunden betragen. Im Finale, für das sich insgesamt 16 Mannschaften qualifiziert hatten, wuchsen die jungen Schützlinge des Trainer-Duos Anne Klaessen und Jörg Löcker dann noch einmal über sich hinaus. Das Gelderner Team besteht aus einer tollen Mischung von „Alleskönnern“ wie Amelie Nzounpe (Jahrgang 2013), Emma Klaessen (2012) und Charlotte Frohwerk (2012), der starken Brustschwimmerin Melina Reis (2012), dem sehr guten Delphin- und Kraulschwimmer Nils Bauten (2012) sowie dem erfolgreichen Brust- und Rückenschwimmer Niklas Wilk (2012).

In dieser Besetzung brachte der SC Delphin Geldern das Kunststück fertig, in allen fünf Staffeln die Nase vorn zu haben. Selbst in der Rückenstaffel, die intern als kleiner Schwachpunkt gilt, gelang dem Team eine deutliche Verbesserung um zehn Sekunden. In der Delphinstaffel staunten die Zuschauer über die technischen Qualitäten der Gelderner Starter.

„Die Kinder haben sich wochenlang im Training ganz gezielt auf diese Meisterschaft vorbereitet. Im Wettkampf haben sie dann alles perfekt umgesetzt. Das ist in dem Alter keineswegs selbstverständlich“, sagte Löcker. Auch die Offiziellen vom Landesverband zeigten sich von den gelungenen Auftritten der Gelderner Talente in der Schwimmoper schwer beeindruckt. So zählte Landestrainer Jürgen Verhölsdonk, der als gebürtiger Klever eine freundschaftliche Beziehung zum Verein aus der Nachbarstadt pflegt, zu den ersten Gratulanten.

Jörg Löcker ist fest davon überzeugt, dass die frisch gebackenen Landesmeister dem Verein in Zukunft noch viel Freude bereiten werden. „Die Kinder, die jetzt in Wuppertal erfolgreich waren, haben noch große Entwicklungssprünge vor sich“, sagte er. 

Für den Gelderner Trainer hat sich übrigens mit dem Gewinn der Landesmeisterschaft ein Kreis geschlossen. Es ist mittlerweile exakt 48 Jahre her, dass Jörg Löcker mit der damaligen Schulmannschaft des Gelderner Friedrich-Spee-Gymnasiums in Wuppertal die NRW-Meisterschaft der Schulen gewann und sich für das Finale „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin qualifizierte. Auch damals glich der Erfolg des Gymnasiums vom Land gegen die Konkurrenz aus den Großstädten einer Sensation. Löcker: „Daran musste ich natürlich sofort denken, als unsere Mannschaft auf dem Siegertreppchen stand.“