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Fußball: Kersjes-Elf geht unter - Sevelen bärenstark

Fußball : Kersjes-Elf geht unter - Sevelen bärenstark

Fußball-Bezirksliga: Die Sportfreunde Broekhuysen um Spielertrainer Marc Kersjes kassieren ein 0:5 gegen Schwafheim. Sevelen punktet dank seiner kämpferischen Leistung dreifach beim GSV Moers. Walbeck gewinnt bei Fichte Lintfort.

Der TSV Wa.-Wa. verliert nur knapp gegen den Tabellenzweiten SV Scherpenberg.

Sportfreunde Broekhuysen - SV Schwafheim 0:5 (0:1). Im Abstiegskampf mussten die Sportfreunde eine bittere Pille schlucken. Im Heimspiel gegen den SV Schwafheim stand am Ende ein 0:5 zu Buche. Damit ist Schwafheim nun auch offiziell Meister. Broekhuysen hingegen muss weiter zittern, da der SV Sevelen parallel einen Sieg beim GSV Moers einfuhr. Bitter war die Niederlage aus Sportfreunde-Sicht vor allem deshalb, da Torchancen zuhauf bestanden. Aber wieder einmal war die mangelnde Chancenverwertung das Manko im Spiel der Broekhuysener. "Das Ergebnis entspricht auch nicht dem Spielverlauf", sagte SFB-Spielertrainer Marc Kersjes. "Die erste Hälfte war ausgeglichen. Wir haben gut gegen den Ball gespielt."

Die Gäste, die bis auf einige Distanzschüsse und einen Kopfball, den SFB-Keeper Marek Schaffers gut parierte, nicht wirklich viel zustande brachten, profitierten dennoch von einem Broekhuysener Stellungsfehler und führten nach 14 Minuten mit 1:0.

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Broekhuysen hatte bis zur Pause etliche Chancen zum Ausgleich, aber Benedikt Peun scheiterte zweimal, ein letzter Pass auf Igor Puschenkow kam ebenso wenig an. "Wäre der Ausgleich gefallen, wäre für uns vielleicht noch etwas drin gewesen", sagte Kersjes. Aber auch nach der Pause bekam Benedikt Peun den Ball nicht über die Linie gedrückt. Spätestens mit dem 2:0 und 3:0 für die Gäste war die Geschichte dann auch durch.

Schwafheim erhöhte am Ende noch bis auf 5:0 und feierte die Meisterschaft. Das letzte Tor kam laut Kersjes durch einen fragwürdigen Elfmeter zustande. Verzweiflung hat sich im Broekhuysener Lager trotz der Niederlage noch nicht breit gemacht. "Wir können jetzt noch neun Punkte holen. Alles ist noch möglich", resümierte der Spielertrainer.

Fichte Lintfort - SV Walbeck 3:6 (2:3). Mit einem 6:3-Sieg haben die Walbecker sich (fast) aller Abstiegssorgen entledigt. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nun neun Punkte - bei noch drei ausstehenden Spielen. Noch ist der Liga-Verbleib zwar nicht dingfest gemacht, aber so wie Walbeck beim Favoriten Fichte Lintfort auftrat, dürfte es beim nächsten Spiel in zwei Wochen vielleicht mit der Klassenerhaltsfeier klappen.

"Unterm Strich hat sich gezeigt, dass wir die Punkte brauchten und Fichte nicht", sagte Walbecks Trainer Jan Schröers. Seine Elf legte auch los wie die Feuerwehr und führte nach fünf Minuten bereits mit 2:0 nach Toren von Michael Janßen und Sven Janssen. Fichte verkürzte kurz danach per Elfmeter, die Gäste konterten aber mit dem 3:1 durch Michael Janßen. Noch war der Sieg aber nicht eingetütet, da Lintfort bis zur 55. Minute zum 3:3 ausglich. "Trotz des Ausgleichs haben die Jungs Charakter gezeigt", sagte Schröers. Sven Janssen, ein Lintforter Eigentor sowie ein Treffer von Philipp Pertz sorgten für den wichtigen Auswärtsdreier.

GSV Moers - SV Sevelen 2:3 (0:1). Auch dem SV Sevelen ist im Kampf um den Verbleib in der Bezirksliga ein wichtiger Sieg gelungen. "Es war spannend bis zur letzten Sekunde. Die Jungs waren aus spielerischer Sicht zwar ängstlich, sind aber letztlich über den Kampf und die Leidenschaft zum Sieg gekommen", sagte Sevelens Coach Thorsten Fronhoffs. Tobias Winkler brachte die Gäste nach einer halben Stunde in Führung, die bis zur Pause auch halten sollte.

Moers konterte im zweiten Durchgang zunächst mit dem Ausgleich und schließlich mit dem Tor zum 2:1. "Bei diesem Spielstand hätte die Partie vollends kippen können, aber die Jungs haben sich reingehauen und Moral gezeigt. Unser Keeper Jonas Tersteegen hat eine Moerser Chance noch gut entschärft", lobte Sevelens Trainer. So glich Simon van der Sande zum 2:2 aus, ehe Philipp Langer zwölf Minuten vor Schluss den umjubelten Siegtreffer zum 3:2 erzielte. "Für die Köpfe und die Moral war der Sieg enorm wichtig. Das heißt jetzt aber nicht, dass wir uns schon ausruhen dürfen", sagte Fronhoffs.

TSV Wa.-Wa. - SV Scherpenberg 0:1 (0:1). Obwohl Wachtendonk weitaus weniger Ballbesitz und vor allem in der ersten Halbzeit kaum Chancen verbuchte, sorgte die TSV-Elf von Coach Wilfried Steeger immerhin dafür, dass Scherpenberg "nur" mit 1:0 gewann. "Unsere Abwehr stand mal wieder gut. Ein Sonderlob geht an unseren Ersatz-Torwart Felix Luhr, der gut gehalten hat", sagte Steeger.

Kurz vor der Pause fiel das einzige Tor der Partie. "Das war ein ganz blöder Gegentreffer. Wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn er nicht gefallen wäre." Im zweiten Durchgang beschränkten sich die Gäste, das Ergebnis zu verwalten, Wachtendonk konnte dem dann auch nicht mehr viel entgegensetzen.

(RP)