In letzter Sekunde gedreht

Robin Lux hat den C-Junioren des TSV Weeze das Weiterkommen im Niederrhein-Pokal gesichert. Beim VfL Willich traf der Torjäger in der Nachspielzeit zweimal zum 3:2-Sieg. Auch die beiden Straelener Teams gewannen.

Alle drei Mannschaften hielten sich zum Auftakt des Pokalwettbewerbs auf Verbandsebene schadlos. Die A-Junioren des SV Straelen schalteten sogar einen hohen Favoriten aus.

A-Junioren: VfB Hilden – SV Straelen 0:3 (0:1). Dank einer klasse Leistung ist der SV Straelen verdient in die zweite Runde eingezogen. Beim favorisierten VfB Hilden – immerhin Zweiter in der Meisterschaft und nach derzeitigem Stand Anwärter auf die Qualifikation zur Regionalliga – war Straelen über die gesamte Spielzeit optisch überlegen und wartete geduldig auf die sich bietenden Chancen. Nachdem Pierre Wetzels und Simon Porwitz die ersten beiden Möglichkeiten ungenutzt ließen, zeigte Fabian Göckler nach einer knappen halben Stunde, wie es besser geht: Einen scharf hereingegebenen Freistoß aus 35 Metern netzte der Mittelfeldspieler per Kopf ein zur Führung (27.).

Nach dem Wechsel avancierte Henning Heyt-hausen zum auffälligsten Akteur des Spiels, indem er zunächst das 2:0 durch Brouwers per Heber vorbereitete. Kurz darauf war es Heythausen persönlich, der den 3:0-Endstand markierte (56.) und das Aus für den Gastgeber besiegelte. "Das war ein spannendes und gutes Spiel beider Mannschaften. Das lässt uns für die Meisterschaft hoffen", sagte Trainer Thomas Geist.

SVS: Hauffe – Weeks, Hoffstadt, Vengels, Becker, Göckler, Rhode, Wetzels (75. Waitschekauski), Brouwers, Porwitz (69. Bletzki), Heythausen (81. Qajani).

Favoritensieg für SVS

C-Junioren: SV Straelen – SV Wermelskirchen 5:0 (2:0). Trainer Bernd Janhsen hatte vor der Partie einen Klassenunterschied gefordert und den bekam er auch. Seine Mannschaft setzte den rund 120 Kilometer angereisten Gegner früh unter Druck und bestimmte das Tempo nach Belieben. Die 1:0-Führung durch Vincent Dams bereits in der Anfangsphase (10.) war genauso absehbar, wie das 2:0 durch Torjäger Marvin Schweers Mitte der ersten Hälfte.

Nach dem Pausentee knüpften die Grün-Gelben nahtlos an die gute Leistung an, dass erneut Schweers nicht auf 3:0 erhöhte, lag einzig an der Tatsache, dass Wermelskirchen sich den Ball gleich selber ins Netz legte. Kurz darauf war es Heiko Leinweber mit einem Traumtor in den Winkel, ehe Schweers kurz vor Schluss nach Pass von Lukas Ernesti doch noch sein zweites Erfolgserlebnis feiern durfte. Mit dem Turniersieg in Herne konnten die Straelener tags darauf noch einmal Selbstbewusstsein für die Meisterschaft tanken. Gegner war unter anderem Regionalligist Rot-Weiß Essen.

SVS: Ücler – Stein (36. Rasch), Cox, Sankowski, Kozmin, Leinweber (60. Woischny), Meier (55. Hein), Kleuskens, Laarmanns (45. Ernesti), Schweers, Dams.

VfL Willich – TSV Weeze 2:3 (1:1). Von Beginn an wildentschlossen eine Runde weiter zu kommen, boten die Akteure beider Mannschaften den rund 150 Zuschauern einen packenden Pokalkrimi. Bisher noch ohne Erfahrung auf Kunstrasen, dauerte es lediglich acht Minuten, ehe Willich per Konter zur 1:0-Führung traf. Weezes Marco Plessow markierte aber nur kurz darauf den Ausgleich und machte das Spiel wieder spannend. Nach dem Wechsel dann der erneute Rückschlag: Weezes Hintermannschaft rückte mit auf, und der Konter landete erneut im eigenen Gehäuse (48.). Was folgte, war eine Glanzleistung des starken Willicher Torhüters. Egal ob Robin Lux per Fernschuss, oder Dustin Lingen und Fabian Hermens aus kürzerer Distanz, der Schlussmann hatte auf jeden Versuch, das Leder über die Linie zu bugsieren, die passende Antwort. "Der war einfach Wahnsinn, unbeschreiblich", lobte auch Hermens diese bärenstarke Leistung.

Nachdem die Gasteber unmittelbar vor dem Abpfiff die Riesenmöglichkeit zur Entscheidung ausließen, war es wieder einmal Robin Lux, der zum Mann des Spiels avancierte. Der Torjäger traf in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 2:2-Ausgleich, bevor er Sekunden vor dem Abpfiff mit dem 3:2 Siegtreffer das Resultat auf den Kopf stellte. "Die Jungs haben Moral bewiesen und sind trotz der Rückstände immer wieder zurückgekommen. Das war von beiden Teams super", freute sich Hermens.

TSV: Hofland - Winters (50. Venhoeven), Kersten, Saat, Bruns, Miller, Plessow, Lingen, Hermens, Lux, Saka (50. Zegers).

(RP)