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Grün-Weiß Vernum gewinnt das Verfolgerduell

Fußball : Fünf Tore, drei Rote Karten: Spektakuläres Duell in Kevelaer

Fußball-Kreisliga A: Grün-Weiß Vernum hat nach turbulenten 90 Minuten mit 3:2 die Nase vorn. Arminia Kapellen befreit sich aus dem Keller.

Von Nils Hendricks

Kevelaerer SV – SV Grün-Weiß Vernum 2:3 (1:1). Die aktuelle Tabelle hatte zwar schon auf ein spannendes Spiel hingedeutet. Doch das Spektakel, das die beiden Kontrahenten am Sonntag im Verfolgerduell folgen ließen, hatten allerdings vermutlich die wenigsten Zuschauer erwartet. Fünf Treffer, davon zwei per Strafstoß, und drei Rote Karten bereiteten den rund 75 Zuschauern am Sportplatz bei Scholten einen unterhaltsamen Nachmittag. „Die Tabellenkonstellation hat viel versprochen. Dass es aber so emotionsgeladen werden sollte, hätte ich auch nicht gedacht“, sagte Vernums Coach Sascha Heigl. „In einem Spiel mit hoher Brisanz waren wir am Ende der glückliche Sieger.“

Doch von vorne: Schon nach 15 Minuten sah Gästespieler Gianluca Antoniazzi nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Die KSV-Überzahl hielt genau zwei Minuten; dann ging Marvin Flassenberg ein wenig übermütig in den Zweikampf und sah seinerseits rot. Darüber ärgerte sich KSV-Coach Ferhat Ökce. „Das war einfach nicht clever. Wir haben keinen kühlen Kopf bewahrt und uns heute selbst geschlagen.“ In der Folge besorgte Marcus Brouwers vom Punkt die Gäste-Führung, die Sven van Bühren postwendend egalisierte. Nach dem Seitenwechsel brachte Malte Heitbrede die Gäste wieder in Führung, Kevelaers Lucas Huhnholt flog ebenfalls vom Platz. Van Bühren schlug erneut zu. Mit zehn gegen neun ging es dann in die Schlussphase, in der Vernums René Bendgens den umjubelten Schlusspunkt setzte.

SV Herongen – BV Sturm Wissel 3:1 (1:0). Als frisch gebackener Vater führte Herongens Spielertrainer Sebastian Tissen seine Mannschaft ins Duell mit BV Sturm Wissel. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge gelang es seinem Team, den ersten Sieg im Jahr 2020 einzufahren. Doppelpacker Simon Ewald und Alex Mehnert ebneten den Erfolg mit ihren Toren. Für Wissel traf Felix Beckmann zum zwischenzeitlichen 1:2. „Ich bin froh, dass die drei Punkte heute hiergeblieben sind. Von den Chancen her war das kein hochklassiges Spiel. Dennoch bin ich stolz auf meine Mannschaft“, sagte Tissen nach Abpiff.

SV Sevelen – SV Donsbrüggen 2:2 (1:2). Punkteteilung in Sevelen – die Gastgeber verzweifeln am Donsbrügger Defensivverbund und am Aluminium. „Das ist eine gefühlte Niederlage“, gab Trainer Gunnar Gierschner zu Protokoll. „Wir waren die ersten zehn Minuten überhaupt nicht auf dem Platz.“ Da zeigte sich der SVD eiskalt und ging durch Nils van der Kemp und Marvin Flintrop mit 2:0 in Führung. Simon van der Sande und Philipp Langer konnten nur noch auf 2:2 stellen. In den Schlussminuten machte der Pfosten dem Gastgeber zwei Mal einen Strich durch die Rechnung.

SV Nütterden – Arminia Kapellen 1:3 (1:0). „Ich bin sehr, sehr zufrieden. Wir sind heute mit einem ausgedünnten Kader angetreten“, sagte Marcel Lemmen, der mit seiner Arminia bereits den dritten Sieg innerhalb der letzten vier Spiele feiern konnte. Der SVN ging zwar durch Eric Müller in Führung, doch in Halbzeit zwei schossen Florian Aengenheister, Philipp Arians und Azad Cengil den Gast zum Sieg. Zusätzlich dezimierte sich der SVN durch drei Feldverweise selbst.

Alemannia Pfalzdorf – Union Wetten 3:0 (1:0). Pfalzdorfs Michael Pesch machte am Ende mit seinen Saisontoren zwei und drei den Deckel drauf. Zuvor konnte der Gast um Spielertrainer Christian Offermanns das Spiel lange offen gestalten. Das Pfalzdorfer 1:0 hatte Nick Helmus bereits nach elf Minuten besorgt. „Meine Mannschaft hat das heute sehr gut gemacht, in der ersten Halbzeit wäre der Ausgleich nicht unverdient gewesen“, fand Offermanns anschließend.

SC Blau-Weiß Auwel-Holt – SV Rindern 0:1 (0:0). Sie sind einfach nicht aufzuhalten. Spitzenreiter SV Rindern entführte auch aus Auwel-Holt drei Punkte. Lange hatten sich die „Zebras“ am Team von Lars Allofs die Zähne ausgebissen, dann erlöste Jefferson Gola seine Farben aus der Distanz. Ein Lattenkracher von Auwel-Holts Max Endemann hätte das Spiel allerdings beinah noch auf den Kopf gestellt. „Wir haben aufopferungsvoll gekämpft. Mit Glück hätten wir auch einen Punkt holen können“, meinte Allofs.

Uedemer SV – TSV Nieukerk 2:0 (1:0). Thilo van den Heuvel und Jannik Ingenwerth trafen für den USV beim 2:0-Erfolg über Nieukerk. TSV-Trainer Wilfried Steeger war dennoch zufrieden. „Wir hatten auch ein paar enge Szenen, haben aber einfach das Tor nicht gemacht. Im Endeffekt haben wir mit unserem letzten Aufgebot ein gutes Spiel gezeigt.“