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Fußball: Herongen bringt sich selbst um den Lohn

Fußball : Herongen bringt sich selbst um den Lohn

Relegationsrunde zur Fußball-Kreisliga A: Der SV Herongen kann einpacken. Nach der 1:3-Niederlage in Donsbrüggen hat die Elf keine Chance mehr auf den Aufstieg. Die Entscheidung machen Labbeck und Donsbrüggen unter sich aus.

Rheinwacht Erfgen muss den Gang in die Kreisliga B antreten. Gegen die DJK Labbeck-Uedemerbruch setzte es eine klare 0:3-Niederlage.

SV Donsbrüggen - SV Herongen 3:1 (1:1). Eines war schon vor dem Anpfiff klar. Der SV Herongen hätte das Auswärtsspiel beim SV Donsbrüggen gewinnen müssen, um überhaupt noch eine Chance auf den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga A zu haben. Mit einem Remis wäre in der Theorie vielleicht noch etwas möglich gewesen, eine Niederlage hätte sich die Elf um Spielertrainer Sebastian Tissen aber nicht erlauben dürfen. Aber genau Letzteres trat ein. Obwohl die Heronger sich im Vergleich zum ersten Spiel gegen Labbeck (1:2) noch einmal steigerten, stand am Ende eine Niederlage zu Buche. Donsbrüggen hingegen wahrt die große Chance. Nun kommt es am Dienstag (19.30 Uhr) zum Endspiel um den Aufstieg zwischen der DJK Labbeck-Uedemerbruch und dem SV Donsbrüggen.

Groß war die Enttäuschung im Heronger Lager nach dem Spiel. "Das ist wieder eine bittere Niederlage. Wir haben uns mal wieder selbst geschlagen. Bisher hatten wir keinen Gegner, der besser war als wir", sagte HSV-Spielertrainer Tissen, der nach dem Abpfiff noch minutenlang auf dem Boden lag und es nicht fassen konnte.

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Denn sein Team hatte einen besonders guten Start erwischt. Mit Mut und schönen Kombinationen setzte der HSV die Gastgeber anfangs unter Druck. So war es auch kein Wunder, als Herongen mit 1:0 in Führung ging. Tim Oploh hatte zwar erst den Pfosten getroffen, machte es im zweiten Versuch aber besser und netzte ein. "Das war ein Weltklasse-Tor", lobte Tissen später. Doch den Druck konnte Herongen nicht aufrecht halten, Donsbrüggen fand allmählich ins Spiel. Bis zur Pause gestaltete sich eine offene erste Halbzeit. Einige Male musste Herongens Keeper eingreifen und den Ausgleich verhindern, so wie in der 21. Minute, als Donsbrüggens Marvin Flintrop einen satten Schuss aufs Tor abgegeben hatte. Trotzdem wirkte Herongen in dieser Phase immer noch galliger. Doch Donsbrüggen ließ nicht locker. In der 37. Minute war es Stefan Klümpen, der HSV-Keeper Rene Janßen prüfte.

Fünf Minuten später war der Keeper dann aber machtlos. Zunächst hatte er einen Schuss von Klümpen noch abblocken können, doch Marvin Flintrop war zur Stelle, nutzte den Abpraller und markierte den 1:1-Ausgleich. Für die Heronger Moral war das späte Tor vor der Pause nicht unbedingt gut, dennoch präsentierte sich die Elf nach dem Seitenwechsel anfangs erneut gut. Die Gäste drängten auf den Führungstreffer. Doch Tissens, Tobias Reijnders' und Stephan Schwarz' Schüsse landeten außerhalb der Maschen. Donsbrüggen war spätestens nach den HSV-Chancen wieder im Spiel und antwortete mit einer Chance von Markus Euwens.

Die Schlüsselszene des Spiels geschah in der 74. Minute. Nach einem Foul bildete sich ein Spielerrudel und der Schiedsrichter zückte wenige Sekunden später die Rote Karte. Herongens Stephan Schwarz musste den Platz nach einer angeblichen Tätlichkeit verlassen. "Ich kann nicht beurteilen, ob es eine war", sagte Tissen. In Unterzahl spielend gelang den Herongern fortan nicht mehr viel. Donsbrüggen hingegen drückte noch einmal und markierte in der 79. Minute das 2:1 durch Stefan Klümpen. Fünf Minuten vor Schluss legte Peter Laakmann das 3:1 nach. "Die Niederlage müssen wir jetzt verdauen. Wir greifen nächstes Jahr wieder an", resümierte Tissen. Donsbrüggens Trainer Frank Bleisteiner war hingegen bestens gelaunt. "Wir können wirklich zufrieden sein. Dennoch ist uns körperlich viel abverlangt worden. In den Startminuten der beiden Hälften waren wir aber nicht besonders gut im Spiel", gab er zu.

Am Dienstag um 19.30 Uhr muss Donsbrüggen dann in Labbeck zum "Endspiel" antreten. Das nun bedeutungslos gewordene Spiel zwischen Rheinwacht Erfgen und dem SV Herongen wird nicht stattfinden. Die Partie wurde noch am Sonntagabend abgesetzt.

DJK Labbeck-Uedemerbruch - Rheinwacht Erfgen 3:0 (3:0). Rheinwacht Erfgen muss den Gang in die Kreisliga B antreten. Daran ist nicht mehr zu rütteln. Nach der 0:3-Niederlage bei der DJK Labbeck-Uedemerbruch hat die Elf keine Chance mehr, den Klassenerhalt irgendwie noch zu schaffen. Schon in der Anfangsphase war die Partie quasi vorentschieden, denn die Gastgeber erwischten - wie schon im ersten Spiel gegen Herongen - einen besonders guten Start. Nach Toren von Tim van Husen (2.) und Thomas van de Loo (9.) lagen die Labbecker mit 2:0 vorne. Als van de Loo in der 21. Minute zum 3:0 getroffen hatte, hatte die DJK anschließend Zeit genug, das Ergebnis zu verwalten, was letztlich auch gelang.

(RP)