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Fußball: Im Stadtderby gibt es keine Geschenke

Fußball : Im Stadtderby gibt es keine Geschenke

Fußball-Bezirksliga: Der Tabellenletzte SV Walbeck hat den ambitionierten GSV Geldern zu Gast. Trotz dieser Vorzeichen könnte es spannend werden am Bergsteg. Doch auch die Spiele der anderen Teams haben Unterhaltungswert.

Im Stadtderby hat der SV Walbeck den GSV Geldern zu Gast, sicher wieder eine Begegnung mit Emotionen und in dieser Saison, nimmt man die Tabelle als Grundlage, ein scheinbar ungleiches Duell. Walbeck wartet immer noch auf den ersten Saisonsieg, Gelderner Nachbarschaftshilfe ist nicht zu erwarten.

TSV Wachtendonk-Wankum - FC Moers-Meerfeld. Alles andere als rosig ist die Personalsituation bei den Wachtendonkern. So wird am Sonntag auch Felix Ohlig fehlen, der sich am Mittwoch im Pokalspiel in Auwel-Holt verletzte und die Sorgenfalten von Trainer Thomas von Kuczkowski vertiefte. "Es ist wie verhext momentan, am Sonntag muss ich wieder sechs Stammspieler ersetzten, vor allem sind einige Langzeitverletzte dabei", so der TSV-Coach. Das sind keine guten Vorzeichen für die Begegnung gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Meerfeld. Von daher könnte es schwer werden, mit einem positiven Ergebnis den Anschluss nach oben zu halten.

SV Walbeck - GSV Geldern. Diese Begegnung gehört zu den Evergreens der Derbys. Auch wenn es heute nicht mehr ganz so heiß hergeht wie bisweilen in den 70er Jahren, als auf der alten RSV-Asche am Bahnhof in einem Spiel gleich vier Walbecker vorzeitig zum Duschen geschickt wurden. Da wurde noch mit zum Teil überschäumender Leidenschaft um jeden Ball gekämpft. Eine Tugend, die man sich in anderer Form am Sonntag auch von der Heimelf wünschen würde. Die braucht nämlich ein Erfolgserlebnis, um endlich mal aus dem Tal der Tränen zu kommen. Ein typischer Abstiegskandidat sind die Walbecker eigentlich nicht, das weiß auch GSV-Trainer Peter Streutgens: "Für mich stehen die Walbecker unverdient ganz unten, ich sehe die Mannschaft eher auf Augenhöhe. Unser Ziel ist es, uns weiter oben festzusetzen." Noch hat am Bergsteg das Prinzip Hoffnung die Oberhand. "Die letzen Spiele haben gezeigt, dass die Mannschaft voll motiviert ist, aber uns fehlt oft das Quäntchen Glück. Wir brauchen einfach mal ein Erfolgserlebnis. Wenn das am Sonntag im Derby gelingen würde, wäre das sicher ein guter Anfang", meint Walbecks Trainer John Hesen.

SV Sevelen - VfB Uerdingen. Die Sevelener lieferten trotz der knappen 1:2-Niederlage in Hüls ein gutes Spiel ab, darauf wollte Trainer Thorsten Fronhoffs aufbauen, doch daraus wird wohl nichts: "Am Sonntag stehen mir wieder fünf Spieler nicht zur Verfügung. Es ist schon nervig, dass ich nicht einmal mit der Wunschelf spielen kann." Gegen Uerdingen, der sich im Aufwind befindet, wird es also auch auf eigenem Terrain schwer, die dringend benötigten Punkte für den Klassenerhalt zu holen. "Wir werden natürlich alles daran setzen, zu punkten, und in dieser wichtigen Begegnung auch mutiger nach vorne spielen", sagt Trainer Fronhoffs .

1. FC Kleve - Sportfreunde Broekhuysen. Im Pokalspiel in Kapellen zeigten die Broekhuysener eine gute Leistung, davon wollen sie nun etwas mit ins nächste Meisterschaftsspiel nehmen. Nach zwei Niederlagen in Folge soll der Negativtrend gestoppt werden. Beim 1. FC Kleve, derzeit im gesicherter Mittelfeld der Tabelle angesiedelt, hängen die Trauben aber hoch. "Das wird keine leichte Aufgabe, zumal wir auf Kunstrasen spielen. Ich hoffe aber, wir haben das entsprechende Selbstvertrauen", sagt Spielertrainer Sebastian Clarke.

DJK Twisteden - GSV Moers. War es im Pokalspiel gegen B-Ligist Issum noch eine vergleichsweise leichte Aufgabe, ist Twisteden im Spiel gegen Moers wieder richtig gefordert. Dies auch angesichts einiger personeller Engpässe, die am Sonntag hoffentlich nicht so arg ausfallen werden. Trainer Andreas Holla hofft, dass Niklas Heussen und Louis Cox wieder einsatzfähig sind. Der Tabellendritte aus Moers wird nichts zu verschenken haben, will oben dran bleiben. "Das wird schon ein schweres Spiel, da muss bei uns alles passen, um erfolgreich zu sein", meint DJK-Trainer Andreas Holla.

MSV Moers - FC Aldekerk (So.. 15.15 Uhr). Die Hoffnung, in diesem Spiel Punkte für den Klassenerhalt zu holen, werden wohl beide Teams hegen. Die Moerser, die bisher nur gegen den SV Walbeck gewannen und viele Spiele knapp verloren, sind vor allem zuhause nicht zu unterschätzen. Bei den Aldekerkern gibt es dafür auch keinen Anlass, der Relegationsplatz ist schließlich kein Ruhekissen. "Das wird kein einfaches Spiel, Moers ist ein unangenehmer Gegner, da müssen wir aggressiv zu Sache gehen", meint Trainer Marc Kersjes.

Beginn: Wenn nicht anders angegeben, werden alle Spiele am Sonntag um 15 Uhr angepfiffen.

(ksch)