Handball: Herber Verlust: Greven fällt bis Saisonende aus

Handball: Herber Verlust: Greven fällt bis Saisonende aus

Handball: Männer-Regionalligist TV Aldekerk muss nicht nur heute Abend bei Adler Königshof auf seinen Top-Torschützen verzichten. Die Frauen des Vereins greifen morgen in Leverkusen ins Geschehen ein.

An diesem Wochenende greifen die höchsten Handball-Mannschaften des TV Aldekerk ins Meisterschaftsgeschehen wieder ein. Die Drittliga-Frauen sind beim TSV Bayer Leverkusen gefordert, während die Männer in der eine Klasse tieferen Regionalliga zum Auftakt in das neue Sportjahr beim starken Aufsteiger Adler Königshof antreten.

Männer-Regionalliga Nordrhein: Adler Königshof - TV Aldekerk (heute, 20 Uhr, Halle Johannes-Blum-Straße). Es gibt Nachrichten, die möchte ein Trainer überhaupt nicht gerne hören. So erging es auch ATV-Coach "Mattes" Sommer, als ihn sein Top-Torschütze Can Greven, der zuletzt auch im Spielaufbau entscheidende Akzente im Aldekerker Spiel gesetzt hatte, von seinem längeren Ausfall informieren musste. Grund dafür ist eine Verletzung des Syndesmosebandes, das den Übergang vom Fußgelenk zum Schienbein darstellt. Für den 28-jährigen Aldekerker hat das zur Folge, dass er seinen Mitspielern bis zum Saisonende nur von der Bank aus die Daumen drücken kann. Nach der Kreuzbandverletzung von Janis Kempmann ist es beim ATV der zweite mehrere Monate dauernde Ausfall eines Stammspielers.

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"Die ohnehin schwere Aufgabe heute Abend in Königshof wird dadurch nicht einfacher", sagt Sommer, der darauf hofft, dass die übrigen Spieler in der Lage sind, die Verluste aufzufangen - eventuell mit Unterstützung des einen oder anderen Akteurs aus dem Oberligateam. Zuletzt waren das Christopher Tebyl und Lauritz Weisz. Doch egal, wie das Aldekerker Team heute aussehen wird, es wird auf eine Königshofer Mannschaft treffen, deren Prunkstück die Abwehrreihe mit einem bärenstarken Torhüter ist. Doch auch die Offensivkräfte der Krefelder wissen, wo das gegnerische Tor steht und wie man die Bälle darin unterbringt. Zudem gilt es, sich gegen die durch den Hallensprecher angeheizte Atmosphäre zu behaupten.

3. Liga Frauen: TSV Bayer Leverkusen II - TV Aldekerk (Samstag, 18 Uhr, Halle Kalkstraße). Im September des vergangenen Jahres vergeigten die Grün-Weißen gegen die Bayer-Sieben das erste Saisonspiel und hatten mit einer 27:28-Heimniederlage für einen Fehlstart in die neue Spielzeit gesorgt. Der war aber nicht von Dauer, nach elf Partien haben die Aldekerkerinnen sich trotz verletzungsbedingter Rückschläge gefangen und stehen mit ausgeglichenem Zählerstand auf einem sicheren Mittelfeldplatz. Gegen eben diese Bayer-Mannschaft soll jetzt am Samstag an der Leverkusener Kalkstraße der Rückrundenauftakt gelingen. Der direkte Tabellennachbar spielte bislang eine ordentliche Saison, wobei Leverkusens Trainerin Kerstin Reckenthäler auch schon mal auf Hilfe aus dem Bundesligakader bauen konnte. "Das kann natürlich auch morgen der Fall sein", weiß Aldekerks Co-Trainer Georg van Neerven, "die erste Mannschaft hat spielfrei." Für den ATV keine günstigen Voraussetzungen, zumal sich für das Spiel an der Fritz-Jakobi Sportanlage auf Aldekerker Seite ein fast schon dramatischer Personalengpass abzeichnet. Neben Meike Löwenthal und Lena Heimes werden auch Naomi Akeredolu, Carina Schütten, Pia Kühn und auch Lisa Beyer aus unterschiedlichen Gründen nicht mitwirken können. "Schlimmstenfalls müssen wir mit acht Feldspielerinnen antreten", sagt van Neerven und weiß, dass es dann ein dickes Brett zu bohren gilt.

(cbl)
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