Handball-Verbandsliga: Straelen gewinnt Krimi mit Happy-End gegen Vorst

Zweiter Saisonsieg : Handball: SV Straelen erlebt einen Krimi mit Happy-End

Es war eine echte Teamleistung, die dem abstiegsbedrohten SV Straelen nach 60 hochdramatischen Minuten Saisonsieg Nummer zwei in der Handball-Verbandsliga bescherte. Beim 27:26-Erfolg (15:11) gegen den TV Vorst erfüllte jeder seine Aufgabe.

Angefangen bei einem gut aufgelegten Martin Pieper im Straelener Kasten, über eine weitestgehend aufmerksame Deckung bis hin zu einer Angriffsreihe, in der es diesmal mehrere Hauptdarsteller gab. Marco Verbeek zum Beispiel, der Vorst in Halbzeit eins kräftig einheizte. Oder Linkshänder Cedric Linden, der drei der letzten vier SVS-Tore erzielte.

Beide Mannschaften starteten mit großem Engagement ins Kellerduell. „Uns war klar, dass wir gewinnen müssen, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht zu verlieren. Die Jungs sind mit diesem Druck ausgesprochen gut umgegangen“, sagte SVS-Coach Dieter Pietralla. Bis zum 7:7 war es ein Duell auf Augenhöhe. Anschließend übernahm Grün-Gelb das Kommando, erspielte sich bis zum Pausenpfiff eine 15:11-Führung, die nach dem Seitenwechsel jedoch ganz schnell wieder verspielt wurde. „Es wurden ein paar ganz schlechte Wurfentscheidungen getroffen. Das hat Vorst in die Karten gespielt“, erklärte Kompalla den 17:19-Rückstand (39. Minute).

Der SVS biss sich zurück ins Spiel – ohne großen Glanz, dafür jedoch mit enormen Einsatz. Die Führung wechselte – mehrfach. Drei Minuten vor Schluss lagen die Gäste mit 26:25 vorn. Den Ausgleich markierte Nils Janssen. Aus unmöglichen Winkel von Linksaußen. Per Dreher. Pietralla: „So eine Kaltschnäuzigkeit muss man erst einmal besitzen. Das war frech.“ Vorst ließ die nächste Gelegenheit ungenutzt. Im Gegensatz zu Cedric Linden, dem der Ball mit etwas Glück auf sieben Metern in die Hand fiel, bevor er diesen in die Maschen jagte. Die finalen 35 Sekunden überstanden die Blumenstädter schadlos. Schlusspfiff. 27:26. Der Rest war Jubel über den zweiten Saisonsieg, mit dem der SVS den letzten Tabellenplatz verlässt.

Für Straelen spielten: M. Pieper, Kirking, Eickelpoth – Groetelaers (6), Verbeek (5), Linden (4), Jacobs (3), Janßen (3), Beyer (2), Rath (1), Schaap (1), Mangelmann (1), Rufatovic (1), S. Pieper.

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