Lokalsport: Langsamer Start für Issumer Kunstrasenplatz

Lokalsport: Langsamer Start für Issumer Kunstrasenplatz

Von einem Startschuss kann nicht unbedingt die Rede sein. Eher von einem leichten "Plopp", wenn es darum geht, wie das Projekt Kunstrasenplatz des SV Issum ans Laufen kommt. Sicher ist: er kommt, der Kunstrasen. Aber die Politik tat sich jetzt im Sportausschuss teilweise etwas schwer damit, der aktuellen Entwurfsplanung zuzustimmen.

Thomas Schwolow von der Gemeinde Issum sprach von einer "großen Investition für die Gemeinde". Markus van Aken vom beauftragten Architekturbüro "Geo3" deutete "zarte Änderungen" im Vergleich zur zwei Jahre alten Vorlage an. Damals lag der vorgesehene Anteil der Gemeinde bei 436.000 Euro, in der aktuellen Vorlage steht die Zahl 575.000.

Diese löste bei der Issumer CDU-Fraktion Bauchschmerzen aus. "Aus dem Stand werden wir um ein paar tausend Euro ärmer", stellte Guido Terstegen fest. Er fragte den Architekten nach möglichen Ersparnissen, immerhin müsse man für die Allgemeinheit über große Summen entscheiden: "Wir hätten schon gerne mehr Details, wenn wir über 25 Prozent mehr zahlen sollen."

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Auffällig sei die Menge der Kostenpunkte. So taucht in der Bilanz bei weitem nicht nur die Platzanlage auf. Hinzu gesellen sich Flutlichtanlage, Wegebeleuchtung, Ballfangzaun und die Erneuerung der Umzäunung. Schwolow von der Gemeinde Issum spricht von Synergieeffekten. "Wenn man einmal so eine große Baustelle angeht, sollte man sie auch umfassend angehen. Das ist meine Meinung." Die Wegebeleuchtung würde schon seit Jahrzehnten Sinn machen. Kostenpunkt: 20.000 Euro, 6000 Euro würde der SV Issum in Eigenleistung übernehmen, 14.000 Euro wären Gemeindeanteil. Außerdem seien die Preise für Kunstrasenplätze gestiegen, weil die Auftragsbücher der Firmen voll seien, erläutert Schwolow. Die CDU bat um eine Sitzungsunterbrechung angesichts der Kostensteigerung auf 575.000 Euro. SPD und FDP hatten weniger Mühe mit der Stimmabgabe. "Wir wollen ein Startsignal für den Verein geben", sagte Sascha Kujath, Fraktionsvorsitzender der SPD.

Am Ende einigte man sich auf den Beschluss der Entwurfsplanung - allerdings bei einem Verzicht auf eine neue Flutlichtanlage (Gesamtkosten 92.000 Euro). Frank Wanner, Vorsitzender des SV Issum, zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung. Die Preissteigerung wolle man durch Eigenleistung ausgleichen. Endlich könne man auch mögliche Sponsoren ansprechen. Eine Spendensammlung auf dem Sommerfest und der Verkauf einzelner Parzellen des Kunstrasenplatzes sollen die Eigenmittel des Vereins erhöhen. 1600 Quadratmeter wolle man selbst pflastern und so per Muskelkraft Eigenleistung beisteuern. Mehr Details zu den einzelnen Posten soll es bei der Sondersitzung am 3. Mai geben. Das letzte Wort hat der Rat am 9. Oktober.

(bimo)
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