Kapellens Trainer Andreas Holla tritt zurück - Nachfolger wird gesucht

Kreisliga A : Andreas Holla wirft das Handtuch

Der Trainer des A-Ligisten Arminia Kapellen-Hamb trat nach dem 1:1-Remis seiner Elf gegen Vernum zurück. Nun sucht die sportliche Führung seinen Nachfolger. Vorgänger Mario Kanopa war im Gespräch, doch der winkte gleich ab.

Die sportliche Misere bei der Arminia Kapellen-Hamb spitzte sich am vergangenen Wochenende weiter zu. Erneut gelang den Kapellenern in der Kreisliga A nicht der Befreiungsschlag: Das 1:1-Remis gegen Grün-Weiß Vernum bedeutete gleichzeitig die sechste Begegnung ohne Sieg. Trainer Andreas Holla erklärte im Nachgang der Partie im Gespräch mit unserer Redaktion: „Ein Punkt ist für uns natürlich zu wenig.“

Doch nicht nur das. Holla zog für sich gleich auch die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt des Vorjahressiebten: „Ich habe den Verein gebeten, ohne mich weiterzumachen. Die Jungs können besser Fußball spielen. Ich bin nicht mehr der Richtige.“ So steht der Traditionsverein vor dem 14. Spieltag ohne Cheftrainer da. Der letzte Sieg von Kapellen-Hamb datiert aus dem September, damals gelang dem Holla-Aufgebot ein 3:1-Erfolg gegen die Spielvereinigung Kessel/Ho-Ha. Für weitere Nachfragen zu seiner Rücktritts-Entscheidung war Holla bis zum Redaktionsschluss nicht erreichbar.

„Mit seinem Rücktritt habe ich nicht gerechnet. Ich hatte vorher schonmal an der Theke gehört, dass er der Mannschaft sowas angekündigt hat, geglaubt habe ich das aber nicht wirklich“, sagt Vereinsvorsitzender Andreas Albers. So sei er am vergangenen Sonntag von dem plötzlichen Ausscheidens Hollas überrascht gewesen. „Wenn er zu dem Entschluss kommt, nicht mehr der Richtige auf der Position zu sein, müssen wir das akzeptieren. Außerdem glauben wir durchaus, dass diese Mannschaft dazu in der Lage ist, den Klassenerhalt zu schaffen. Das Potential dazu hat sie allemal“, sagt Albers weiter. Klar sei aber auch: Eine Platzierung wie im vergangenen Jahr könne mit dem diesjährigen Personal nicht erreicht werden. „Andreas Holla passte offenbar mit seiner Art, zu trainieren und aufzustellen, nicht zu dieser Mannschaft“, sagt Albers.

Er hätte sich jedoch gewünscht, so erklärt er unserer Redaktion, dass Holla mindestens bis zur Winterpause weitermache. Nun aber ist der Cheftrainerposten vakant, die Suche nach einem Neuen an der Seitenlinie verlaufe Albers zu Folge auf Hochtouren – bisher jedoch vergebens. „Wir befinden uns in Gesprächen und hoffen, schnellstmöglich einen neuen Trainer präsentieren zu können“, sagt er.

Direkt nach Hollas Rücktritt hätten er und seine Vorstandskollegen an den gegenwärtig vereinslosen Ex-Trainer Mario Kanopa gedacht, der die Arminen von 2015 bis 2019 betreute und sie nicht nur von der B- in die A-Liga führte, sondern dort angekommen den SV auch zu einer festen Größe der Kreisliga A entwickelte. Kanopa genießt einen hervorragenden Ruf am Vorsumer Weg. „Er kennt die Jungs natürlich, das kann immer helfen. Er hat uns aber leider abgesagt“, schildert Albers. Zum Hintergrund: Im Sommer dieses Jahres hatte Kanopa sein Engagement in Kapellen-Hamb aus „privaten Gründen“ beendet. Die Namen weiterer Kandidaten wolle Albers nicht nennen.

An eine Entlassung hätte der SV-Vorstand übrigens trotz der sportlichen Negativserie nicht gedacht. „Vielleicht hätte man in der Winterpause daran denken müssen, soweit waren wir aber nicht. Andreas hatte unser Vertrauen“, legt Albers dar. Er hält es des Weiteren für höchst unwahrscheinlich, dass der neue Trainer bereits am kommenden Wochenende auf der Trainerbank sitzt: „Das werden wir wohl nicht schaffen.“

Stattdessen soll Torwarttrainer Thorben Gbur dann das Kommando interimsweise übernehmen. Am Sonntag (14.30 Uhr) geht es auswärts zum der Konkurrenz längst enteilten Klassenprimus SV Rindern. Ohnehin wäre diese Begegnung wohl keine passende Bühne für ein Trainerdebüt. „Wir wollen eine langfristige Lösung präsentieren, die uns nachhaltig weiterhelfen kann“, sagt Andreas Albers im Gespräch mit unserer Redaktion.