Landesligist TTC Geldern-Veert steckt im Abstiegskampf

Tischtennis : „Wir schaffen erneut den Klassenerhalt“

Trotz der jüngsten Negativserie bleibt der Kapitän des Landesligisten TTC Geldern-Veert zuversichtlich.

Seit dem Rückzug des SV Walbeck aus den höheren Spielklassen ist der TTC Geldern-Veert das Aushängeschild in Sachen Männer-Tischtennis im Gelderland. Der bisherige Saisonverlauf in der Landesliga gleicht einer Achterbahnfahrt. Mit vier Niederlagen zum Start hatten sich die Blau-Weißen zunächst wie ein Abstiegskandidat präsentiert. Es folgten fünf Siege am Stück – die Mannschaft wähnte sich bereits in sicherem Fahrwasser. Doch zuletzt gab’s wieder drei Pleiten in Serie. Nach dem 3:9 beim TV Voerde ist der TTC Geldern mit jetzt 10.14-Punkten auf Rang neun zurückgefallen, der am Saisonende den Gang in die Relegation bedeutet. Trotz der jüngsten Negativserie ist Kapitän Hans-Jürgen Voss fest vom Klassenerhalt überzeugt.

Haben Sie eine Erklärung für das Auf und Ab in der laufenden Saison ?

Hans-Jürgen Voss Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Zu Beginn der Saison waren einige Leistungsträger verletzt, so dass wir immer stark ersatzgeschwächt antreten mussten. Die fünf Siege haben wir allesamt in Bestbesetzung errungen. Das ist ein Hinweis darauf, dass wir jeden Gegner schlagen können und eigentlich in der unteren Tabellenhälfte nichts zu suchen haben.

Im ersten Meisterschaftsspiel des neuen Jahres gab’s am Samstag allerdings eine klare 3:9-Niederlage beim Tabellennachbarn TV Voerde, obwohl die Mannschaft komplett angereist war.

Voss Das ist richtig, wobei dieses Spiel eindeutig aus dem Rahmen fällt. Jeder Sportler kennt solche Tage, an denen beim Gegner scheinbar alles und bei einem selber kaum etwas läuft. Das haben wir in Voerde erlebt. Die Netz- und Kantenbälle sind immer dann gekommen, wenn der Gastgeber sie gebraucht hat. Deshalb gab’s am Ende auch eine deutliche Niederlage gegen einen Gegner, mit dem wir uns eigentlich auf Augenhöhe befinden. Dieses Spiel müssen wir ganz schnell abhaken.

Weshalb ist der neue Spitzenspieler Thomas Kroppen, der viele Jahre für Blau-Weiß Mülhausen in der Oberliga gespielt hat, bislang erst zweimal zum Einsatz gekommen ?

Voss Das war von vorneherein so abgesprochen. Thomas Kroppen ist mit Rolf Biermann befreundet und hat sich uns deshalb nach einer längeren Pause angeschlossen. Er hat uns aber sofort mitgeteilt, dass er noch viele andere Verpflichtungen hat und deshalb nur sporadisch spielen kann.

Sie haben eingangs das Zwischenhoch mit fünf Siegen am Stück erwähnt. Wie oft wird die Mannschaft in der Rückrunde in Bestbesetzung antreten können ?

Voss Wir geben unser Bestes. Das hängt aber auch von einigen Unwägbarkeiten ab. Einige von uns sind im Schichtdienst tätig und versuchen alles, ihre Dienste so zu legen, dass sie spielen können. Das klappt aber natürlich nicht immer. Außerdem sind wir inzwischen nicht mehr die jüngste Mannschaft. Da kann es dann immer wieder einmal passieren, dass einem das eine oder andere Wehwehchen einen Strich durch die Rechnung macht.

Wie bewerten Sie die Chancen auf den Klassenerhalt ? Hat sich die Mannschaft inzwischen ein klar definiertes Saisonziel gesteckt ?

Voss Wir gehen alle fest davon aus, dass wir erneut den Klassenerhalt schaffen und weiter in der Landesliga spielen. Mit den drei direkten Abstiegsplätzen haben wir nichts zu tun. Daran wird sich auch nichts mehr ändern. Unser Minimalziel ist Platz acht. Der wird zwar offiziell auch als Relegationsrang geführt, bedeutet aber erfahrungsgemäß den direkten Klassenerhalt.

Was gibt konkret Anlass zur Hoffnung ?

Voss Abgesehen von Tabellenführer Grün-Weiß Flüren, der in der laufenden Saison eine Klasse für sich ist, können wir an einem guten Tag gegen jeden Gegner bestehen. Voraussetzung ist natürlich, dass wir komplett antreten können. Bestes Beispiel ist die kommende Aufgabe gegen den Tabellenvierten TTC Homberg, gegen den wir uns in eigener Halle einiges ausrechnen.