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Lokalsport: Junger Kufenflitzer träumt von Olympia

Lokalsport : Junger Kufenflitzer träumt von Olympia

Der 15-Jährige Justus Jahn aus Broekhuysen pendelt zwischen Schule und Eisbahn. Momentan bereitet sich der ehrgeizige Sportler auf die Deutschen Meisterschaften vor, die in zwei Wochen in Erfurt ausgetragen werden.

Von wegen Karneval. Für Justus Jahn stand am Wochenende der Wettbewerb um den NRW-Pokal der Eisschnell-Läufer auf dem Programm. Die 500 Meter-Distanz bewältigte der junge Kufenflitzer aus Broekhuysen in 42,55 Sekunden, über 3000 Meter erreichte er in 4:46 Minuten das Ziel. Damit ist der 15-Jährige für die Deutschen Meisterschaften, die in zwei Wochen in Erfurt ausgetragen werden, gut gerüstet.

 Justus Jahn steht für die nationalen Eisschnelllauf-Titelkämpfe in Erfurt gut gerüstet in den Startlöchern.
Justus Jahn steht für die nationalen Eisschnelllauf-Titelkämpfe in Erfurt gut gerüstet in den Startlöchern. Foto: Seybert, Gerhard (seyb)

"Wenn ich in Erfurt unter die ersten Sechs komme, habe ich gute Chancen auf zusätzliche Lehrgänge", erklärt der ehrgeizige Teenager. Bei diesen Lehrgängen trifft sich der junge Gelderländer mit Eisschnelllauf-Talenten aus ganz Deutschland. "Es ist anstrengend. Wir machen viele Technik-Übungen, bei denen es darum geht, einen guten Laufstil zu bekommen", sagt Justus. Die Lehrgänge finden hauptsächlich in den Ferien statt. "Die Schule soll ja nicht vernachlässigt werden", versichert der junge Mann mit einem Lächeln im Gesicht. Justus Jahn gehört zum "D/C Kader" der Deutschen Eisschnelllaufgesellschaft (DESG). Sein Leben spielt sich zwischen Schule und der Eislaufbahn in Grefrath ab.

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Auf dem Eis bewegt er sich seit der Grundschulzeit. Seine Heronger Grundschule bot eine AG im Eislaufen an. Justus fiel positiv auf und wurde gefördert. Das passt zu dem Slogan, mit dem der Eisschnellaufclub Grefrath Werbung in eigener Sache macht: "Eisschnelllauf mit dem EC Grefrath, von der Schulbank zu den olympischen Spielen."

Die Winterspiele sind auch der große Traum des Broekhuyseners. "Auf jeden Fall möchte ich einmal bei Olympia starten. Aber dafür muss ich noch viel trainieren und den Stress aushalten." Sechs bis sieben Mal in der Woche hat der Schüler Training, jeweils zwei bis drei Stunden. Deshalb bleibt nicht mehr viel Zeit für Freunde. "Und wenn ich mich mit denen treffen könnte, würde ich mich gerne ausruhen, weil ich platt bin", sagt der Jugendliche. Noch schlimmer wäre es, wenn es in der Schule nicht so gut laufen würde. Aber mit seinem Notendurchschnitt von 2,3 ist er zufrieden und hat sich auch schon überlegt, wie es nach der Schule weitergeht.

Der schnelle Teenager kann sich ein Sportstudium vorstellen. Auch an Bundeswehr und Bundespolizei hat er schon gedacht. Immer mit der Option, seinen Sport weiter ausüben zu können: "Ich muss auf jeden Fall etwas machen. Ich kann nicht ohne Sport. Der Körper gewöhnt sich halt dran." Zunächst einmal konzentriert sich Justus auf die Deutschen Meisterschaften. "Die Konkurrenz ist ziemlich hart", sagt Justus. Hinzu kommt, dass die Bahn anders ist als auf seiner Trainingsstrecke in Grefrath. "Die Bahn ist schmaler, dadurch wird man in den Kurven ziemlich schnell. Das geht extrem in die Beine. Bei längeren Läufen wird das ziemlich anstrengend." Beim Sprint kann viel durch die Frequenz erreicht werden. Das heißt: viele kleine Schritte sorgen für Tempo. "Bei Maximilian sieht das aus wie bei einer Nähmaschine", zieht er den Vergleich. Mit Maximilian Frenken und Max Reder teilt er sich in der Regel die ersten drei Plätze in NRW.

(RP)