Handball : SVS-Handballer auf Abschiedstournee

Straelens Handball-Frauen haben Klassenerhalt frühzeitig gesichert und wollen weitere Bonus-Punkte sammeln.

Handball-Regionalliga der Frauen: TuS Treudeutsch Lank – SV Straelen. Der Klassenerhalt ist in trockenen Tüchern, das Saisonziel damit schon drei Spieltage vor Schluss erreicht. Jetzt wollen die Blumenstädter noch ein bisschen mehr. „Überruhr und Lank befinden sich in Reichweite. Gegen beide Mannschaften spielen wir noch. Es wäre toll, wenn wir in der Tabelle noch ein, zwei Plätze nach oben klettern könnten“, sagt SVS-Coach Thomas Floeth.

Am Sonntag geht es für die Grün-Gelben nach Lank. Der TuS hat in den vergangenen Wochen den einen oder anderen überraschenden Punktgewinn eingefahren, obwohl sich mit Kim-Yara Spiecker eine absolute Leistungsträgerin schwer verletzt hat. Torgarant Nummer eins im Lanker Team ist seitdem Birte Pitzen. „Ein steter Unruheherd, der früh genug attackiert werden muss“, weiß Floeth um die Wurfkraft der Linkshänderin. Doch auch über die Mitte und über den Kreis strahlt Lank Torgefahr aus.

Der SVS ist aber durchaus dazu in der Lage, diesen Gegner in den Griff zu bekommen. Das hat bereits das Hinspiel gezeigt, das Grün-Gelb mit 23:22 für sich entscheiden konnte. „Eine schwache Partie, in der beide Mannschaften Luft nach oben hatten“, erinnert sich Straelens Trainer. Er erinnert sich auch an unterschiedliche Deckungsvarianten, die der TuS zu spielen in der Lage ist. „Da müssen wir flexibel sein und die Fehlerquote ähnlich niedrig halten wie gegen Fortuna Köln, dann haben wir auch in fremder Halle eine Chance“, so Floeth.

Handball-Verbandsliga der Männer: TV Vorst – SV Straelen. Vorst, Grefrath, Oberhausen, St. Tönis – das sind die vier verbleibenden Gegner, auf die der SVS auf der Zielgeraden dieser Saison noch treffen wird. Acht Punkte sind also noch zu vergeben, fünf müssen die Blumenstädter auf Wesel gutmachen, um den Abstieg auf den allerletzten Drücker noch zu vermeiden. Ein nahezu aussichtsloses Unterfangen. Das hat auch Straelens Trainer Dieter Pietralla erkannt: „Wir müssen uns damit abfinden, im September wieder in der Landesliga auf Punktejagd zu gehen.“

Spiel Nummer eins der Abschiedstour führt die Blumenstädter nach Vorst. Das Hinspiel endete mit 27:26 zu Gunsten der Grün-Gelben. Damals nicht mit von der Partie: Vorsts gefährlichster Akteur Manuel Stelzhammmer, der mit 162 erzielten Treffern Top-Torjäger der Verbandsliga ist. „Er ist natürlich ein Faktor, der kaum auszuschalten ist. Doch auch die anderen Spieler wissen, wie es geht und verstehen es, einen schnellen und technischen sauberen Ball zu spielen“, sagt Dieter Pietralla. Man müsse stets mit überraschenden Pässen und versteckten Würfen rechnen.

Mit welcher Besetzung die Blumenstädter heute Abend auflaufen werden, steht noch in den Sternen geschrieben.

Jens Groetelaers wird wohl ins Team zurückkehren. Hinter den Einsätzen von Danny Mangelmann und Phillip Kessel stehen noch Fragezeichen. Das gilt auch für Cedric Linden, der sich beim Abschlusstraining am Ellenbogen verletzte. Improvisation gehörte für Dieter Pietralla in den vergangenen Wochen zum Programm. Angepfiffen wird die Begegnung um 19.30 Uhr in der Rudi-Demers-Halle.