1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern
  4. Sport Geldern und Kevelaer

Lutz Stermann bleibt Vorsitzender des Kreissportbundes Kleve

Vereine und Verbände : Kreissportbund: Lutz Stermann hängt noch eine Amtszeit dran

Mit Unterstützung des Dachverbandes sind in den vergangenen beiden Jahren rund 6,6 Millionen Euro an die Sportvereine im Kreis Kleve geflossen.

Der Andrang bei einer Mitgliederversammlung des Kreissportbundes Kleve war noch nie so groß. Rund 100 Delegierte der 383 angeschlossenen Sportvereine im Kreis Kleve waren am Samstag vor Ort im Kevelaerer Konzert- und Bühnenhaus dabei, weitere rund 140 Abgesandte nahmen daheim am Computer an der sogenannten Hybrid-Veranstaltung teil. Hauptgrund für das rege Interesse: Vor zwei Jahren hatte der KSB ein Ordnungsgeld eingeführt. Vereine, die bei der Versammlung durch Abwesenheit glänzen, müssen 30 Euro zahlen – diese Maßnahme hatte offenbar die erhoffte Wirkung.

Bei der nächsten Versammlung im Jahr 2024 wird es vermutlich schon wieder deutlich leerer. Denn der Bogensportclub (BSC) Louisendorf hatte mit seinem Antrag auf Abschaffung des Ordnungsgeldes Erfolg – mit knapper Mehrheit entschieden sich die Delegierten gegen die Strafzahlung. „Das ist in meinen Augen etwas schade. Denn wir wollten mit dem Ordnungsgeld nicht die Kasse aufbessern, sondern lediglich einen Anreiz schaffen, dass möglichst viele Vereine bei Abstimmungen an wichtigen Entscheidungen beteiligt sind“, sagte Lutz Stermann.

  • Am Sonntag haben die Menschen im
    Landtagswahl im Kreis Kleve : Kann die CDU ihre Hochburg verteidigen?
  • Die nächste Impfkampagne im Kreis Kleve
    Aktuelles zur Pandemie : Das müssen Sie zu Corona im Kreis Kleve wissen
  • Sven van Bühren trifft für die
    Die Höhepunkte am Wochenende : Diese Fußball-Spiele sollten Sie am Wochenende im Blick haben

Der KSB-Vorsitzende, der seit 2008 an der Spitze der Dachorganisation steht und vor zwei Jahren seinen Abschied angekündigt hatte, hängt jetzt doch noch einmal eine weitere Amtszeit dran. Stermann wurde mit überwältigender Mehrheit bis 2024 wiedergewählt. „Der Grund für meine erneute Kandidatur ist eigentlich ganz einfach. Es hat sich niemand gefunden, der diese zeitintensive Aufgabe ehrenamtlich übernehmen möchte“, so Stermann.In zwei Jahren möchte sich der 71-Jährige, unter dessen Regie unter anderen das Domizil des Kreissportbundes mit modernen Tagungs- und Übungsräumen in Geldern entstanden ist, aber endgültig verabschieden. Nach Möglichkeit soll 2023 ein hauptamtlicher Vorsitzender/Geschäftsführer installiert werden, den Stermann dann noch ein Jahr lang mit dem umfangreichen Aufgabenbereich vertraut machen kann. Außerdem stand der Dritte Vorsitzende zur Wahl: Edgar Borgmann, auch als Vorsitzender des Fußball-Kreises Kleve-Geldern aktiv, wurde ebenfalls bis 2024 im Amt bestätigt.

Der Jahresbericht des Vorstands liest sich wie eine Erfolgsgeschichte. Der Kreissportbund hat großen Anteil daran, dass in den vergangenen beiden Jahren rund 6,6 Millionen Euro in den Kassen der Sportvereine gelandet sind. Das Gros entfällt mit rund 6 Millionen Euro auf das „Moderne Sportstätten“-Programm des Landes, womit etliche Sportanlagen und Clubheime im Kreis fit für die Zukunft gemacht werden konnten. „97 Prozent unserer Förderanträge waren erfolgreich. Wir haben rund 2.500 Arbeitsstunden aufgebracht, um den Vereinen helfen zu können“, sagte Stermann. Dieses Engagement wurde am Samstag auch von den Delegierten honoriert. Ein weiterer Antrag des BSC Louisendorf, den Beitrag der Vereine an den Kreissportbund um die Hälfte zu reduzieren, wurde jedenfalls mit großer Mehrheit abgelehnt. Somit bleibt es dabei: Die Vereine zahlen jährlich pro Mitglied einen Euro an den Dachverband, der auf diese Weise pro Jahr rund 100.000 Euro einkalkulieren kann.

Mit Spannung erwarten die Sportler den Ausgang der Landtagswahl. „Das Sportstätten-Programm sollte unbedingt fortgesetzt werden. In den kommenden Jahren müssten noch einmal 6 Millionen Euro im Kreis investiert werden. Bei unserer Podiumsdiskussion im Vorfeld der Wahl haben uns alle Parteien Unterstützung signalisiert“, so Stermann. Weitere Ziele: Der Kreissportbund möchte die Schwimmausbildung von Kindern intensivieren und verhindern, dass Dreifach-Sporthallen im Kreisgebiet als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden. Stermann: „Da gibt es genügend Alternativen. Der Spielbetrieb der Vereine darf nicht gefährdet werden.“