Leichtathletik : Janssen haderte mit sich

Nach viel Reden war der Hochspringerin Nina Janssen nach dem Wettkampf bei der DM in Sindelfingen nicht zumute. „Ich bin enttäuscht“, erklärte die Straelenerin wortkarg. Bei einer Höhe von 1,65 m hatte sie den Wettbewerb vor 3000 Zuschauern aufgenommen.

Gleich mit dem ersten Versuch überflog sie die Anfangshöhe fehlerfrei. „Dann aber begann die Katastrophe“, ging die 19-Jährige hart mit sich selber ins Gericht. Als anschließend die Latte auf 1,70 m gelegt wurde, benötigte Janssen schon drei Versuche, um im Wettkampf zu bleiben. „Bei 1,75 m ging es dann ans Eingemachte“, schilderte Trainer Heinz Peters die für diesen Tag schon entscheidende Höhe seines Schützlings. Ihr letzter Versuch darüber sei zwar ganz okay gewesen, aber es reichte nicht ganz. „Es ist eben etwas Besonderes, zum ersten Mal eine DM bei den Frauen zu springen, wo eine Reihe anderer Disziplinen noch parallel laufen“, sagte Peters. Da müsse Konzentration zwangsläufig auf der Strecke bleiben. „Wir werden aber beide mit dem heute gemachten Lehrgeld gestärkt in die Freiluftsaison gehen“, ist sich der Straelener Trainer gestern sicher gewesen.</p>

(RP)