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Nachwuchs des SC Delphin Geldern beendet lange Wettkampf-Pause

Schwimmsport : Gelderner „Flipper“ sammeln wieder Medaillen

Nachwuchs des Schwimm-Clubs „Delphin“ Geldern ging in Bochum an den Start. Die achtjährige Amelie Nzounpe stellt einen NRW-Jahrgangsrekord über 100 Meter Brust auf.

In guter Gesellschaft befand sich der SC Delphin Geldern bei der „Bochum Challenge“, zu der auch die ganz großen Vereine aus Nordrhein-Westfalen ihre Schwimmer gemeldet hatten. „Für uns sollte die Veranstaltung nach fast einjähriger Wettkampfpause eher als Standortbestimmung dienen“, sagte Trainer Jörg Löcker. „Deshalb sind wir zusätzlich mit dem nahezu kompletten Nachwuchsteam der Jahrgänge 2011 bis 2013 an den Start gegangen.“

Dass die Delphine während der Corona-Pause das Schwimmen nicht verlernt haben, stellten sie im Bochumer Freibad Wiesenthal eindrucksvoll unter Beweis und traten mit 33 Medaillen die Heimreise an. Besonders erfolgreich waren die kleinen „Flipper“ aus dem Nachwuchsteam. Allen voran Amelie Nzounpe (Jahrgang 2013), die in fünf unterschiedlichen Disziplinen auf dem Startblock stand und in allen Rennen als Erste anschlug. Über 100 Meter Brust stellte sie in 1:50,48 Minuten einen Jahrgangsrekord auf – eine Zeit, die zuvor noch keine Achtjährige in NRW geschafft hatte.

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Emma Klaessen (Jahrgang 2012) gewann die 200 Meter Lagen und 50 Meter Freistil. Außerdem belegte sie einen zweiten Platz und verbuchte zwei dritte Ränge. Resi Lentz, Melina Reis und Charlotte Frohwerk komplettierten die Medaillensammlung der Gelderner Schwimmerinnen. Erfolgreichster Starter bei den Jungs war Johannes Paes, der bei allen vier Starts jeweils Bronze holte. Einen weiteren Erfolg steuerte Nils Bauten über die 50 Meter Delphin bei.

Unzufrieden mit ihren Leistungen war Caroline Stark, die unter „normalen Voraussetzungen“ ihren Jahrgang 2011 dominiert. „Die großen Vereine konnten während der Corona-Zeit komplett durchtrainieren, während in Geldern kein Schwimmtraining stattfinden durfte. Diese neunmonatige Pause kann man unmöglich in acht Wochen aufholen“, erklärte Löcker. Für Aufsehen sorgte auch die zwölfjähre Elisabeth Medritzki, die sich für das „große Finale“ qualifizierte, an dem die Schnellsten aller Jahrgänge teilnahmen. Im Endkampf steigerte sie ihre Bestzeit über 50 Meter Delphin auf 35,06 Sekunden.

Bei den älteren Jahrgängen ragten Lina Jonkmans, Tobias Windisch und Felix Specker heraus. Lina erreichte die Endrunde über 50 Meter Delphin und 50 Meter Freistil. Beide Finals fanden innerhalb von nur fünf Minuten statt – unter dem Strich sprangen die Plätze vier und sieben heraus. Tobias Windisch überzeugte über 50 und 200 Meter Brust. „Wäre er in dieser Form auf einer Kurzbahn geschwommen, hätten die 30 Jahre alten Gelderlandrekorde mächtig gewackelt“, meinte Löcker.

Felix Specker holte Silber über 200 Meter Lagen und schwamm die 50 Meter Delphin in 32,06 Sekunden. Einige Leistungsträger wie Philipp und Robert Rübesam, Benjamin Bauten oder Mathis Teneyken waren nicht am Start. Das Fazit von Jörg Löcker: „Der junge Jahrgang hat hervorragende Leistungen gezeigt. Unsere Aufgabe ist es nun, diese Talente an die etablierten Schwimmer heranzuführen.“