Drittligist will in Frankfurt/Oder weiteren Schritt machen ATV-Frauen erwarten großen Widerstand

Kerken · In der Aufstiegsrunde zur Zweiten Handball-Bundesliga ist der TV Aldekerk an diesem Sonntag beim Frankfurter HC zu Gast, der bislang noch sieglos ist und daher unter Erfolgsdruck steht. Auf Angelina Huppers muss der ATV verzichten.

 Angelina Huppers, die hier im ersten Spiel gegen Regensburg noch am Ball war, ist verletzt und fällt am Sonntag aus.

Angelina Huppers, die hier im ersten Spiel gegen Regensburg noch am Ball war, ist verletzt und fällt am Sonntag aus.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Am Sonntag steht für den Frauenhandball-Drittligisten TV Aldekerk in der Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga das nächste Spiel im Terminkalender. Zur besten Kaffeezeit um 15 Uhr wird in der Brandenburg-Halle in Frankfurt an der Oder die Partie beim dortigen Handballclub angepfiffen. Und es könnte eine ganz entscheidende für beide Teams werden.

Der Frankfurter HC ist nach zwei bestrittenen Partien noch ohne Sieg und müsste die beiden noch ausstehenden Spiele gewinnen, um noch Chancen auf den dritten Tabellenplatz und damit auf Relegationsspiele gegen den Drittletzten der Zweiten Liga zu haben. Den hingegen könnten die Aldekerkerinnen am Sonntag festzurren, wenn im Spiel an der polnischen Grenze mindestens ein Unentschieden herausspringen würde. Doch darauf will man sich beim ATV nicht verlassen. „Wir fahren nach Frankfurt, um dort zu gewinnen“, sagt Aldekerks Co-Trainer Georg van Neerven.

Das Selbstbewusstsein hat der TV Aldekerk sich in den ersten beiden Partien, die mit einem Sieg und einem Unentschieden durchaus erfolgreich gestaltet werden konnten, verdient und hart erarbeitet. Im ersten Spiel gegen Regensburg war es die mentale Stärke des Aldekerker Teams, die in den Schlussminuten den Ausschlag gab und für den knappen Vorsprung am Ende verantwortlich war.

Am vergangenen Wochenende in Allensbach sorgten ein großer Kampfgeist und ein unbedingter Wille dafür, dass man einen Punkt mit an den Niederrhein nehmen konnte. Diesen Vorteil gilt es jetzt auch in Frankfurt wieder auf die Platte zu bringen. „Die Gegner in dieser Aufstiegsrunde sind alle stark. Wir werden uns vom derzeit letzten Platz des Frankfurter HC nicht blenden lassen“, sagt Georg van Neerven.

Das Aldekerker Team wird sich am Samstag schon auf den rund 650 Kilometer langen Weg nach Frankfurt an der Oder machen, dort übernachten und die Aufgabe am Sonntag dann ausgeschlafen angehen. „Wir haben uns dazu entschlossen, damit wir direkt vor dem Anpfiff nicht die lange Fahrt in den Knochen haben und von Beginn an hellwach sind“, sagt Georg van Neerven.

Auf den Einsatz von Angelina Huppers wird der ATV auf jeden Fall verzichten müssen. Sie zog sich, wie berichtet, beim jüngsten Spiel in Allensbach einen Nasenbeinbruch zu, wurde bereits erfolgreich operiert und kann nicht mit nach Frankfurt fahren. „Das schmerzt natürlich“, sagt van Neerven, „aber dennoch sind wir zuversichtlich, den Ausfall kompensieren zu können.“

Frankfurts Trainer Torsten Feickert hatte angekündigt, in den beiden letzten Spielen weiter auf die Defensivstärke seiner Mannschaft setzen zu wollen, so dass die Aldekerkerinnen sich in fremder Halle schon einmal auf massiven Widerstand einstellen können. Doch das war in den vorangegangenen Spielen nicht anders.

Die Partie wird online wieder übertragen. Der Link zum Livestream steht auf der Homepage des ATV unter www.tv-aldekerk.de.

Die Entscheidung, welche Mannschaft direkt in die Zweite Bundesliga aufsteigt, wird wohl erst am kommenden Wochenende fallen, wenn der derzeitige Tabellenzweite der Aufstiegsrunde, MTV Heide, am Sonntag, 30. Mai, um 15 Uhr zum Showdown in die Vogteihalle kommt.

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