Kevelaerer SV und SV Walbeck rutschen in die Gefahrenzone.

Fußball : Für Kevelaer und Walbeck wird’s ungemütlich

Fußball-Bezirksliga: KSV verliert 1:5 gegen Vrasselt, der SV Walbeck 1:4 bei Viktoria Goch. Schneefall verursacht viele Spielabsagen.

Der kleine Wintereinbruch am Wochenende sorgte für die ersten größeren Spielabsagen in der Bezirksliga, die beteiligten Teams aus dem Gelderland mussten am Sonntag nicht mehr antreten. Neben den Partien Sportfreunde Broekhuysen gegen SC Bocholt und SV Rindern gegen DJK Twisteden fiel auch das Derby FC Aldekerk gegen TSV Wa.-Wa. dem Schnee zum Opfer. Die Spiele am Samstag fanden noch statt. Da werden sich die Verantwortlichen des SV Walbeck und des Kevelaerer SV anschließend gedacht haben, dass die Verlegung vielleicht doch keine gute Idee war. Denn beide Teams mussten zum Jahresabschluss noch einmal eine herbe Niederlage einstecken und überwintern nun auf einem recht ungemütlichen Tabellenplatz.

Viktoria Goch – SV Walbeck 4:1 (1:1). Der Bonus, den sich die Walbecker mit einem guten Saisonstart erarbeitet hatten, ist längst aufgezehrt. Auch im letzten Spiel des Jahres verpassten die Spargeldörfler deutlich das Ziel, sich für die Rückrunde besser zu positionieren und müssen sich für das kommende Jahr auf einen Kampf um den Klassenerhalt einstellen. Zumindest vom Ergebnis her sah es für die Gäste bis zur Pause noch recht passabel aus, es spiegelte aber nicht das Geschehen auf dem Platz wider. Zwar scheiterte Maurice Koppers nach feinem Zuspiel von Holger Jansen aussichtsreich vor dem Gocher Schlussmann, ansonsten hatte aber die Viktoria das Geschehen fest im Griff.

Dennoch gelang den Walbeckern die Führung, Stan Hesen hatte nach einer halben Stunde Glück, dass sein Fernschuss unhaltbar abgefälscht wurde. Die Gocher, mit wesentlich besseren Chancen ausgestattet, glichen eine Minute vor dem Wechsel hochverdient aus. Nach der Pause wurde das Walbecker Spiel nicht besser, der Gastgeber ging in der 57. Minute in Führung. Goch machte weiter Druck, brauchte dann allerdings bis zur 80. Spielminute, um mit einem Doppelschlag (81./82.) den hochverdienten Sieg perfekt zu machen. Das Phillip Pertz dann auch noch die Rote Karte sah, passte dann irgendwie zur Walbecker Vorstellung. „Wir haben eine schwache Leistung gezeigt, da wartet bis zur Rückrunde noch eine Menge Arbeit auf uns“, meinte ein enttäuschter Trainer Jörg Hegmans.SV Walbeck: Statetzny – Hegmans, Kropp, Elspaß, Koppers, Gerke, Jansen, Mertens, (64. Pertz) Giesen (61. Haksteter), Arians, Hesen.

Kevelaerer SV – SV Vrasselt 1:5 (0:2). Manchmal lügen Statistiken eben doch nicht. Nur ältere Anhänger des Kevelaerer SV werden sich an ein Erfolgserlebnis gegen die Mannschaft aus Emmerich erinnern können. Mit einer Pleite in dieser Höhe dürfte aber kaum jemand gerechnet haben. Die Gäste legten einen Blitzstart hin, überraschten den KSV mit zwei langen Bällen und lagen bereits nach sieben Minuten mit 2:0 vorne. Da läuft man dann erst einmal hinterher. Zwar hatten die Platzherren in der Folgezeit mehrere gute Möglichkeiten, ließen diese aber jeweils ungenutzt. So konnten die Gäste mit einem komfortablen Vorsprung in die Kabine gehen und sorgten gleich nach der Pause (53.) mit dem Treffer zum 3:0 für die Vorentscheidung.

Die Kevelaerer spielten zwar gefällig mit, blieben aber weiter vor dem gegnerischen Tor zu harmlos. Anders dagegen der SV Vrasselt, der zwei weitere Tore nachlegte. Zehn Minuten vor dem Spielende war dann aber Ben Hölzle mit einem sehenswerten Schuss zumindest noch der Ehrentreffer vergönnt. „Der Gegner war einfach gnadenlos effektiv. Vrasselt hat sieben Mal aufs Tor geschossen und fünf Treffer erzielt. Wir haben in der Winterpause noch einiges aufzuarbeiten“, meinte KSV-Trainer Ferhat Ökce.

Kevelaerer SV: Müllers – Haeßl (58. Sekela), Linßen, Vykydal, Quarta, Verhoeven (80. Gisberts) Brinkhaus, Amzai, Smets, van Bühren, Hölzle.

Mehr von RP ONLINE