Handball TV Aldekerk gegen HC Wölfe Nordrhein

Handball Regionalliga : TV Aldekerk durchstreift Wolfsgebiet

Unterschiedliche Voraussetzungen bei der Partie des TV Aldekerk beim HC Wölfe Nordrhein: Die Wölfe kämpfen gegen den Abstieg, der ATV ist sorgenfrei und kann entspannt aufspielen. Wallrath reist mit einem schmalen Kader an.

Noch drei Spiele in drei Wochen, dann gehört die Saison 2018/2019 der Handball-Regionalliga schon wieder der Vergangenheit an. Der letzte Spieltag findet am 4./5. Mai statt. Bereits jetzt steht fest, dass der TV Aldekerk in der neuen Saison weiterhin in dieser Liga auf Torjagd gehen wird. Ob das auch für HC Wölfe Nordrhein der Fall sein wird, steht noch in den Sternen geschrieben.

Nach dem überraschenden Sieg beim TV Korschenbroich und dem deutlichen Heimerfolg gegen VfB Homberg ist die Mannschaft von Trainer Nils Wallrath frei von allen Hoffnungen und vor allem von sämtlichen Ängsten. Im Grunde geht es bei den „Grün-Weißen“ nur noch um die „Goldene Ananas“. Doch da ist ATV-Trainer Wallrath ganz anderer Meinung: „ Wir haben in den drei noch ausstehenden Spielen keine Geschenke zu verteilen und wollen uns später nichts nachsagen lassen. Das gebührt der sportlichen Fairness gegenüber allen anderen Mannschaften in der Liga. Wir fahren nach Rheinhausen, um das Spiel zu gewinnen.“

Ganz anders stellt sich Situation bei den Gastgebern dar. Sie stehen auf dem vorletzten Platz der Tabelle und damit mit dem Rücken an die Wand. Drei Punkte müssen sie im Moment gutmachen, um sicher die Klasse halten zu können. Im letzten Spiel gegen TV Korschenbroich konnte die Mannschaft von Alexander Tesch in eigener Halle einen unerwarteten Erfolg verbuchen und als Sieger die Halle verlassen. Und genau damit will der Wölfe-Trainer natürlich weitermachen. „Unser erklärtes Ziel ist ganz klar, auch die letzten drei Spiele zu gewinnen. Aldekerk hat eine erfahrene Mannschaft mit herausragenden Spielern, die zum Teil über sehr viel Regionalliga-Erfahrung verfügen. Das wissen wir alles, aber auch die sind nicht unschlagbar“, lautete seine Kampfansage.

Wallrath wird „die Wölfe“ nicht unterschätzen, weiß um ihre Spielstärke und lässt auf Grund des Tabellenplatzes keine Rückschlüsse auf das tatsächliche Leistungsvermögen zu. „Sie haben körperlich sehr starke Spieler in ihren Reihen, stehen unter Wert am Tabellenende und wir wissen um die Schwere der Aufgabe“, sagte Wallrath. „Zudem haben sie Alex Tesch reaktiviert, der dem Spiel der Wölfe die nötige Stabilität gibt.“ Der ATV muss wegen einer längeren Verletztenliste mit einem ausgedünnten Kader in Rheinhausen antreten. Spieler aus der zweiten Mannschaft wird Wallrath nicht mitnehmen. Das hat einen einfachen Grund: Die „Zwote“ spielt eine Klasse tiefer in der Oberliga gegen den Abstieg und braucht noch dringend Punkte, um den Klassenerhalt in trockenen Tüchern zu bringen. Allerdings wird er wieder Christian Menke in den Kader berufen und ihn weiter an die Regionalliga heranführen. Die Saison des ATV-Nachwuchstalents in der A-Junioren- Regionalliga ist bereits beendet.

Tesch hatte sich bereits genauestens über seinen Gegner informiert und war beeindruckt von der Leistung beim haushohen Sieg über den VfB Homberg. „Da haben sie mit einer sauber gespielten, offensiven „3-3-Deckung“ die Homberger auf dem falschen Fuß erwischt. Ich hoffe, sie spielen diese Variante auch gegen uns.“ Was zunächst paradox klingt, sagte er nicht, ohne dabei nachher zu schmunzeln – denn diese Deckungsvariante würde seiner Mannschaft mit dynamischen Spielern im Rückraum exakt in die Karten spielen. „Für uns kann es nur noch nach oben gehen. Wir haben in einer ausgeglichenen Liga gute Spiele abgeliefert. Oft fehlten nur Nuancen“, fasste er kurz die aktuelle Lage zusammen.

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