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Maurice van Donk will beim TC Grün-Weiß Geldern für Kontinuität sorgen​

Tennis : Maurice van Donk will beim TC Grün-Weiß Geldern für Kontinuität sorgen

Der Niederländer ist seit einigen Monaten Trainer des Klubs. Sein Hauptaugenmerk liegt auf dem Spaß am Spiel und den technischen Fähigkeiten. Für die Sportart hat er das Golfen hinter sich gelassen.

Der Tennisclub Grün-Weiß Geldern hat in den vergangenen Jahren zu viele Trainerwechsel erlebt, findet Maurice van de Donk. Tennisschulen kamen und gingen, von Kontinuität keine Spur. „Viele Änderungen tun einem Verein auf Dauer nicht gut. Daher will ich gerne bis zur Rente bleiben, mindestens zehn Jahre. Da haben der Verein und ich den gleichen Wunsch“, sagt der Niederländer, der seit dem Herbst 2021 das Training beim 1950 gegründeten Tennisverein leitet – und Großes vorhat. Reichlich Erfahrung als Coach bringt der 57-Jährige auf jeden Fall mit.

Zuletzt betreute der Tennislehrer drei Jahre lang den Nachwuchs des TC Blau-Weiß-Gold Straelen. Zudem war Maurice van de Donk jahrzehntelang auf den Golfplätzen des Nachbarlandes unterwegs. Doch den Golfcourts hat er mittlerweile den Rücken gekehrt. „Ich habe für das Engagement in Geldern gleich zwei Tätigkeiten als Trainer in Eindhoven und Straelen aufgegeben. Ich will hier nämlich einiges bewegen. Ich bin davon überzeugt, dass dieser Verein großes Potenzial hat, das gehoben werden muss“, sagt Maurice van de Donk. Knapp 380 Mitglieder zählt der TC Grün-Weiß Geldern aktuell.

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Als Neunjähriger begann der Niederländer, Tennis zu spielen. „Recht schnell war schon klar, dass ich durchaus Talent habe. Daher habe ich als Kind und als Jugendlicher sehr viel Zeit auf dem Platz verbracht. Tennis war immer meine Leidenschaft“, sagt Maurice van de Donk. In seiner Altersklasse gehörte er im Nachbarland stets zu den Besten, und das hat sich bis heute nicht geändert.

In der niederländischen Kleinstadt Blerick, seinem Heimatort, spielte Maurice van de Donk sogar über Jahre in der Hoofdklasse, vergleichbar mit der Zweiten Bundesliga. Gleich 35 Mal gewann er zudem bei den Verbands-Meisterschaften in Limburg. So erarbeitete sich van de Donk einen Namen in der Szene. „Allerdings wollte ich nie Profi werden. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber ich bin wohl eher ein Teamplayer als ein Einzelspieler. Daher liegt mir auch das Doppelspiel bis heute mehr“, sagt der Coach.

Früh setzte er auf eine Laufbahn als Trainer, die Passion wurde zum Beruf. Immer wieder trat Maurice van de Donk, der von Intersport Dorenkamp maßgeblich unterstützt wird, in der Funktion als Grenzgänger in Erscheinung. So war der Niederländer vor 30 Jahren schon einmal als Tennislehrer beim TC Blau-Weiß Issum aktiv. Aufgrund besserer Perspektiven schulte er aber noch einmal zum Golflehrer um, nun ist er in Vollzeit zurück auf den Tennisplätzen. 75 Schützlinge betreut der Mann, der über die B- und C-Lizenz des Deutschen Tennis-Bunds (DTB) verfügt, beim TC Grün-Weiß Geldern.

An den Job beim TC Grün-Weiß Geldern kam er über seinen langjährigen Freund Jörg Löcker, der als Erwachsenen-Trainer im Verein unterwegs ist. „Ich kenne Jörg schon seit 30 Jahren. Über ihn kam der Kontakt zustande, sodass ich nun für die Herren 55 des Vereins spiele und als Tennislehrer etwas aufbauen darf“, sagt Maurice van de Donk. Das Team geht in dieser Medensaison in der Ersten Verbandsliga an den Start, im vergangenen Jahr schaffte man überraschend den Aufstieg. Der Neuzugang spielt aktuell nur an Position drei. Der Grund: Jahrelang kämpfte Maurice van de Donk nämlich gar nicht bei Medenspielen um Zählbares, so ist er vom Tennis-Verband Niederrhein (TVN) bei seinem Comeback mit der Leistungsklasse zehn eingestuft worden.

Doch welche Philosophie verfolgt Maurice van de Donk als Trainer? „Ich bin davon überzeugt, dass Technik am weitesten trägt. Zu häufig steht das Prinzip Learning by Doing auf dem Programm. Daher richte ich auf die Technik meinen Fokus. Allerdings liegt es mir auch am Herzen, dass die Kinder Spaß am Spiel haben und mit Freude zum Training kommen. Ich will vermitteln, dass es nichts Schöneres gibt, als sich zu bewegen und dabei etwas zu lernen“, sagt er. Zudem hat der 57-Jährige registriert, dass die Ansprüche auf der Platzanlage An der Bleiche durchaus ambitioniert sind. Bei den Trainingseinheiten der Mannschaften könne es schonmal heiß hergehen.

„Ich will das Niveau im Verein auch insgesamt anheben. Beim Tennisverein in Straelen lag der Anteil der Medenspieler nur bei knapp 50 Prozent. In Geldern sind es wohl 80 Prozent. Man merkt, dass die Mitglieder leistungsorientierter denken. Dem will ich gerecht werden“, so der Trainer. Allerdings würden die Beteiligten stets offen kommunizieren und tatkräftig unterstützen. „Die Verantwortlichen zeigen sehr deutlich, dass sie den Verein zurück zu alter Stärke führen wollen. Und dabei bin ich ein zuverlässiger Partner. Ich werde Stunde für Stunde da sein, eine treue Seele sein. Daher werde ich auch alles dafür tun, hier beim TC Grün-Weiß Geldern Rentner zu werden“, sagt Maurice van de Donk.