Handball: Langer Handballabend in Straelen

Handball: Langer Handballabend in Straelen

Ab 18.55 Uhr dreht sich heute Abend in der Sporthalle am Schulzentrum alles um den Handball. Den Auftakt machen die Regionalliga-Frauen des SVS gegen Fortuna Düsseldorf. Im Anschluss daran spielen die Straelener Landesliga-Männer.

Die beiden Top-Mannschaften des Straelener Handballs genießen Heimrecht. Wegen des morgigen Karnevalumzugs finden beide Begegnungen heute Abend in der Halle am Schulzentrum statt. Ab 18.55 Uhr spielen die Regionalliga-Frauen, ab 20.55 Uhr die Landesliga-Männer.

Regionalliga Nordrhein Frauen: SV Straelen - Fortuna Düsseldorf (heute, 18.55 Uhr, Sporthalle am Schulzentrum). Der Start in die Rückrunde war für die Blumenstädter eine Enttäuschung - zumindest was das Ergebnis betrifft. Das "Wie" der Niederlage in Neuss war aber überaus unglücklich, zudem war die Leistung über weite Strecken der Partie ansehnlich. "Und kämpferisch kann ich den Mädels gar nichts vorwerfen", sagte SVS-Coach Thomas Floeth nach der Begegnung. Darauf gilt es aufzubauen, auch wenn der kommende Gegner von einem Kaliber ist, das wenig Anlass zur Hoffnung auf einen Punkt gibt.

Wenn die Grün-Gelben das Spiel gewinnen wollen, muss einfach alles passen. Der Gegner hält einfach zu viele Trümpfe in der Hand. Und die sind vor allem in der Offensive zu finden. Im Schnitt erzielen die Düsseldorferinnen mehr als 30 Tore pro Spiel. Das ist Liga-Bestwert. In diesem Angriffswirbel gingen die Blumenstädter in der Hinrunde unter. Sage und schreibe 43 Mal mussten Straelens Torhüterinnen das Runde aus dem Eckigen fischen. Angeführt von Regisseurin Britta Borchert und wurfgewaltige Spielerinnen auf den Halbpositionen spielt die Musik der Fortunen vor allem im Rückraum. Weiterer Trumpf ist ein flottes Umschalten von Abwehr auf Angriff. Technische Fehler und überhastete Abschlüsse werden von der Fortuna in der Regel konsequent bestraft.

Deren Zahl konnte der SVS in Neuss ein gutes Stück senken. Inwieweit sich das gegen groß gewachsene und voraussichtlich defensiv und kompakt verteidigende Düsseldorferinnen gelingt, wird sich zeigen müssen. Für Straelen geht es darum, Geduld zu bewahren, auf ihre Chancen zu lauern und die dann auch konsequent zu verwerten. Alles andere würde dem favorisierten Gegner in die Karten.

  • Handball : SVS-Männer sind heiß aufs Gipfeltreffen

Handball-Landesliga Männer: SV Straelen - ASV Rurtal-Hückelhoven (heute, 20.30 Uhr, Sporthalle am Schulzentrum). Es ist eine verrückte Saison. Mit Ausnahme vom abgeschlagenen Schlusslicht Germania Oppum kann in der Liga jeder jeden schlagen. Und genau das passiert derzeit Woche für Woche. So liegen zwischen Tabellenplatz drei und zwölf gerade einmal läppische sieben Pünktchen. "Dementsprechend gibt es keine einfachen Spiele", sagt SVS-Coach Dieter Pietralla, dessen Mannschaft, auch wenn sie es nicht sonderlich gerne hört, sich mehr und mehr zu einem ernstzunehmenden Titelkandidaten entwickelt. "Das ist bei uns noch kein Thema", gibt sich Straelens Trainer gelassen.

Heute treffen die Blumenstädter auf den ASV Rurtal-Hückelhoven. Ein Gegner, der einige starke Individualisten in seinen Reihen hat. Da wäre zum einen Torhüter Henrik Bürger, der mit seiner Größe und präzisen Gegenstoßpässen beeindruckt. In der Offensive ist Stanislav Meschkorudni Torschütze Nummer eins - mit weitem Abstand. Rund jeder dritte Treffer geht auf sein Konto. Ihm zur Seite steht mit Lukas Werth ein Spieler, der vor nicht zu langer Zeit noch das Straelener Trikot überstreifte.

Die Begegnung dürfte für die Grün-Gelben nicht zu einem Selbstläufer werden, zumal Straelens Coach Pietralla, wie bereits so oft in dieser Saison, mit Personalproblemen zu kämpfen hat. Hinter dem Einsatz von Mario Schaap steht ein großes Fragezeichen. Definitiv nicht spielen kann Daniel Meyer, der mit den Folgen eines Hexenschusses zu kämpfen hat. Damit fehlt dem SVS einer seiner Haupttorschützen und ein Teil des so gut funktionierenden Mittelblocks. Das macht die eh schon schwierige Aufgabe kaum einfacher. Dagegen wird Alexander Burghans-Kähler aller Voraussicht nach wieder auflaufen können.

(terh)