Kato Sürün will den Acker wieder beben lassen

Fußball : „Habe viele Freunde beim SV Straelen“

Der ehemalige Sportliche Leiter des Regionalligisten kämpft mit dem SV Hö.-Nie. um den Klassenerhalt.

Kato Sürün, in der abgelaufenen Saison noch maßgeblich am Aufstieg des SV Straelen in die Fußball-Regionalliga beteiligt, hat sich mit seinem alten Freund Guido Lohmann auf den Weg nach Hönnepel-Niedermörmter gemacht. Beide wollen bei der dortigen Spielvereinigung sportlich wieder bessere Zeiten einläuten. Der Acker an der Düffelsmühle, zuletzt eher fußballerisches Brachland, soll endlich einmal wieder ins Beben geraten. Aller Anfang ist allerdings schwer. Die Mannschaft wartet im neuen Jahr noch auf den ersten Sieg und steckt als Vorletzter mitten im Landesliga-Abstiegskampf.

Ein Unentschieden gegen den VfL Rhede, Niederlagen gegen den SV Burgaltendorf und am Samstag im Derby gegen den SV Sonsbeck. Warum läuft’s nach der Winterpause noch nicht rund ?

KATO SÜRÜN Dafür gibt es sicherlich mehrere Ursachen. Zum einen muss man natürlich sagen, dass wir direkt ein brutal schweres Programm haben. Nächsten Sonntag kommt beispielsweise auch noch der souveräne Tabellenführer FC Kray zu uns. Außerdem muss Trainer Thomas von Kuczkowski noch einige Neuzugänge integrieren. Das dauert bekanntlich seine Zeit. Und dann ist die Mannschaft noch etwas verunsichert. Das wird sich aber hoffentlich schnell ändern, sobald sich die ersten Erfolgserlebnisse einstellen.

Die Mannschaft ist im Winter in erster Linie in der Abwehr verstärkt worden. Innenverteidiger Daniel Vogel und Außenverteidiger Marvin Hitzek kennen Sie noch aus gemeinsamen Straelener Zeiten, außerdem ist Torhüter Dominik Weigl vom Oberligisten TV Jahn Hiesfeld gekommen. Weshalb diese Konzentration auf die Defensive ?

SÜRÜN Wir fangen mit unserer Arbeit ja gerade erst an und hatten den Eindruck, dass die Mannschaft stabilisiert werden muss. Wir bringen jetzt eine starke Abwehr auf den Platz, die uns im weiteren Saisonverlauf bestimmt noch einige Punkte bescheren wird. Selbstverständlich sind wir aber auch schon mit den Planungen für die nächste Saison beschäftigt. Dann wollen wir uns wieder etwas weiter nach oben orientieren.

Zunächst muss aber erst einmal der Klassenerhalt geschafft werden. Glauben Sie daran ?

SÜRÜN Ich glaube nicht nur an den Klassenerhalt. Ich glaube vor allem fest an unsere Mannschaft. Die Spieler genießen mein volles Vertrauen. Ich bin daher sehr zuversichtlich, dass wir in Kürze die Abstiegsplätze verlassen können.

Verfolgen Sie auch noch das Geschehen beim SV Straelen ?

SÜRÜN Aber selbstverständlich. Ich habe ja noch viele Freunde dort, auch innerhalb der Mannschaft. Präsident Hermann Tecklenburg, mit dem ich mich gelegentlich noch austausche, hat mir eine Dauerkarte geschenkt. Mir gefällt sehr gut, was in Straelen passiert. Die Mannschaft hat sich im Mittelfeld der Regionalliga etabliert. In der nächsten Saison ist vielleicht sogar noch etwas mehr möglich, weil dort in allen Bereichen sehr gute Arbeit geleistet wird.

Dürfen sich die Zuschauer an der Düffelsmühle in der nächsten Saison auf weitere Neuzugänge aus Straelen freuen ? Neben Daniel Vogel und Marvin Hitzek haben aus der aktuellen Mannschaft auch schon Sascha Tenbruck und Marcel Schütze das gelbe Trikot getragen.

SÜRÜN Falls sich die Gelegenheit ergeben sollte, sagen wir mit Sicherheit nicht nein. Wer Spieler aus Straelen holt, weiß schließlich, dass er Qualität bekommt. Aber ich denke, dass mein früherer Verein daran interessiert ist, seinen Unterbau zu stärken. Und wenn die zweite Straelener Mannschaft den Sprung in die Bezirksliga schafft, gibt’s auch wieder Perspektiven für die Talente aus den eigenen Reihen.

Zum Schluss muss diese Frage erlaubt sein: Wann bebt in Hönnepel wieder der Acker ?

SÜRÜN Das dürfte eigentlich nicht mehr allzu lange dauern. Wenn wir am Mittwoch unser Nachholspiel beim SV Scherpenberg erfolgreich bestreiten, wackelt’s vielleicht schon am nächsten Sonntag gegen den FC Kray.