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Kleve/Kevelaer/Sonsbeck: Patrick Znak steigt ins Trainergeschäft ein

Fußball : Patrick Znak steigt ins Trainergeschäft ein

Der 31-Jährige wird künftig die A-Jugend-Mannschaft des SV Sonsbeck betreuen. Beim A-Ligisten Kevelaerer SV steht er als Spieler im Kader. Zuvor kickte er beim 1. FC Kleve II. Für die neue Saison formuliert er ambitionierte Ziele.

Fans des Fußball-A-Ligisten Kevelaerer SV kennen ihn schon gut. In allen 18 Spielen der vorzeitig abgebrochenen Saison lief der „Sechser oder Zehner“, dort verortet er sich selbst, im KSV-Dress auf. Die Rede ist von Patrick Znak.

Der 31-Jährige wechselte im vergangenen Jahr vom Bezirksligisten 1. FC Kleve II nach Kevelaer. Es ist sein siebter Verein innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Künftig steht ein weiterer in seiner Vita, allerdings nicht aufgrund eines erneuten Wechsels. Patrick Znak wird sein fußballerisches Engagement ausweiten. Er ist der neue A-Junioren-Trainer des SV Sonsbeck und bringt jede Menge Fußball-Erfahrung mit.

Von der Kreisliga B bis in die Landesliga hat er schon alles kennengelernt. Seine ersten fußballerischen Schritte machte er beim SV Straelen. Bei den Senioren war er zunächst für Uedem und Xanten im Einsatz, ehe sein Weg ihn zum damaligen Niederrheinligisten Viktoria Goch führte. Nach zwei Jahren Bezirksliga mit der SV Hö.-Nie. II landete er wieder beim SV Straelen. Dort verletzte er sich im Laufe der Saisonvorbereitung aber so sehr, dass er schon an sein Karriereende dachte.

Bei der DJK Labbeck/Uedemerbruch, die damals von Torben Sowinski gecoacht wurde, gelang es ihm erstmals nach seiner Verletzung, endlich wieder Fuß zu fassen und eine gesamte Saison durchzuspielen. Anschließend folgte er Sowinski zur zweiten Mannschaft des 1. FC Kleve, die er nach zwei Jahren in Richtung Kevelaer verließ.

Und auch bei seinem jüngsten Schritt spielt sein ehemaliger Trainer eine wichtige Rolle. Mittlerweile ist Sowinski Jugend-Koordinator beim SV Sonsbeck. „Er hat mir den Posten angeboten“, sagt Patrick Znak, der in einem Uedemer Altenheim in der Pflegedienstleitung arbeitet. Mittlerweile hat er seine neuen Schützlinge bereits mehrfach trainiert. „Das war bisher nichts Besonderes. Die Hauptsache ist, dass die Jungs den Ball mal wieder am Fuß hatten. Ab dem 1. August können wir dann hoffentlich in die Saisonvorbereitung starten“, sagt er.

In Anbetracht der aktuellen Situation gestaltet sich die Kaderplanung ein wenig kompliziert. Vor allem weil man ohne Spielbetrieb nicht scouten könne, so Znak. „Es ist schwer zu sagen, wo wir sind. Im Moment steht mir ein Kader von 16 Spielern zur Verfügung. Das ist ein wenig knapp“, sagt er.

Mit Justin Grube konnte man bereits einen Außenbahnspieler an die alte Wirkungsstätte zurücklotsen. Er kickte zuletzt für den SV Straelen. Weitere Gespräche führe man bereits, so Znak. Vor allem in der Offensive sei man noch auf der Suche. „Die meisten Spieler wissen ohnehin noch nicht, wie es in ihren Vereinen weitergeht und beschäftigen sich deshalb nicht mit einem möglichen Vereinswechsel.“

Ein wenig mehr Klarheit herrscht, was die bevorstehende Saison angeht. Dort erwartet Patrick Znak und sein Team ein Novum. In der neuen Grenzlandliga, die zwischen der Niederrheinliga und den Leistungsklassen angesiedelt ist, sollen fortan vier Teams aus drei Fußball-Kreisen gegeneinander antreten. Die Kreise Kleve/Geldern, Moers und Rees/Bocholt stellen die insgesamt zwölf Mannschaften.

Ob der SV Sonsbeck dazugehören wird, ist noch nicht gänzlich klar. Für gewöhnlich ist der Klub im gesicherten Mittelfeld der Leistungsklasse Moers angesiedelt. Wie die vier Grenzlandliga-Kandidaten ermittelt werden, muss jeder Kreis selbst organisieren. Unabhängig von der zukünftigen Klassenzugehörigkeit, formuliert Patrick Znak ehrgeizige Ziele. „Ich möchte in Sonsbeck ambitionierten Jugendfußball spielen, sodass der Sprung in die Senioren-Mannschaften nicht mehr so groß ist“, sagt er.

Derzeit ist die erste Mannschaft des SV Sonsbeck in der Landesliga vertreten. Dort gehört sie mit einem Schnitt von 22,18 Jahren zu den jüngeren Teams. Gut möglich, dass bald weitere Talente nachrücken werden.