Tennis: Jetzt wird's verdammt eng für BW Issum

Tennis : Jetzt wird's verdammt eng für BW Issum

Tennis-Niederrheinliga der Herren 40: Die Issumer Mannschaft verliert 4:5 gegen den TC Raadt und steht mit dem Rücken zur Wand.

Vor jedem Spiel in der Niederrheinliga hoffen Issums Tennisherren 40 darauf, dass ihre Gegner nicht ganz so stark antreten, wie sie gelistet sind. Doch die tun den - ihrerseits nominell auch nicht gerade schwach besetzten - Blau-Weißen diesen Gefallen einfach nicht. Auch die Gäste aus Raadt boten am Samstag fast alles auf, was sie zu bieten hatten.

Da waren einzelne Issumer Spieler sogar trotz klarer Niederlagen mit dem eigenen Resultat noch mehr als zufrieden. Wie zum Beispiel Thomas Hunsmann, der in Runde eins klar mit 2:6/2:6 gegen Jens Knippschild verlor. Beim Namen Knippschild dürfte es zumindest bei eingefleischten Tennisfans der 1990er und 2000er Jahre noch im Ohr klingeln: der 43-Jährige war zu besten Zeiten Rang 76 der Weltrangliste, spielte zwei Mal für das deutsche Daviscup-Team und erreichte bei den French Open im Jahr 1998 das Achtelfinale. "Und so einer spielt in Raadt nicht an eins, sondern an zwei", kommentierte Mannschaftsführer Arndt van Huet später die Aufstellung der Gäste. Er selbst spielte parallel und konnte die Leistung des Top-Spielers nicht wirklich beobachten. Mit über drei Stunden Spielzeit, davon die Hälfte allein für den ersten Satz, bestritt van Huet das längst Match des Tages und war am Ende überglücklich, den Match-Tie-Break für sich entschieden zu haben. Und das, nachdem er den ersten Satz bereits verloren hatte. Gegen Udo Vieth gewann er schließlich mit 4:6/6:2/10:5. Joeri te Riele musste sich bereits vorher gegen Axel Bandun mit 4:6/1:6 geschlagen geben.

In der zweiten Runde war Mathias Hunsmann an Position eins gegen den Niederländer Erik Brummer nicht ganz chancenlos, aber seine Taktik ging nicht auf. Er wollte den ersten Satz gewinnen, es im zweiten eher ruhig angehen lassen, um dann den Match-Tie-Break mit aller Kraft zu gewinnen. Doch er brachte sein Spiel beim Stand von 4:1 nicht durch, was für Brummer die Wende zum Positiven brachte. Am Ende ging es recht klar mit 3:6/1:6 zu Gunsten der Gäste aus.

Für den zweiten Einzelsieg der Issumer sorgte Frank van den Heuvel, Herren-45-Weltmeister mit der niederländischen Mannschaft. Er setzte sich ungefährdet in zwei Sätzen mit 6:4/6:2 gegen Elmar Gerth durch. Wäre Wouter Zoomer richtig fit gewesen, hätte er den dritten Punkt für die Issumer in der ersten Runde holen können. Doch er kämpfte mehr mit einer Achillessehnenverletzung und Wadenproblemen als mit Gegner Andreas Krämer und musste sich deshalb in zwei knappen Sätzen (3:6/5:7) geschlagen geben.

Die kräftezehrenden Partien hatten auch hier wieder ihre Spuren an den Spielern hinterlassen. Issum musste wegen der Verletzung von Wouter Zoomer ein Doppel abschenken, die Gäste aus Raadt ihrerseits aus Verletzungsgründen gar zwei Matches. Nach der vierten Niederlage im vierten Spiel wird es bei zwei noch ausstehenden Begegnungen richtig eng für die Issumer in der Niederrheinliga. "Das ist die stärkste Liga, in der ich je gespielt habe", sagt Arndt van Huet. "Wir müssen jetzt darauf hoffen, dass Oberhausen als ebenfalls noch siegloses Team auch gegen uns ohne seine Top-Italiener antritt. Und dass Gladbach seinen besten Spielern am letzten Spieltag eine Pause gönnt."

(stemu)
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