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Kevelaerer SV fällt ans Tabellenende zurück

Fußball : Kevelaerer SV fällt auf den letzten Platz zurück

Fußball-Bezirksliga: Neuling kassiert bittere 2:4-Niederlage gegen den FC Aldekerk. Oliver Martens erzielt alle Treffer für die Gäste.

Es war ein turbulenter Spieltag in der Bezirksliga. Und für drei Gelderlandvereine lief es in Sachen Klassenerhalt alles andere als gut. Der Kevelaerer SV rutschte auf den letzten Tabellenplatz, der SV Walbeck verpasste durch die Niederlage beim 1. FC Kleve II die Chance, sich ein wenig von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Auch der TSV Wachtendonk-Wankum ist nach der Heimniederlage gegen den Spitzenreiter SGE Bedburg-Hau endgültig im Kreis der Abstiegskandidaten angekommen. Nur die Sportfreunde aus Broekhuysen, die einen Punkt aus Emmerich mitbrachten, sind als Tabellenfünfter recht entspannt, ebenso wie Tabellennachbar Aldekerk, der zumindest einstweilen nach dem Sieg in Kevelaer aus der Schusslinie ist.

TSV Wachtendonk-Wankum – SGE Bedburg-Hau 1:2 (0:1). Einige unschöne Begleiterscheinungen hatte dieses vorgezogene Meisterschaftsspiel am Freitag für den gastgebenden TSV. Nicht nur, dass man dem Spitzenreiter am Ende mit 1:2-Toren unterlag, auch viele Karten, darunter eine Rote und ein gelb-roter Karton, hinterließen einen etwas bitteren Nachgeschmack. Im ersten Durchgang war es noch eine ausgeglichene Partie. Nach einem Foulspiel wurde den Gästen in der 24. Minute ein Elfmeter zugesprochen, die Chance zur Führung ließen sich die Bedburger nicht entgehen. Zehn Minuten nach dem Wechsel handelte sich dann Simon Porvitz wegen Meckerns Gelb-Rot ein, sechs Minuten später erhöhten die Gäste auf 2:0. Kurz darauf gab es beim Warmlaufen für Sascha Simrodt die Rote Karte, auch hier ein verbaler Ausfall. Trotz Unterzahl machte der TSV in der Schlussphase noch einmal richtig Druck, kam nach einem Gewühl im Strafraum per Eigentor zum 1:2-Anschlusstreffer und hatte noch weitere Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. „Wir haben insgesamt mehr für das Spiel getan und hätten den Ausgleich verdient gehabt“, meinte TSV-Trainer Marcel Blaschkowitz.

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Kevelaerer SV – FC Aldekerk 2:4 (0:3). Es war ohne Frage eine sehr unterhaltsame und kurzweilige Begegnung, in der beide Mannschaft sehr engagiert agierten. Bereits nach sieben Minuten war es der „Man of the Match“ Oliver Martens, der einen langen Abschlag von Torhüter Thorsten Fühner kurz vor dem Strafraum aufnahm, sich gegen drei Kevelaerer durchsetzte und zur Führung einschoss. Nur vier Minuten später der zweite Paukenschlag, Martens wurde am Strafraum freigespielt und erzielte seinen zweiten Treffer. Diesen frühen Doppelschlag verkrafteten die Gastgeber erstaunlich gut, die weiter nach vorne spielten, auch einige Chancen herausspielten, sich dadurch aber immer den gefährlichen Kontern der Aldekerker aussetzten. Diese zeigten sich enorm effektiv, als Oliver Martens einen Freistoß – noch leicht abgefälscht – nach 25 Minuten zum 3:0-Vorsprung in die Kevelaerer Maschen schickte. In der 45. Minute hatte der Torjäger dann noch den vierten Treffer auf dem Fuß, dann wäre die Partie mit Sicherheit gelaufen gewesen. So kam dann der KSV, der bis zur letzten Minute kämpfte, nach der Pause noch einmal zurück ins Spiel. Nach einem Doppelschlag von Sven van Bühren, der in der 52. und 53. Minute traf, stand es plötzlich nur noch 2:3. Und die Marienstädter setzten nach, Aldekerk stand unter Druck, war dann nach einer Stunde Spielzeit nach einem Platzverweis in Unterzahl. Doch kurz darauf war es erneut Oliver Martens, der einen Stellungsfehler in der KSV-Abwehr nutzte und auf 4:2 erhöhte. Auch wenn sich den Marienstädtern im Anschluss noch einige Hochkaräter boten, der erneute Anschlusstreffer wollte nicht mehr fallen. „Ich bin natürlich sehr zufrieden, auch wenn wir nach der Pause in einer Schwächephase den Erfolg noch einmal in Frage gestellt haben“, meinte FCA-Spielertrainer Marc Kersjes. „Wir haben in der ersten halben Stunde zu viele Fehler gemacht, mussten dann natürlich auf Risiko spielen“, meinte Trainer Ferhat Ökce.

FC Kleve II – SV Walbeck 4:1 (1:1). Am Ende waren die Walbecker trotz der schon recht hohen Niederlage mit dem Ergebnis noch gut bedient. Schon zur Pause zeigten die Klever das klar bessere Spiel, gingen bereits nach sechs Minuten verdient in Führung. Den besten Spielzug brachten die Gäste in der 25. Minute zustande, als Holger Jansen nach einer Flanke von Stan Hesen zum Ausgleich einköpfte. Nach dem Wechsel wurde es ungemütlich für die Spargeldörfler, die Glück hatten, dass die Klever jede Menge Chancen im wahrsten Sinne des Wortes „verballerten“. Bis zur 74. Minute hielt man noch das Remis, dann erhöhte Kleve auf 2:1 und legte, trotz weiterer guten Chancen, erst in der Schlussphase noch zwei Tore (88. und Nachspielzeit) nach. „Wir haben gegen einen klar besseren Gegner und einer eigenen schlechten Leistung verdient verloren“, äußerte sich Trainer Jörg Hegmans zum Auftritt seiner Mannschaft.

SV Vrasselt – Sportfreunde Broekhuysen 0:0. Eher beschaulich ging es in der Partie in Emmerich-Vrasselt zu. Die Gastgeber agierten überwiegend mit langen Bällen, auf die sich die Broekhuysener Abwehr recht gut einstellen konnte und somit auch wenig vor dem Tor zuließ. „Mit der Defensivarbeit können wir ganz zufrieden sein, nur nach vorne lief es nicht so gut“, meinte Spielertrainer Sebastian Clarke. Nur bis Strafraumhöhe wurde der Ball gut gespielt, in der gefährlichen Zone konnten die Sportfreunde so gut wie keine gefährliche Aktion vorweisen. „Wäre es vorne besser gelaufen, dann wäre sicher mehr als dieses Unentschieden möglich gewesen“, kommentierte der Broekhuysener Coach die Nullnummer in Emmerich.