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Handball: Sieg und Niederlage für SV Straelen

Handball : SV Straelen mit Abwehrschwächen

Die Frauen-Mannschaft enttäuscht in der Oberliga beim 32:38 gegen den TV Lobberich vor allem bei der Defensivarbeit. Das Herren-Team des SVS steht in der Landesliga nach seinem 33:20-Sieg alleine an der Spitze.

Thomas Floeth war nach der 32:38 (12:17)-Heimniederlage des SV Straelen in der Handball-Oberliga der Frauen gegen den TV Lobberich richtig angefressen. „Wir machen 32 Tore und haben trotzdem keine Chance, das Spiel zu gewinnen“, sagte der Straelener Trainer und ärgerte sich sich über die Leistung, die sein Team über 60 Minuten in der Abwehr gezeigt hatte. Vom Anpfiff an spielte der Tabellenzweite mit dem Gastgeber Katz und Maus. „Das war nichts Wildes. Lobberich hat das Einfache einfach gut gemacht. Und wir haben richtig schlecht verteidigt“, so der SVS-Coach.

Damit jedoch noch nicht genug. Auch in der Offensive hakte es zu Beginn. Floeth: „Nach zwölf Minuten hatte ich bereits acht technische Fehler auf dem Zettel stehen.“ Dass die Grün-Gelben zu diesem Zeitpunkt nur mit 4:7 zurücklagen, war fast schon schmeichelhaft. Dieser Rückstand wuchs bis auf sechs Tore an. Mia Kurfürst traf kurz vor dem Seitenwechsel zum 12:17.

Der Start in Halbzeit zwei misslang erneut. Als nach einem harten, aber keineswegs überharten Foul in der 37. Minute dann auch noch Zoé Daguhn, Straelens torgefährlichste Spielerin, des Feldes verwiesen wurde und Lobberich wenig später zum 24:16 traf, drohte ein Debakel. „Was man den Mädels lassen muss, ist, dass sie trotz aller defensiver Unzulänglichkeiten mutig und mit viel Tempo nach vorne gespielt haben“, sagte Thomas Floeth. So entwickelte sich in den letzten 20 Minuten ein munteres Scheibenschießen bei dem einen die Torhüterinnen auf beiden Seiten leid tun konnten. Ein freier Wurf nach dem anderen flog auf sie zu. Am Ende wurden sage und schreibe 70 Treffer. „Abwehrarbeit ist vor allem eins: eine Frage der Einstellung. An der hat es heute gefehlt. So können wir in der Liga kein Spiel gewinnen“, sagte Thomas Floeth.

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SV Straelen: Schumann, Oppitz – Daguhn (8), Stangenberg (6/3), Kurfürst (4), van Bebber (4), Kohle (4), Mülders (2), Janßen (2/1), Hüpen (1), Wiegmann (1), Maes, Delbeck.

Nach dem Neujahrs-Fehlstart im Kreispokal fanden die Landesliga-Handballer des SV Straelen in der Meisterschaft wieder in die Spur. Gegen den Turnerbund Oberhausen feierten sie den zehnten Sieg im elften Saisonspiel. Und der fiel mit 33:20 (20:9) überaus deutlich für den SVS aus, der nun alleine an der Spitze steht, da Nachbar TV Issum beim TV Borken patzte. „Auch wenn wir in Abwehr und Angriff zum Teil noch deutlich Luft nach oben hatten, war das eine gute Reaktion auf das Spiel in Kempen“, sagte der Straelener Coach Dietmar Beiersdorft.

Zur Überraschung der Grün-Gelben versuchten die Oberhausener eine Halbzeit lang mit einer 4:2-Deckung das Straelener Offensivspiel zu stören. Das gelang, wenn überhaupt, nur in der ersten Viertelstunde. „Wir sind damit eigentlich ganz gut zurechtgekommen“, so Beiersdorf. Sein Team ging schnell mit 5:2 in Führung und drückte im Anschluss an das 8:6 richtig aufs Tempo. Innerhalb von drei Minuten setzte sich der Gastgeber auf 12:6 ab und lag beim Seitenwechsel sogar mit elf Toren vorn.

Nach Wiederanpfiff schaltete der Tabellenführer in den Verwaltungsmodus. Er tat nicht mehr als er musste, um den Vorsprung zu halten. Vor allem in der Abwehr zeigten sich Lücken, die Oberhausen den einen oder anderen einfachen Treffer ermöglichten. Erst in der Schlussphase schaltete der SVS wieder einen Gang hoch und machte aus einem 27:18 ein 31:18 – ein 13-Tore-Vorsprung, der auch beim Abpfiff noch Bestand hatte.

„Das war ein souveräner Sieg bei dem sich fast alle Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Abhaken und weiter geht‘s“, sagte Dietmar Beiersdorf und blickte bereits auf das kommende Aufeinandertreffen des Tabellenführers mit dem TuS Lintfort.

SV Straelen: Kirking, Eickelpoth – Zetzen (6), Groetelaers (6), Verbeek (4), Beyer (4/3), Mangelmann (3), Sonnen (3), Blum (2), Rufatovic (2), Winter (1), Meyer (1), Kessel (1), Tophoven.

(terh)