Leichtathletik : Klaus Leenen bewältigt den Sankt-Petersburg-Marathon

(RP) „White nights. No time for sleep. Run!” So lautet der einprägsame Slogan für alle Ausdauersportler, die den Marathon in Sankt Petersburg in Angriff nehmen. Dieser findet traditionell zur Zeit der „Weißen Nächte“ statt, in der die Sonne auch nachts nicht so richtig untergehen will.

Klaus Leenen aus Nieukerk, der für die „Niers-Runners“ aus Wachtendonk startet, verbrachte in Russland allerdings keine schlaflosen Nächte. Denn tatsächlich beginnt der Marathon in der Metropole, die zwischenzeitlich auch einmal Petrograd und später Leningrad hieß, nicht nachts, sondern morgens um 8 Uhr, eine halbe Stunde, bevor die 10.000-Meter-Läufer an den Start gehen. Etwa 7000 Sportlerinnen und Sportler entschieden sich für die „Kurzstrecke“; an die Königsdisziplin Marathon wagten sich 4440 Läuferinnen und Läufer aus aller Welt heran. Das Ziel erreichten 3686 „Finisher“, darunter 69 aus Deutschland.

Einer von ihnen ist Klaus Leenen aus Nieukerk, der sich auf das Großereignis mit langen Trainingsläufen im Nieukerker Bruch vorbereitet hatte. Der 65-Jährige hat bereits an einigen Marathonläufen in ganz Europa sowie am „New York Marathon“ teilgenommen und bringt daher jede Menge Erfahrung mit. Für den Sankt-Petersburg-Marathon hatte er sich eine Zeit von unter fünf Stunden als Ziel gesetzt.

Ein ehrgeiziges Unterfangen. Denn bei sommerlichen Temperaturen von 25 Grad müssen die Läufer im „Venedig des Nordens“ auf der 42,195 Kilometer langen Strecke immerhin sechs Brücken über die Newa und ihre Seitenarme meistern.

Klaus Leenen teilte sich das Rennen klug ein und durfte sich nach 4:58 Stunden im Ziel an der berühmten Eremitage von den Zuschauern feiern lassen.

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