Lokalsport : Goldau-Elf wird abgewatscht

Nach einer guten ersten Hälfte bricht der TSV Wa./Wa. ein. Das Team stößt an seine Grenzen.

DJK/VfL Tönisberg – TSV Wachtendonk/Wankum 6:1 (1:1). Der Schlusspfiff ertönt, Frank Goldau steht ganz ruhig an der Seitenlinie. Er blickt starr auf den Platz. Er musste in den vergangenen 45 Minuten hilflos zusehen, wie seine Wachtendonker von den Gastgebern aus Tönisberg förmlich auseinandergenommen wurden. Mit einer 1:6-Klatsche reisten sie nach Hause. "Jetzt sind wir da angekommen, wo ich auf keinen Fall hinkommen wollte", sagt der Coach des Fußball-Landesligisten. Dies ist nun die vierte Niederlage in Folge und der TSV droht weiter abzurutschen.

Das Problem: Die Ersatzbank ist leer und auf dem Feld spielt der eine oder andere auch bereits mehr als angeschlagen. "Wir müssen uns irgendwie in die Winterpause retten", sagt Goldau.

Dabei versprach die erste Hälfte der Partie in Tönisberg etwas ganz Anderes. Kaum angepfiffen stürmte die Goldau-Elf aufs gegnerische Tor. Nach zehn Minuten netzte Marc Brouwers bereits zur 1:0-Führung ein. Wenige Minuten später traf Timo Ingenlath Aluminium. Wachtendonk zeigte, dass diese spielerisch überlegenen Gegner zu knacken seien. Doch es haperte an der Chancenverwertung. Stattdessen konnte Tobias Gorks, der insgesamt vierfache Torschütze der Gastgeber, zum 1:1 (21.) auszugleichen. Zudem verletzte sich Florian Köhnen und musste nach 27 Minuten ausgewechselt werden. "Dabei wollte ich gar nicht mehr wechseln", sagt Goldau, der dann umstellen musste.

Bis zur Pause nahmen sich beide Teams trotzdem nichts und ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Doch direkt nach Wiederanpfiff zog Gorks erneut aufs TSV-Tor ab, Przybyla fing den Ball, dieser war aber nass, glitt dem Keeper aus der Hand ins Tor. Nach einem kurzen Schock berappelte sich die Goldau-Elf wieder und drückte nach vorne. Ingenlath stand wenig später frei vor dem Tor, schoss – genau in die Arme des Torhüters. "Den hätte er machen müssen", urteilt Goldau. Danach drehten die Tönisberger auf und es wurde zur One-Man-Show. Immer wieder war es Gorks, der die TSV-Abwehr stehen ließ und einnetzte. Nach dem 1:4 waren die Wachtendonker nicht nur physisch am Ende, sondern auch mental. "Es war so ähnlich wie in Moers", sagt Goldau. "Wenn wir in Rückstand geraten, fehlt uns zurzeit die Kraft nochmals aufzudrehen und uns zurückzukämpfen. Es gibt keinen mehr, der das Heft in die Hand nimmt." Tönisberg erhöhte auf den 6:1-Entstand.

(RP)