Landesliga-Meister Viktoria Winnekendonk feiert nächstes Schützenfest

Frauenfußball : SV Walbeck bekommt bald Gesellschaft

Frauenfußball: Der Niederrheinligist aus dem Spargeldorf erreicht ein gerechtes 2:2 gegen Eintracht Solingen. In der nächsten Saison gibt’s das Derby gegen Landesliga-Meister Viktoria Winnekendonk, der sich erneut in Torlaune zeigte.

Erstmalig werden in der kommenden Saison zwei Frauenmannschaften aus dem Gelderland in der Niederrheinliga spielen. Der SV Walbeck, der nach einem Umbruch in dieser Saison doch einige Probleme hatte, zuletzt aber wieder mit ansteigender Formkurve, hat den Klassenerhalt ohne große Probleme geschafft. Hinzu gesellt sich die Viktoria aus Winnekendonk, die sich vorzeitig den Meistertitel gesichert hat, aber weiterhin mit vollem Engagement bei der Sache ist.

Niederrheinliga: SV Walbeck – Eintracht Solingen 2:2 (2:1). Die zuletzt ansteigende Form der Walbecker Mannschaft sollte im Spiel gegen den Tabellensiebten mal wieder etwas Zählbares hervorbringen. So lautete die Vorgabe von Trainer Rolf Sturme. Seine Spielerinnen erfüllten diesen Wunsch und verfolgten gut gelaunt den Walbecker Spargelumzug mit – ihre langjährige Mitspielerin Katrin Pasch saß als Spargelprinzessin in der schön geschmückten Kutsche. Das Team vom Bergsteg erledigte seine Hausaufgaben gekonnt. Bereits in der siebten Minute flankte Anja Juntermanns in den Strafraum auf Louisa Pastoors, die zur 1:0-Führung einschob. Die Heimelf blieb am Drücker. Hannah Sturme erhöhte mit einer Bogenlampe (34.) auf 2:0. Dies war aber auch ein Weckruf für die Gäste aus Solingen, die plötzlich merkten, das sie mehr investieren mussten, wenn sie in Walbeck zum Erfolg kommen wollten. In der 45. Minute gelang dann auch der Anschlusstreffer.

Nach dem Wechsel stand die Heimelf erst einmal gehörig unter Druck, die logische Folge war der Ausgleich zehn Minuten nach Wiederanpfiff. Trainer Rolf Sturme musste reagieren, nahm einige Umstellungen im Mannschaftsgefüge vor, die sich positiv auswirken sollten. Das Walbecker Spiel stabilisierte sich wieder. Und in der Schlussphase hatten die Grün-Weißen sogar zwei Möglichkeiten zum Siegtreffer. „Am Ende war es in einem kampfbetonten Spiel ein gerechtes Ergebnis“, resümierte Rolf Sturme.

Landesliga: Viktoria Winnekendonk – Linner SV 8:0 (3:0). Nach dem unerwartet hohen Erfolg gegen die Mannschaft aus Krefeld fehlen der Viktoria noch sieben Treffer bis zum 100. Saisontor, das dürfte in den letzten drei Spielen locker zu schaffen sein. Nach dem Abpfiff zeigte sich Viktoria-Coach Uli Berns etwas überrascht. Er hatte den Gegner, der zuvor sechs Spiele in Folge nicht mehr verloren hatte, doch wesentlich stärker eingeschätzt. Aber sein Team erwischte einen Auftakt nach Maß und führte nach Toren von Samira und Selina Berns sowie Vivian Tepaß bereits nach zwölf Minuten mit 3:0. Dann allerdings stockte die Winnekendonker Tormaschinerie.

Doch spielerisch war es richtig gut, was das Team bis zur Pause auf den Platz brachte. Nach dem Wechsel wurde die Überlegenheit in weitere Tore umgesetzt. Den Reigen eröffnete Vivian Tepaß, die ein starkes Spiel machte, in der 54. Minute. Samira Berns und Paulina Heilen machten mit einem Doppelschlag (65./68) das halbe Dutzend voll, ehe erneut Vivian Tepaß und Samira Berns (75./78.) zum 8:0-Endstand trafen. Eine Reihe weiterer Möglichkeiten ließ die Heimelf ungenutzt. Von den Gästen war wenig zu sehen, lediglich ein Lattenschuss hätte bei den wenigen Vorstößen zum Ehrentreffer führen können. „Meine Mannschaft hat vor allem auch spielerisch überzeugt und in der Höhe verdient gewonnen“, sagte Uli Berns.

Bezirksliga: Für die Mannschaften aus dem Gelderland bahnt sich ein Debakel an. Aktuell spricht einiges dafür, dass sich alle drei Teams aus der Gruppe eins am Saisonende in Richtung Kreisliga verabschieden müssen. Als sichere Absteiger stehen bereits der TSV Weeze und der SV Walbeck II fest. Mit fünf Punkten stehen die Weezerinnen abgeschlagen am Tabellenende. Immerhin 17 Zähler hat die Walbecker Reserve auf ihrem Konto, die aber nach jahrelanger Bezirksliga-Zugehörigkeit ebenfalls nicht mehr zu retten ist. Für den Aufsteiger SV Veert besteht noch eine rechnerische Chance, die Klasse zu halten. Spätestens nach der 1:6-Niederlage beim TuB Mussum ist die Lage fast aussichtslos geworden. In der Gruppe drei nimmt der TSV Wachtendonk-Wankum einen gesicherten Mittelfeldplatz ein.

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