"Moderne Sportstätte": Fast sechs Millionen Euro für den Kreis Kleve

Sportpolitik : Fast sechs Millionen Euro für Sportvereine im Kreis Kleve

  Viele Sportvereine in Nordrhein-Westfalen dürfen sich über einen warmen Geldregen freuen. Die Landesregierung hat unlängst ein Förderprogramm mit dem klangvollen Titel „Moderne Sportstätte 2022“ auf die Beine gestellt.

Im Topf befinden sich satte 267 Millionen Euro, von denen exakt 5.702.470 Millionen Euro in den Kreis Kleve fließen. Die Initiative ist bei der Zielgruppe – sprich bei den unzähligen Sportlerinnen und Sportlern im Land – auf großen Anklang gestoßen. Weil das Geld erstmals ohne größere Umwege bei den Vereinen vor Ort landet, die am besten wissen, wo der Schuh drückt und Investitionsbedarf besteht. „Das Geld geht also direkt an die Geförderten. Das ist eine glückliche Situation, die wir so noch nie gehabt haben“, sagt Lutz Stermann, Vorsitzender des Kreissportbundes. Er steht den Vereinen im Kreisgebiet nicht nur mit Rat und Tat, sondern gegebenenfalls auch als Vermittler zur Seite. Denn klar ist: Selbstverständlich wollen viele Vereine ein Stück vom Kuchen abhaben und haben zum Teil auch schon entsprechende Anträge gestellt. Jetzt geht’s um die gerechte Verteilung. Und da kommen die jeweiligen Stadt- und Gemeindesportverbände sowie der Kreissportbund als Dachorganisation ins Spiel.

Das primäre Ziel, das die Landesregierung mit der Finanzspritze verfolgt, liegt auf der Hand. Die oftmals maroden Sportstätten in NRW sollen wieder auf Vordermann gebracht werden – zumindest etwas. Und da gibt’s eine klare Prioritätenliste. „Selbstverständlich werden in erster Linie Anträge bewilligt, wo wirklich dringend Bedarf steht. Wo also beispielsweise in einem Vereinsheim oder einer kleinen Halle das Wasser schon durch die Decke tropft. Oder wo die Heizungen nicht mehr richtig funktionieren und ausgetauscht werden müssen. Wir helfen den Vereinen gerne bei der entsprechenden Antragstellung“, erklärt Stermann.

Ganz wichtig: Das Geld ist nur für Sportvereine bestimmt, die Eigentümer einer Sportstätte sind oder einen langfristigen Miet- oder Pachtvertrag abgeschlossen haben. Das Ganze ist außerdem als „Hilfe zur Selbsthilfe“ gedacht. Das Investionsvolumen muss mindestens 10.000 Euro betragen – 50 bis 90 Prozent der jeweiligen Summe werden vom Förderprogramm bei entsprechender Bewilligung abgedeckt.

Lutz Stermann freut sich ganz besonders darüber, dass diesmal auch viele kleine Sportvereine profitieren, die ansonsten eher im Schatten stehen, wenn’s um öffentliche Zuschüsse geht. „Ich denke da beispielsweise an den kleinen Angelsportverein, der dringend einmal seinen Steg reparieren muss“, erklärt der KSB-Vorsitzende.

KSB-Chef Lutz Stermann hilft bei der Antragstellung. Foto: Markus van Offern

Entsprechende Anträge können zwar bis 2022 gestellt werden. Lutz Stermann empfiehlt seiner Klientel vor der Haustür dennoch, möglichst schnell die Hausaufgaben zu machen. Der simple Grund: „Irgendwann ist das Geld aufgebraucht, das uns im Kreis zur Verfügung steht.“

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