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Guido Contrino neuer Trainer des TSV Wachtendonk-Wankum

Fußball : Guido Contrino neuer Trainer des TSV Wachtendonk-Wankum

Der Landesliga-Neuling präsentiert nur sechs Tage nach dem Rücktritt von Coach Frank Goldau den Nachfolger. Spieler El Houcine Bougjdi hat den Klub unterdessen schon wieder verlassen. Er wechselt zum SV Scherpenberg.

Der TSV Wachtendonk-Wankum hat die Trainerfrage in kurzer Zeit geklärt. Nur sechs Tage, nachdem Frank Goldau beim Fußball-Landesligisten seinen Rücktritt erklärt hatte, präsentierte der Sportliche Leiter Peter Streutgens am Montagabend den neuen Mann an der Linie: Guido Con­trino. Der 49-jährige Inhaber der Trainer-B-Lizenz ist ein Kind des Ruhrgebiets und kommt aus Oberhausen.

„Von einem sehr guten und erfahrenen Trainerkollegen ist mir Guido Contrino empfohlen worden. Ich habe mich über ihn erkundigt, am Wochenende haben wir sehr gute Gespräche geführt. Mir war es wichtig, ein ganz neues Trainiergesicht zu präsentieren“, sagte Streutgens zur Verpflichtung von Contrino.

Der 194 Zentimeter große Coach nutzte am Montagabend gleich die Gelegenheit, sich bei einem Teil des Teams, das sich zu einer Laufeinheit getroffen hatte, kurz vorzustellen. „Wenn ich merke, dass die Mannschaft hinter mir steht, stehe ich mit allem, was ich habe und geben kann, vor ihr“,sagte Contrino.

Als aktiver Fußballer stand er noch im Alter von 38 Jahren in der Landesliga für Adler Osterfeld im Tor, ehe seine Laufbahn beendete und ein Jahr später ins Trainergeschäft einstieg. Die Mannschaft von Schwarz-Weiß Alstaden führte er nach einer gefühlten Ewigkeit wieder in die Bezirksliga.

Contrino, der als Feuerwehrmann bei der Stadt Oberhausen beschäftigt ist, wird die nächsten Tage zum Kennenlernen seines neuen Teams und des Umfeldes nutzen. Das Training wird er Spieler Markus Müller überlassen, der nach dem Rücktritt von Frank Goldau als Coach für eine Übergangszeit eingesprungen ist. Die Spielphilosophie von Guido Contrino lautet Ballbesitz und Offensivgeist – ein 4:3 sei ihm lieber als ein 1:0.

Bereits am morgigen Donnerstag, 20 Uhr, geht es für den Neuling TSV Wachtendonk-Wankum in der Landesliga mit der Partie beim Mitaufsteiger VfL Tönisberg weiter. „In der Bezirksliga haben wir gegen diesen Gegner noch 4:0 gewonnen. Aber die Mannschaft von Tönisberg hat sich verändert und wird sich ganz anders präsentieren. Ich bin trotzdem guter Dinge, dass wir die Heimreise nicht mit leeren Händen  antreten werden“, sagte Peter Streutgens. Contrino deutete an, sich das Spiel von der Bank aus anschauen zu wollen.

Ein Neuzugang, in den der TSV Wachtendonk-Wankum große Hoffnungen gesetzt hatte, hat den Verein unterdessen schon wieder verlassen. El Houcine Bougjdi, erst vor wenigen Wochen von Fichte Lintfort gekommen, wechselt nach Auskunft von Peter Streutgens zum Ligarivalen SV Scherpenberg. Für Scherpenberg hat der 34 Jahre alte Mittelfeldakteur mit Regionalliga-Erfahrung schon von 2016 bis 2019 gespielt.

Streutgens nannte „unterschiedliche Auffassungen über die sportliche Ausrichtung“ als Gründe für die Trennung. „Es hat nicht gepasst. Und dann zieht man besser einen Schlussstrich, als dass man sich durch die Saison quält“, sagte er. Der TSV Wa.-Wa. will jetzt noch einmal personell nachlegen. „Denn bei einem Kader von nur noch 17 Akteuren müssen wir etwas unternehmen“, so der Sportliche Leiter.

Auch die SV Hönnepel-Niedermörmter hatte in den letzten Tagen versucht, El Houcine ­Bougdjdi zu verpflichten. „Wir haben am Wochenende Gespräche mit ihm geführt. Doch er hat uns abgesagt“, sagt Sven Schützek, Trainer des Landesligisten.