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Handball: Nach 40 Minuten gerät Sand ins Getriebe des ATV-Spiels

Handball : Nach 40 Minuten gerät Sand ins Getriebe des ATV-Spiels

Handball-Oberliga Männer: TV Aldekerk – TV Vorst 33:30 (19:10). Bevor der erste Ball gespielt worden war, machte eine so nicht erwartete Nachricht die Runde in der Vogteihalle. Diese besagte, dass Christopher Liedtke nach dieser Saison beim TV Aldekerk nach drei Jahren Oberliga aufhören würde.

Handball-Oberliga Männer: TV Aldekerk — TV Vorst 33:30 (19:10). Bevor der erste Ball gespielt worden war, machte eine so nicht erwartete Nachricht die Runde in der Vogteihalle. Diese besagte, dass Christopher Liedtke nach dieser Saison beim TV Aldekerk nach drei Jahren Oberliga aufhören würde.

Die Bestätigung folgte: Aus familiären und beruflichen Gründen wird der exzellente Mittelmann zu seinem Heimatverein TV Lobberich zurückkehren und dort wieder mit seinen Brüdern in der Verbandsliga-Mannschaft auflaufen. "Das ist eine Entscheidung für sein persönliches Umfeld und keine gegen den ATV", kommentierte Achim Schürmann die Personalie. Der ATV-Coach wird im Übrigen gemeinsam mit seinem Assistenten Jens Schnaithmann in Aldekerk weitermachen. Zu dem zukünftigen Kader wollte Schürmann nur so viel sagen: "Elf Leute stehen, viele junge, einige erfahrene. Drei Positionen sind noch vakant." Nicht mehr dazugehören wird Karsten Wefers, der ein Jahr in Schweden verbringt und während dieser Zeit bei LIF Lindesberg spielt. Wie weiter zu erfahren war, werden zwei weitere langjährige und namentlich noch nicht bestätigte Stammkräfte den ATV-Oberligisten verlassen.

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Diskussionsstoff genug für einen Samstagabend. Das handballerische Beiwerk lieferte dann für gut und gerne 40 Minuten die Aldekerker Mannschaft mit ihrem erneut sehr schön anzusehenden Tempo-Handball. Zu Gast war der TV Vorst, der den Aldekerkern im Hinspiel das Leben schwer gemacht hatte. Diesmal jedoch schien für ein solches Unterfangen der ATV nach seinem Zwischenhoch in den vergangenen Wochen eine Nummer zu groß zu sein.

Aldekerk musste krankheitsbedingt auf Christoph Kleinelützum verzichten, Fabian Küsters fehlte ebenfalls, und Fabian Schneider hielt sich nur für den Notfall bereit. Dazu hatte eine Reihe Aldekerker Spieler vorher in der Zweiten ausgeholfen. All das waren für die Heimsieben aber keine Gründe, um nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Nach kurzer Zeit war die Vorster Gegenwehr gebrochen, schnurrte das Aldekerker Spiel auf hohem Niveau bis zur 40. Minute, in der der ATV mit 25:13 vorne lag. Auf der Tribüne meinte ein Zuschauer: "Die tun mir leid." Gemeint waren die Gäste, die bis dahin keine Möglichkeit fanden, den Spielfluss des ATV zu unterbinden.

Dann allerdings gelang es ihnen doch noch. Sie deckten offensiver, zudem vertraute Schürmann einer Formation, in der ein Großteil der eingesetzten Spieler vorher schon bei der Zweiten auf der Platte stand und die zu sehr auf Einzelaktionen fokussiert war. "Das darf eigentlich nicht passieren. Aber wenn nicht bei einer so klaren Führung, wann kann ein Trainer sonst etwas ausprobieren", sagt Schürmann. So musste der ATV schließlich den zweiten Durchgang mit 14:20 an die Gäste abgeben und ging am Ende nur noch mit einem 33:30-Sieg aus der Partie.

ATV: Thommessen, Frank — Greven (6), Nacken (6), Pietralla (5), Mumme (5/3), Liedtke (4), Culm (3), Kempmann, Rampyapedi (1), Wefers (1), Jentjens, Schneider (n.e.)

(poe)