Kevelaerer Volleyballer müssen sich nach unten orientieren

Volleyball : Kevelaerer SV zeigt Nerven und steht unter Zugzwang

(M.H.) Volleyball-Verbandsliga der Männer: Osterather TV - Kevelaerer SV 3:1 (25:22, 16:25, 25:23, 25:18). Die Kevelaerer Volleyballer waren mit dem erklärten Ziel nach Meerbusch gefahren, beim Aufsteiger und Tabellendritten Osterather TV die Punkte zu entführen.

Doch daraus wurde nichts. Eine richtige Erklärung für den enttäuschenden Auftritt hatten unmittelbar nach der Begegnung weder Trainerin Heike Thyssen noch die Spieler auf Lager. Schon im ersten Satz gingen die Gäste zu nachlässig mit ihren Chancen um. Das sollte sich rächten. Beim Stand von 19:19 machte der Osterather TV drei Punkte in Folge und rettete diesen Vorsprung bis zum 25:22. Vor dem Seitenwechsel bemängelte Heike Thyssen mangelnde Einsatzbereitschaft und Kampfeswillen.

Ihre Ansprache sollte zunächst die erhoffte Wirkung zeigen. Plötzlich kämpfte der Kevelaerer SV um jeden Punkt, stellte die klar bessere Mannschaft und hatte mit 25:16 die Nase vorn. Doch das Zwischenhoch war schnell wieder Geschichte. Die Gäste leisteten sich viele einfache Fehler und ließen Osterath wieder ins Spiel kommen. Es entwickelte sich ein ausgeglichener dritter Satz, in dem der KSV zum Ende hin Nerven zeigen sollte. Leistungsträger wie Mirko Novak oder Robin Broeckmann haderten mit sich selbst. Auch Zuspieler Robin Verhoeven hat schon bessere Spiele gemacht. So ging Satz drei mit 25:23 an den OTV. Der Tabellendritte bog nun endgültig auf die Siegerstraße ein und entschied auch den vierten Satz mit 25:18 sich. Damit haben sich die Kevelaerer Volleyballer unnötig in Zugzwang gebracht. Am kommenden Sonntag ist ein Sieg beim Drittletzten TuS Lintorf praktisch Pflicht, wenn man sich nicht in der Winterpause mit dem Thema Abstiegskampf beschäftigen möchte.

Kevelaerer SV: Bergers, Broeckmann, Derrix, Herbe, Nobbers, Novak, Ophey, Tönißen, Verhoeven.

Volleyball-Bezirksliga der Männer: Verberger TV II – TSV Wachtendonk-Wankum 3:0 (25:14, 25:15, 25:18); Kevelaerer SV II - SV Budberg 1:3 (25:20, 23:25, 21:25, 21:25). Der TSV Wachtendonk-Wankum hatte beim favorisierten Gastgeber aus Krefeld nichts zu bestellen. Einmal mehr schaffte es die von Detlef Kramps und Jan Reiners trainierte Mannschaft nicht, ihre Annahmeprobleme in den Griff zu bekommen. Zudem mussten die Gäste auf Julius Kramps, Nils Druyen, Pierre Siemer und Ben Reiners verzichten – dieser Aderlass war einfach zu groß, um für eine Überraschung sorgen zu können.

Die Reserve des Kevelaerer SV musste danach gegen den SV Budberg ran. Beide Mannschaften boten den Zuschauern ein gutes Spiel, in dem sich die Kevelaerer den ersten Satz sichern konnten. Großen Anteil daran hatte Andreas Holtappels mit einer Aufschlagserie. Die von Nicole Joosten betreute Mannschaft war hoch motiviert, leistete sich aber in der Folgezeit zu viele Fehler. Die folgenden Sätze waren zwar ausgeglichen, aber unter dem Strich hatte das Team aus der Marienstadt etwas unglücklich das Nachsehen.