Leichtathletik : Mit tierischem Gebrüll

Im Straelener Schulzentrum wurden die Bewegungsabläufe beim Werfen, Springen und Laufen in spielerischer Form eingeübt. Veranstaltet wurde das Sportfest durch den SV Straelen und TSV Nieukerk.

Die alten Weisheiten, dass man schnelles Sprinten durch viel schnelles Rennen lernt und weites Werfen durch viel Schmeißen, gehören seit vielen Jahren schon zum sportlichen Sondermüll. Um Lichtjahre hinter der aktuellen Trainingslehre zurück. Koordination ist das Zauberwort, das Jürgen Klinsmann, als er die ersten Kapitel des späteren Sommermärchens schrieb, den Fußballern nahebrachte, während es bei den Leichtathleten schon seit Jahrzehnten funktionierte. Beim Hallensportfest in Straelen steht dieses Zauberwort schon lange obenan, mit vielen Übungen, in denen die jungen Teilnehmer zeigen können, was sie im Wintertraining hinzugewonnen haben.

Viel Vorarbeit durch Heinz Peters vom SV Straelen und Irmgard Dicks vom TSV Nieukerk war zu leisten, ehe Hedi Römmen aus Nieukerk die mehr als 120 Jungen und Mädchen zur einleitenden Gymnastik um sich versammeln konnte. Neben den ausrichtenden Vereinen Straelen und Nieukerk waren die jüngsten Leichtathleten des SV Sonsbeck, der DJK St. Tönis, des LAZ Wachtendonk und des GSV Geldern am Start. Sie gingen jedoch nicht wie gewohnt für ihren Verein ins Rennen, sondern starteten bunt gemischt als Büffel, Delfine, Schildkröten, Schlangen, Wölfe und andere Tiere mit dem entsprechenden Emblem auf der Brust. Jüngste am Start waren die fünf- und sechsjährigen Entchen, die gleich am Anfang den schwierigen Speed Bounce bewältigen mussten, den Seitwärtssprung über ein Hindernis. Weitere Aufgaben waren der Linienlauf, der Wurf mit dem Gummispeer, der Vollball-Einwurf, der Hürdenlauf, der Teppichfliesen-Lauf, der Hütchen-Abwurf und der Zonen-Weitsprung.

Zum Abschluss stand für alle Kinder die große Staffel an, die mit einigen Hindernissen gespickt war und dennoch einen zügigen Lauf möglich machte. Hier dröhnte die Anfeuerung der Mannschaftskameraden und der vielen Zuschauer durch die Halle, ehe die Siegerehrung dann wieder alle Kinder unter einem Hut vereinte.

(RP)