Fußball-Kreisliga A Nur noch Mittelfeld statt Spitzengruppe

Geldern · Im Frühjahr stand GW Vernum kurz vor dem Aufstieg in die Bezirksliga. Auch in der laufenden Saison sollte es wieder hoch hinaus gehen. Doch die Realität sieht unmittelbar vor der Winterpause etwas anders aus.

 In der Offensive drückt der Schuh: GW Vernum – hier Adrian Terhorst (r.) – zeigt in der laufenden Saison Schwächen im Abschluss.

In der Offensive drückt der Schuh: GW Vernum – hier Adrian Terhorst (r.) – zeigt in der laufenden Saison Schwächen im Abschluss.

Foto: Norbert Prümen

Zum Jahresende hin ist die Euphorie verflogen. Noch im März galt Grün-Weiß Vernum als ganz heißer Anwärter auf den Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga. Damals hatte die Mannschaft die Vorrunden-Gruppe der Südkreis-Vereine im Kreisliga-Oberhaus auf Platz eins beendet. Doch zum ganz großen Wurf sollte es bekanntlich am Ende nicht reichen. Die Grün-Weißen aus dem Vorort von Geldern landeten in der folgenden Aufstiegsrunde auf Rang vier.

Im Vorfeld der neuen Saison hatte sich das Team um Trainer Sascha Heigl fest vorgenommen, in der jetzt wieder eingleisigen A-Liga von Anfang an ganz oben mitzumischen. Ein Platz unter den ersten Vier hatte der Coach als Saisonziel genannt. Doch inzwischen sind die Vernumer Kicker auf dem Boden der Tatsachen gelandet. In bislang 18 Spielen haben die Grün-Weißen 28 Punkte gesammelt und befinden sich damit jenseits von Gut und Böse. Die beiden Aufstiegsplätze sind in unerreichbare Ferne gerückt, bei zehn Zählern Vorsprung auf einen Abstiegsplatz muss die Mannschaft keinen Blick nach unten werfen – so sieht gesichertes Mittelfeld aus.

„Natürlich hatten wir uns das etwas anders vorgestellt“, sagt Sascha Heigl. Wir hatten eine richtig gute Vorbereitung. Die Trainingsbeteiligung war gut, die Ergebnisse in den Testspielen stimmten. Wir waren uns eigentlich sicher, erneut oben mitspielen zu können.“ Der Trainer kennt die Hauptursache dafür, weshalb die Mannschaft den eigenen Ansprüchen etwas hinterherhinkt. „Wir nutzen einfach unsere Chancen nicht, vor dem gegnerischen Tor fehlt uns die nötige Effizienz“, so Heigl.

Immer wieder lässt die Mannschaft aufblitzen, dass sie an guten Tagen zu den Topteams der Liga gehört. Doch das Punktekonto spricht eine andere Sprache. „Wenn du vorne nicht triffst, wirst du hinten anschließend bestraft. Diese Fußballer-Weisheit haben wir in der laufenden Saison häufiger zu spüren bekommen“, sagt Heigl, der darauf hofft, dass sich seine Spieler spätestens nach der Winterpause wieder auf alte Tugenden besinnen. „Wir müssen endlich wieder Kampf und Einsatz auf den Platz bringen. Schönspielerei eignet sich nicht dazu, um vielleicht auch einmal einen dreckigen Dreier einzufahren.“

Auf diese Weise soll in der Endabrechnung doch noch etwas mehr als der aktuelle achte Platz herausspringen. Grün-Weiß Vernum bringt schließlich genügend Qualität mit, um das ursprüngliche Saisonziel vielleicht nur ganz knapp zu verpassen.