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Lisa Marie Janßen aus Keppeln gewinnt den Preis von Issum

Reitsport : Packendes Duell um den Preis von Issum

Das war nichts für schwache Nerven: Lisa Marie Janßen aus Keppeln hatte bei den Sevelener Reitertagen im M-Springen mit Stechen die Nase vorn, weil Tornado nicht zu bremsen war. Silber ging an die Kerkenerin Emelie Pieper.

Die Parcourschefs Georg Broeck­mann und Heinz Kleinbongartz zogen zum Abschluss noch einmal alle Register, um für einen anspruchsvollen Höhepunkt der Sevelener Reitertage zu sorgen. Allein schon die mittelschwere Springprüfung mit Stechen um den Ehrenpreis der Gemeinde Issum war einen Besuch des Turniers am Koether­dyck wert. Im Stechparcours war die Spannung kaum noch zu überbieten. Lisa Marie Janßen aus Keppeln legte einen fehlerfreien Ritt hin und hatte am Ende die Nase vorn, weil ihr Wallach Tornado seinem Namen alle Ehre machte. Das Duo siegte in der Zeit von 49,57 Sekunden. Emelie Pieper griff zwar mit Königsröschen Drebeboeken noch einmal an. Die Kerkenerin blieb ebenfalls ohne Fehler, erreichte aber in 49,96 Sekunden einen Wimpernschlag langsamer das Ziel.

Doch nicht nur die Springreiter ließen im Rahmen der Reitertage auf der Sevelener Sportanlage ihre Fähigkeiten aufblitzen. Im Dressur-Viereck waren die Verfechter der hohen Reitschule auf äußerste Harmonie in Sachen Schritt, Trab und Galopp bedacht und demonstrierten dabei zur Freude der Kenner und Wertungsrichter viel Taktgefühl. Viele Starter beherrschten ihre Lektionen perfekt. So beispielsweise die für den RV St. Georg Kevelaer startende Französin Justine Ludot, die in der Dressurpferdeprüfung auf L-Niveau den Hengst Imani mit der Wertnote 7,90 an die Spitze ritt. Oder bei der Dressurreiterprüfung auf gleichem Niveau in der Reithalle, in der Lokalmatadorin Celine Alexander im Sattel von Velazquez mit der Note 8,50 siegte. Nahezu perfekt war die Vorstellung von Johanna Blißenbach aus Eversael mit Marisca im Dressurwettbewerb. Das eingespielte Duo wurde für die gelungene Darbietung mit der Note 8,70 und damit der Goldschleife belohnt.

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In den Nachwuchsprüfungen zeigten die Talente, dass sie bereits die reiterlichen Grundfertigkeiten wie Sitz, Hilfengebung, Gefühl und Einwirkung mitbringen. Eine Gala-Vorstellung lieferte Pauline Bercker vom Gelderner Brauershof mit ihrem Hengst Dagobert. Die Richterinnen Wiltrud Giesen-Rechmann und Sandra Peters zeigten sich ebenso wie die Zuschauer begeistert und vergaben die hohe Wertnote 9,00.

Zurück zum Springparcours, in dem auch das mittelschwere Zwei-Sterne-Springen für gehörigen Nervenkitzel sorgte. Vier Reiter schafften es in die Siegerrunde. Dort blieben nur Maik Benninghoff vom RFV Bruckhausen und Corona fehlerfrei – die Stute hieß ganz nebenbei schon so, als noch niemand das gleichnamige Virus kannte. Auf den weiteren Plätzen folgten Stefan Miß (Xanten) und Emelie Pieper aus Kerken. Beide waren zwar schneller als Benninghoff unterwegs, leisteten sich aber jeweils einen Abwurf. Der Sevelener Marcel Bühner hatte bei seinem Heimspiel etwas Pech und musste mit Nacan in der Siegerrunde aufgeben.

Viele Reitsportfreunde lockte auch das „Hexenland-Derby“ an, das bei den Reitertagen am Koether­dyck zur Tradition gehört. Die Springprüfung der Klasse L über Hecken und Wälle entschied Patricia Steinhilber aus Moers-Repelen für sich, die mit Colanda fehlerfrei blieb und in 61.80 Sekunden die schnellste Zeit erzielte. Carolin Ophey vom RV Asperden Kessel blieb mit Capri ebenfalls ohne Fehler und sicherte sich in 63,54 Sekunden die Silberschleife.„Auf unser Helfer-Team war wieder einmal Verlass. Wir haben viele Reitsportfreunde auf unserer Anlage begrüßt und nach der langen Zwangspause ein rundum gelungenes Turnier erlebt“, sagte Vereinschef Karl-Heinz Terhoeven.

Sämtliche Ergebnisse der Sevelener Reitertage können im Internet unter www.equi-score.de nachgelesen werden.