Volleyball: Los des TSV Weeze - viel Lob, keine Punkte

Volleyball: Los des TSV Weeze - viel Lob, keine Punkte

Volleyball-Verbandsliga Frauen: Nach dem 1:3 (14:25, 16:25, 25:17, 20:25) gegen Bayer Wuppertal lässt sich der Abstieg kaum noch vermeiden.

Die Hinrundenbilanz des TSV Weeze liest sich nach der bitteren Heimniederlage gegen den SV Bayer Wuppertal ziemlich trostlos. Neun Spiele, gerade einmal fünf Punkte und 9:25-Sätze - bei bereits sieben Punkten Rückstand auf den Drittletzten TC Gelsenkirchen wird sich der direkte Wiederabstieg kaum noch verhindern lassen können. Immerhin spricht einiges dafür, dass sich die Schützlinge von Trainer Claus Brendgen erhobenen Hauptes aus der Verbandsliga verabschieden werden.

Im heimischen Sportzentrum lieferte die Mannschaft einmal mehr über weite Strecken eine überzeugende Vorstellung. Das entscheidende Manko: Unter dem Strich sprang wie so oft in der Vergangenheit nichts Zählbares heraus. "Es ist zum Mäusemelken. Zwar bekommen wir immer viel Lob von unseren Gegnern und anderen Trainern. Doch die Punkte nimmt leider immer der Gegner mit nach Hause", haderte Brendgen nach der Begegnung. Der TSV erwischte einen guten Start und ging zunächst mit 8:6 in Führung. Doch urplötzlich verlor das Team den Faden und war kurzzeitig völlig von der Rolle. Der Gegner aus Wuppertal ließ sich nicht zweimal bitten und verschaffte sich eine vorentscheidende 20:10-Führung. Brendgen: "Es ist nicht zum ersten Mal passiert, dass wir uns eine ,Auszeit' voller Fehler genommen haben." Im zweiten Satz schien der TSV Weeze zunächst die passende Antwort auf Lager zu haben. Die Gastgeberinnen gingen mit 8:1 in Führung - einiges sprach für den erhofften Ausgleich.

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Doch dann ereignete sich eine Szene, von der sich der Neuling nicht mehr erholen sollte. Hauptangreiferin Carla Müller zog sich eine schwere Handverletzung zu. Ihre Mitspielerinnen reagierten verständlicherweise schockiert und lagen plötzlich mit 9:14 zurück. Die Gäste brachten schließlich auch den zweiten Durchgang mit 25:16 über die Bühne. Vor eigenem Anhang gaben sich die Gastgeberinnen allerdings nicht vorzeitig geschlagen. Der TSV Weeze fand noch einmal ins Spiel zurück. "Im dritten Satz hat meine Mannschaft noch einmal gezeigt, dass wir nicht zufällig aufgestiegen sind. Aus einer kompakten Abwehr heraus haben wir viele gelungene Angriffe inszeniert. In solchen Momenten können wir jedem Gegner in der Liga Paroli bieten", lobte Brendgen.

Beim Stand von 13:14 riss der TSV das Geschehen endgültig an sich und wurde schließlich mit einem Satzgewinn (25:17) belohnt. Durchgang Nummer vier war nichts für schwache Nerven. Viele Punkte waren erst nach zehn bis zwölf Ballwechseln ausgespielt. Die Gastgeberinnen standen sich in den entscheidenden Momenten selbst im Weg. Schlechte Aufschläge und leichtfertig vergebene Bälle verhinderten eine klare Weezer Führung und den möglichen Ausgleich zum 2:2\. Bis zum Stand von 20:20 war noch alles offen. Doch dann landete ein Weezer Angriffsball im Aus - das war der Anfang vom Ende.

(RP)
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