"Ich hatte mir viel mehr vorgenommen"

Es war das erste Großereignis für Kathrin van Bühren im Trikot ihres neuen Vereins. Für Bayer Leverkusen startete die 26-Jährige bei den Deutschen Hallen-Meisterschaften der Leichtathleten in Leipzig. Die frühere Vorzeige-Athletin des Kevelaerer SV verpasste mit 6,16 Metern im Weitsprung das Finale der besten Acht und belegte als Vorjahres-Dritte diesmal Rang zehn. RP-Mitarbeiter Markus Haegert sprach mit ihr nach dem Wettkampf.

Wie ordnen Sie Ihre Weite und den zehnten Platz ein?

Van Bühren Ich hatte mir viel mehr vorgenommen. Ich hatte immerhin die Bronzemedaille aus dem Vorjahr zu verteidigen und bin als Nordrhein-Meisterin angereist.

Warum hat es diesmal nicht funktioniert?

Van Bühren Ich habe seit einiger Zeit meinen Anlauf umgestellt. Das klappt meistens richtig gut, aber eben noch nicht immer. Und diesmal war so ein Tag, wo es nicht wollte.

Wie fällt ansonsten Ihr erstes Fazit über die Anfangszeit bei Bayer Leverkusen aus?

Van Bühren Es macht riesigen Spaß. Es ist einfach etwas Anderes, in so einem großen Team dabei zu sein. In Kevelaer hatte ich auch etwas Einzigartiges. Aber da war ich oft allein unterwegs. Jetzt sitzen wir in einem großen Bus mit mehr als 30 Athleten.

Wie sieht Ihr weiterer Zeitplan aus?

Van Bühren Ich mache jetzt ein bisschen Pause. Vor den Nordrhein-Meisterschaften habe ich mir im Training den Fuß umgeschlagen. Seitdem konnte ich keinen Absprung ohne Tape üben. Das will ich jetzt auskurieren. Darum lasse ich auch ein Meeting in Chemnitz kommende Woche aus.

(RP)